Kommentar

Gemeinsame neutrale Sprache in einem geeinten Europa

Wie soll die Zukunft eines eigenständigen Europas aussehen? Soll Europa weiter die besonders enge transatlantische Verbindung ausbauen oder brauchen wir, um ein freiheitliches Europa weiterzuentwickeln, die Emanzipation und die Verabschiedung von überzogener Einflußnahme und hegemonialem Sprachimperialismus? Die Sprache ist dabei nur ein sicht- und hörbares Zeichen für eine Machtstellung mit kultureller Wirkung!

Es ist legitim, eine in Europa als Weltsprache geschaffene neutrale Hochsprache auch für die Gesellschaft Europas zu fordern. Die Nutzung von Esperanto ist bereits Realität! Aber kaum dort, wo unsere Sprache wirken sollte, wie z.B. bei den in den Schulen heranwachsenden Bürger*innen, aus denen als Erwachsene Beschäftigte in Produktion und Dienstleistung, Künstler*innen oder auch Politiker*innen werden.

Allerdings sind nicht alle Europa-Kunst-Projekte offen für unseren proeuropäischen Ansatz! Zumindest über dem Eingang des Theaters Junge Generation in Dresden ist man auch in Esperanto willkommen. Ob das den Mitarbeitern bewußt ist? Jugendliche Darsteller bewältigen das Thema Europa, sehr gut! Zu vorgegebenen Fragen konnte durch das Publikum abgestimmt werden, manchmal zwischen zwei "guten" oder zwei "schlechten" Lösungen. Weitere proeuropäische Meinungen waren allerdings im Haus nicht erwünscht! Jedenfalls erlebte ich eine Mauer des Schweigens statt eines Dialogs!

Europa braucht eine gemeinsame Geschichtsschreibung aus einem nichtnationalen Blick!

Esperanto bietet sich als Medium an und kann dabei helfen wie es keine Nationalsprache vermag. Zu jeder Zeit wird Geschichte neu geschrieben. Nun müssen wir noch die vielen Machtkonflikte erkennen und ihr Wesen verstehen lernen. Dies kann für viele Völker-Gruppen durchaus schmerzvoll sein.
Die weltweite Sprache Esperanto ist Teil der europäischen Geschichte. Dieses Verständnis hilft, die Probleme Europas besser zu erkennen und handeln zu können.

In der aktuellen Krisenzeit ist es unsere Aufgabe, Lösungen für komplexe Probleme anzubieten. Ohne den gemeinsamen europäischen Dialog wird dies nicht gehen. Unabhängig von der Zahl der für die Europawahlteilnahme Unterschreibenden bleibt Europa-Demokratie-Esperanto ein Ort der Europäer mit Pro-Esperantohintergrund!

Damit Europa sich versteht!

Steffen Eitner
Georg Hennemann
Europa-Demokratie-Esperanto
de.e-d-e.eu

EDE Vorstandsmitglieder nach der Kandidatenwahl für EU-Wahl 2019, von links Konrad Gramelspacher (Vorsitzender), Georg Hennemann und Steffen Eitner. Denkmal in Dillenburg: WILHELM I. Prinz von Oranien (Beispiel Europäischer Geschichte) Foto © Georg Hennemann
20181121 e-d-e.eu

Veröffentlicht bei europeanbalconyproject.eu (Blog nicht mehr über Menü erreichbar) 

Die Europahymne hat für uns Europäer längst einen Text!

Umberto Broccatelli schrieb den Originaltext für die Europäische Hymne, welchen die Eŭropa Esperanto-Unio (EEU) mit Sitz in Ostende (Belgien) auf ihrer Seite europo.eu vorschlägt. Dort sind der Text in Esperanto und Übersetzungen (pdf) aller EU-Amtssprachen, aber auch eine Hörversion mit Neven Mrzlečki (Gesang) abrufbar. Um eine schnelle Übersicht zu ermöglichen, erscheint hier bei de.e-d-e.eu der Esperantotext zusammen mit nur der deutschsprachigen sinngemäßen Übersetzung von Rudolf Josef Fischer.

