Kommentar

Auch er irrt 2022
Er irrt 2022
Krieg in der Ukraine 2022
Covid19 hat die Welt im Griff 2020
Gemeinsame neutrale Sprache in einem geeinten Europa 2018
Die Europahymne hat für uns Europäer längst einen Text! 2015
EDE Aktuell: EURO-KRISE = EUROPAKRISE? 2010
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ESPERANTO! KORAN GRATULON, DR. ZAMENHOF! 2009

 

Auch er irrt

Kritik wird störend oft empfunden, auch wenn sie kommt von weiter "unten". Das ist normal. Die Kommunikation über Twitter bietet technische Möglichkeiten, Personen mit anderen Ansichten zu konfrontieren, selbst wenn sie ein Thema von sich aus nicht ansprechen. Anatol Stefanowisch wie auch Reinhard Bütikofer äußerten sich bereits früher negativ zu Esperanto. Anatol Stefanowisch meint, es gebe keinen Bedarf. Die Gründe für eine Ablehnung Bütikofers sind nicht so klar erkennbar. Einerseits weiß er von Esperanto, er hatte wohl sogar Unterricht, andererseits lehnt er Esperanto möglicherweise ab, weil es zu wenige nutzen. Über Ulrike Guérot als "Wissende" brauchen wir nicht mehr weiter nachdenken, da sie sich selbst in die populistische Ecke stellte.
Herrn Bütikofer begegnete ich bei Europa-Veranstaltungen. Wie üblich sitzen vorn die Politiker, um die Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Natürlich, unter einer Demokratie kann man sich auch gern mehr vorstellen. Jedenfalls nahm ich als Bürger teil, er als Vertreter europäischer Politik (Mitglied des Europäischen Parlaments für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Spricht man als Bürger ein der Mehrheit unbekanntes Thema an, muß es kurz erklärt werden. Danach folgt die Frage, was die Verantwortlichen für Esperanto in Europa tun wollen. Im Normalfall kann niemand etwas greifbares sagen. Das ist der Moment für Herrn Bütikofer. Nun kann er erzählen, daß er ja Esperanto lernte. Also scheint er wohl berechtigt, Esperanto zu verwerfen. Für ihn gibt es heutzutage Kommunikations-Techniken in Europa, die also gerade diese eine Sprache unnötig machen. Nationalen Medien sollten nach seiner Ansicht unterschiedlich bleiben, (sinngemäß also inhaltlich sprachlich getrennt). Sonst würde das (sinngemäß zu Gleichschaltung und weniger Freiheit) führen.
Für Herr Bütikofer reicht es, wenn wir über unsere Nachbarn mit Hilfe von Englisch informiert werden. Er sagt zu Esperanto: "Sprache ohne Land." Und er will diesen Vorteil für Europa nicht verstehen. Für EDE und Esperanto sollte aus seiner Verantwortung heraus wohl nicht geworben werden, wir hätten dafür sowieso unsere eigenen Mehrheiten. Für ihn zählen Mehrheiten mehr, als sich um Spezielles zu kümmern. Bei einer anderen Veranstaltung kam dann noch sinngemäß ein Spruch: Das muß von unten kommen und wenn es fünf Millionen Esperantosprecher gibt, dann würde das für ihn interessant sein. Aber dann wären wir in einer anderen Situation und könnten uns allgemein mehr Gehör verschaffen. Und dann würde diese Frage-Antwort-Stunde nicht so ablaufen. Bei solchen Europa-Veranstaltungen sitzen die gewählten Vertreter der Demokratie am längeren Hebel, also näher am Mikrofon und haben dadurch praktisch das Recht des letzten Wortes. Ja, eines hat Herr Bütikofer gelernt, etwas nieder-zu-reden oder nieder-zu-schreiben.
Auf wen mehr gehört wird, der kann auch mehr kritikfrei behaupten. Wir erkennen hier eine aktive Verweigerungshaltung, ähnlich wie auch bei Anatol Stefanowisch. Und so sind sie nur Beispiele für eine deutsche Gesellschaft oder ihrem elitären Anteil, der Esperanto aktiv aus der europäischen Diskussion löscht (siehe Zukunftskonferenz 2022). Jede Erinnerung an Esperanto ist jenen Kräften unangenehm. Selbst in der größten Krise nach dem 2.Weltkrieg (Krieg gegen Europa, Spaltung Europas, Pandemie) wird eine Bewältigung und Nutzung von Lösungsansätzen für ein stärkeres europäisches Bewusstsein verdrängt – bis in den Untergang. Seit Jahren appelliere ich an Verantwortliche, sie sollten ihre Verantwortung wahrnehmen.
Bei Twitter störe ich diese Gruppe abweichend von ihren Kernaussagen schon allein durch die Benennung des europäischen Problems und dessen Lösung. Übrigens habe ich persönlich viele verschiedene Interessen, auch wenn ich immer wieder die eine Aussage vorbringe. Doch da das Thema quasi aktiv verschwiegen wird, ist dieses "Generve" spätestens jetzt in der tiefen Krise dringend notwendig.
Eine Reaktion Bütikofers: "Sie scheinen der Meinung zu sein, EDE sei immer die Antwort, egal, was die Frage war. DAS ist abgehoben! Müssen Sie unbedingt ein lumpenhaftes Verhalten relativieren, nur um Ihr Evangelium predigen zu können? Ich bitte Sie!"
(https://twitter.com/bueti/status/1547659366634909697)
Antwort EDE-SE: EDE ist nicht die Antwort auf alle Fragen. Aber es ist grundverkehrt, einen wichtigen Faktor für die europäische Sicherheit immer auf Null zu setzen. Diese (abgehobene) Verdrängung wird uns Europäern auf die Füße fallen. Gerade Sie sollten Bescheid wissen und Verantwortung tragen
Viel Böses schwingt in den Worten Bütikofers mit. Anschuldigungen seinerseits sind Fehl am Platze. Die Regierungskrise in Italien finde auch ich schlimm, doch sie hat eben mit dem Problem des mangelnden Bewusstseins für Europa zu tun. Erst dadurch konnten sich Extremisten so breitmachen. Ich hatte nichts relativiert. Das Verhalten von nationalen Populisten ist nicht relativierbar. Herr Bütikofer sollte so etwas nicht unterstellen. Eine solche Krise in Italien oder das Verhalten in Ungarn sollte keine europäische Einheit zum wackeln bringen können. Wenn doch, dann haben die politisch Mächtigen ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die Bürger müssen mitgenommen werden, sie brauchen ein europäisches Bewusstsein, das u.a. längst durch Esperanto gestärkt wäre.
An Josef Zauners Texten kann man sich abarbeiten. Er nutzte Begriffe, die heute niemand frei und unbefangen verwenden würde. Eine Ausnahme ist vielleicht die Sportreporterin von ZDF, die ohne Konsequenzen von einem "inneren Reichsparteitag" reden konnte. Ja, im Sport geht es allgemein recht national zu, bis hin zu den Schwarz-Weiß-und-Roten Anleihen. Jedenfalls würden heute solche um 1931 noch lange üblichen Begriffe zumindest in Anführungsstriche gesetzt werden. Wenn er damals über ein predigen schrieb, wie gerade beim übersetzen entdeckt, dann meint er es wohl so, wie es ein Lehrer meint, dessen Schüler eine klare Aussage nicht verstehen wollen. Benutzt dagegen heute Herr Bütikofer den Begriff, schwingt eine unterstellende Botschaft mit. Vielleicht wurde ihm früher als Vertreter der Grünen durch einen politischen Gegner ein "Evangelium predigen" vorgeworfen? Jedenfalls predige ich im heutigen Sinn nicht, nur weil ich eine Grundaussage immer wieder wiederhole. Ich bin in keiner kirchlichen, sondern genau wie Herr Bütikofer in einer politischen Vereinigung. Auch würde ich weniger "nerven", wenn die Dinge in Ordnung wären, wenn Esperanto in der EU allgemein stärker akzeptiert würde. Doch wenn Personen mit Wissen um Sprache und Idee Esperanto praktisch an einer Ruhigstellung arbeiten, ist Kritik angesagt. Zumal diese Personen wirklich nichts besseres anzubieten haben. Sollte mit "predigen" das Verbreiten unbekannter Ideen gemeint sein, dann soll es eben so genannt werden. Herr Bütikofer hat es mit seinen Partei-Themen (Umwelt, Klima) leichter, denn dort ist alles offensichtlich. Wir müssen die Probleme der Gesellschaften aus ihren Verstecken holen.
Kurz: Reinhard Bütikofer glaubt wahrscheinlich, daß Esperanto für manche Politiker ein Hindernis ist. Er meint, man braucht es nicht, da er ja englisch kann, so wie seine Freunde in anderen Ländern. Er meint, die nationalen Medien und Menschen sollen ihren Austausch rein national halten. Und wahrscheinlich meint er damit, daß die politischen Angelegenheiten von einer Minderheit geregelt werden sollen. Wir dagegen wollen ein wahrhaftig demokratisches Europa mit bewußten Bürgern haben, denn sonst wird uns der "Laden" um die Ohren fliegen.  
20220723 Steffen Eitner
Reinhard Bütikofer bei Twitter
Josef Zauners UŜE-EĤO