Eŭropa Himno / Hymne an Europa  -  Muziko / Musik: Ludwig van Beethoven
Esperanta teksto: Umberto Broccatelli  -  Deutscher Text: Rudolf Josef Fischer

Kantu kune amikaro,
Ni la ĝojon festas nur,
Nek rivero, nek montaro
Plu landlimoj estas nun.

Ho Eŭropo, hejmo nia,
Tro daŭradis la divid‘;
Nun brilegu belo via,
Ĉiu estas via id‘.


Via flago kunfratigas
Homojn post milita temp‘,
Via leĝo nun kunigas
Civitanojn en konsent‘.

De l' Malnova Kontinento
Ĵus ekstaris la popol',
Gvidas ĝin tre nova sento
Kaj kuniga forta vol'.


Sub la ŝildo de la juro
ni vivados en konkord'.
Tio estas nia ĵuro:
unu land' kaj unu sort'.

Jen ekzemplo por la mondo:
jen direkto, jen la voj':
tuthomara granda rondo
en la paco, en la ĝoj'!

 

Singt gemeinsam, Freundesscharen,
feiern wir die Freude nur,
weder Flüsse noch Gebirge
bilden Landesgrenzen noch.

O Europa, uns're Heimat,
allzu lang' warst du geteilt.
Nun erstrahle deine Schönheit,
jeder von uns ist dein Spross.


Deine Fahne nun verschwistert
Menschen nach der Kriegeszeit.
Dein Gesetz vereint jetzt alle
Bürger in Verständigung.

Überall im Alten Erdteil
standen just die Völker auf.
Treibt sie doch ein neues Fühlen
und der Ein'gung fester Will'.


Unterm Schild des Rechtes leben
künftig wir in Eintracht fort.
Denn so lauten uns're Schwüre:
einig Zukunft, einig Land.

Geben wir der Welt ein Vorbild:
hier die Richtung, hier der Weg:
aller Menschheit große Runde
nur im Frieden und in Freud'.

 

201506 e-d-e.eu

EDE Aktuell: EURO-KRISE = EUROPAKRISE?

Es brauchte eine lange Zeit, bis damit begonnen wurde, die Europäische Idee in die Tat umzusetzen. Davor mussten leider erst große Kriege mit unsäglichem Leid geschehen.

Das gemeinsame Europa ist - auch wenn bereits viel erreicht worden ist - noch immer nicht "fertig". Aktuell besteht sogar die Gefahr, dass durch Wirtschafts- und Eurokrise das gemeinsame Europa wieder auseinanderbricht.

In den Medien lesen, hören und sehen die deutschen Bürger derzeit viel über Griechenland - und sie müssen weitestgehend das glauben, was ihnen aufgetischt wird.

Wie viel anders wäre es, wenn die Deutschen mit ihren griechischen Europamitbürgern in direkten Kontakt treten könnten, um mehr zu erfahren, um sich auszutauschen, um Solidarität miteinander zu üben! Und um selbst zu entscheiden, ob es "die Griechen" sind, die unsere Steuergelder "verbrennen", oder ob vielmehr ganz andere Probleme für diese Krise ausschlaggebend sind.

Ganz im Gegensatz dazu setzt sich EDE dafür ein, dass mit Esperanto die Verständigung in Europa einfacher und besser wird. Denn nur so könnnen die europäischen Völker und Bürger nicht gegeneinander ausgespielt werden. Und nur so können wir den Frieden in Europa - und darüber hinaus - wahren.

Machen auch Sie dabei mit! Unterstützen Sie EDE! Unterstützen Sie Esperanto

201005 e-d-e.eu


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ESPERANTO! KORAN GRATULON, DR. ZAMENHOF!

Der Schöpfer der internationalen Sprache, Dr. L.L. Zamenhof wurde heute vor 150 Jahren geboren. Aus seiner Idee einer einfach zu erlernenden Sprache, mit der sich die Menschen und Völker gleichberechtigt verständigen können, als ein Mittel zu Dialog, Frieden und Ausgleich, ist eine lebendige Sprache geworden, die - auch trotz ihres noch jungen Alters - bereits von Hunderttausenden Menschen gesprochen wird und täglich auf der ganzen Welt neue Freunde gewinnt.
EDE setzt sich dafür ein, dass mit Esperanto die Verständigung in Europa einfacher und besser wird.
Machen auch Sie dabei mit!
20091215 e-d-e.eu