Er irrt

Nachdem Anatol Stefanowitsch Äpfel mit Birnen verglich, er also meinen nur privaten Ansatz zur geschlechtergerechten Sprache ins Verhältnis zur Idee Esperanto brachte, machte mich die Begründung seiner Ablehnung gegenüber Esperanto neugierig. Ob die Form des Genderns eine bestimmte ideologische Ausrichtung bedeutet, das weiß vielleicht niemand so genau und das ist hier auch nicht Thema. Er glaubt vielleicht tatsächlich, auf den Grund der Dinge gekommen zu sein wenn er behauptet: "dass es ganz offensichtlich keinen Bedarf an einer solchen Weltsprache gibt". Ich bringe die begründete Gegenbehauptung vor: Anatol Stefanowitsch irrt sich.
Einen Bedarf an neutraler internationaler Kommunikation gab es spätestens, als sich die Möglichkeiten des weltweiten Verkehrs, des Handels und der Kommunikations-Technologien vervielfachten. So entstand im 19. Jahrhundert das Volapük, welches aber noch zu schwer verständlich war. Da aber der Bedarf blieb, stieg man schnell auf das besser geeignete Esperanto um.  
Romain Rolland griff bereits Anatol Stefanowitsch vor und erklärte vor hundert Jahren dazu: "Was die Größe des Schöpfers des Esperanto ausmacht, ist, dass Zamenhof, wie jedes wahre Genie, nicht der Erfinder einer nicht natürlichen Sprache und Bewegung war, sondern der hellsichtige Wegbereiter und der perfekte Interpret eines mächtigen neuen Bedürfnisses.
Vergebens bemühte man sich, den Erfolg des Esperanto zu leugnen, ihn herunterzuspielen. Vergebens behaupteten die gewöhnlichen Verteidiger des "ewig Gestrigen", wie Schiller sagt, die trägen Traditionshüter, die vom immerwährenden Status quo profitieren, dass die Existenz einer ganz und gar erschaffenen Sprache, die nicht dem blinden Schicksal der Volksstämme, sondern dem bewussten und vernünftigen Willen entstammt, a priori unmöglich und absurd sei. So bewiesen sie nur ihre Ahnungslosigkeit über die Bedingungen, unter denen die Mehrheit unserer europäischen Sprachen entstand." (Benoît Philippe  Verda Saksofono 1/2003)
Und eigentlich ist damit alles gesagt. Welches andere Interesse sollten "die trägen Traditionshüter" der Gegenwart haben? Warum sollten sie heute Esperanto unterstützen? Es gibt tatsächlich Gruppen in den Gesellschaften, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür sorgen, eine Nachfrage an Esperanto gering zu halten. Sie handeln aktiv dagegen. Ein aktuelles Beispiel ist die quasi Auslöschung aller Vorschläge anlässlich der Zukunftskonferenz für Europa, welche sich auf Themen zu Esperanto bezogen. Eine weitere Diskussion wird damit abgeblockt. Die Zukunftskonferenz frisst ihre Zukunft. Jedes Staatssystem, auch ein sich einigendes Europa braucht seine eigene Sprache. Das hat sich weltweit bewährt. Nur Europa will nicht. Dabei zeigt uns die Realität in der internationalen Politik mit ihren Konflikten und Kriegen die Notwendigkeit, eine gerechte neutrale und nichtnationale Verständigung zu verwenden. Anders wird auch Europa nicht zu einigen sein. Und anders wird es auch keine wirkliche europäische Demokratie für europäische Bürger geben. Es besteht akuter Bedarf, denn eine Stabilisierung Europas ist überlebenswichtig. Die Gefahren, wie Spaltungsversuche (Brexit, Krieg Russlands gegen Europa) sind offensichtlich.
Was bedeutet der Begriff Bedarf? Kann ein Bedarfs-Argument gelten, daß sich auf eine Gesellschaft in einer Marktwirtschaft bezieht? Es gilt die das Spiel zwischen Angebot und Nachfrage. Für zu verkaufende Produkte wird geworben, der unmittelbare Profit zählt. Aber wer würde bei einer stärkeren Nutzung von Esperanto profitieren? Bis auf einige wenige, die Angst um ihre Privilegien haben, hätte der ganze Rest, hätten also praktisch alle einen Vorteil. Nationale die Meinung beeinflussende Eliten haben aus ihrer Sicht wenig davon, wenn eine Mehrheit ihnen gegenüber profitiert. Sie befürchten den Verlust der Kommunikations-Herrschaft über "ihre" Gesellschaften, über ihr nationales und internationales Kommunikations-Privileg. Durch eine Separation läßt sich leichter eine Herrschaft über nationale Meinungsbildungen bewahren. Das hat Tradition, sie wirkt bis heute. Im Extremfall wurde Esperanto in der Öffentlichkeit verboten, um die nationalen Einwohner besser abschotten zu können (Hitler, Stalin). Natürlich gibt es nicht die eine Elite. Die Gesellschaften bestehen aus unterschiedlichsten Gruppen mit mitunter stark abweichenden Zielen. Die Triebkraft ist meist der persönliche Vorteil. Die Frage steht immer: Wem nutzt es? Anatol Stefanowitsch vermittelt ein veraltetes archaisches Weltbild, auch wenn er modern erscheint. Er hat sich wie so viele in einer Welt eingerichtet, die auf dem Prinzip des Rechts des Stärkeren beruht. Sprache hat immer mit Macht zu tun. Dies führt uns der Aggressor Putin aktuell in den besetzen Gebieten der Ukraine vor, wo er seine völkisch motivierte Russifizierung durchsetzt. Natürlich nur temporär. Wer sich in Europa aufhält muß wissen, daß er nur dann in einem friedlichen Europa weiterleben kann, wenn sich die Einwohner nicht nur rein geographisch als Europäer verstehen. Das können die alten nationalen Kolonialsprachen nicht leisten. Gerade auch nicht die der Spalter Europas mit ihrem Brexit oder einer Russifizierung.
Kurz: Anatol Stefanowitsch vertritt die Meinung, es gebe keinen Bedarf für Esperanto. Dagegen zeigt uns die aktuelle politische Realität (Spaltung Europas, Krieg), daß wir dringend eine gemeinsame nichtnationale Sprache brauchen. Gerade die mächtigen Eliten glauben ihre Privilegien bewahren zu müssen und sie wollen keine Verantwortung übernehmen. Sie erschweren mehr oder weniger seit 1887 die Verbreitung von Esperanto, sie bekämpfen in jeder Generation von neuem die Aktivitäten, diffamieren sie, verschweigen sie und halten das Angebot klein. Sie haben ja auch die Macht dazu. Der Bedarf für Esperanto besteht.
20220707 Steffen Eitner
Behauptung: scilogs.spektrum.de/sprachlog 
Romain Rolland empfahl
astefanowitsch bei Twitter

Krieg in der Ukraine

Kurz und bündig. Der Überfall auf die Ukraine zeigt, daß sich die Europäer einigen müssen. Damit das gelingt, sollten die von EDE vorgeschlagenen -Werkzeuge- genutzt werden. Die gemeinsame neutrale Sprache auf Europaebene führt zu einem Europäischen Bewußtsein. Dies führt zu einem stabileren Europa. So wird Frieden sicherer. Eigentlich ganz einfach. 20220224SE

Wiederholt sich die Geschichte? Stehen wir dort, wo wir schon in den letzten 30er Jahren des 20. Jahrhunderts standen? Eine Diktatur führt Krieg in Europa. Die EU wurde nicht direkt angegriffen, aber ein souveräner Staat, die Ukraine. Darum braucht die Ukraine dringend Unterstützung gerade auch bei Waffenlieferungen.
Aber in Deutschland gibt es ein Problem. Es scheint so, als wäre der Krieg weit weg und er hätte nichts mit Deutschland zu tun. Doch das ist falsch.
Das Leben geht für viele Bürger einfach weiter, als wäre nichts passiert. Auch neben dieser Demonstration wird gefeiert und man hat seinen Spaß. Vielleicht fühlen sich manche sogar belästigt. Sie müssten über die Konsequenzen dieses Überfalls nachdenken.
Würden die Bürger mehr verstehen, daß auch sie durch Russland angegriffen werden, dann hätten sie weniger Spaß. Ein Rückzug ins nationale Schneckenhaus hilft auch nicht.
Ich bin froh über alle Deutschen, die hier dabei sind und Haltung zeigen. Es sollten noch mehr sein, vielleicht so wie bei einem Fußballspiel.
Die Ukraine gehört zu Europa. Vielen Europäern, auch den Deutschen, fehlt ein europäisches Bewußtsein. Hätten sie eins, dann würde nicht so viel über Hilfslieferungen diskutiert werden. Mit einem europäischen Bewußtsein wären Kriege unwahrscheinlicher.
Muß es immer erst Krisen geben, damit Menschen ihre Haltung ändern?
Ich bin bei Europa-Demokratie-Esperanto weil eine bessere und gerechte Verständigung das Zusammen-
gehörigkeitsgefühl der Europäer stärkt. Aber darauf können wir nicht warten, heute muß gemeinsam und schnell gehandelt werden. Gegen den Okkupanten.
Slava Ukraini 05.06.2022 DDNMFK 22020605SE

Covid19 hat die Welt im Griff

Die Gesellschaften mit ihren Individuen müssen ihr Verhalten ändern. Das unmittelbare Zusammenleben wird erschwert. Selbst Diktatoren haben sich der Realität zu beugen. Was die Funktion von Grenzen ist, wird neu bewertet. Der direkte Kontakt muß unterbunden werden. So gelten Grenzen zwischen und innerhalb von Nationalstaaten, Regionen, Kommunen bis hin in den privaten Bereich. Das soll aber niemals heißen, daß eine gegenseitige Hilfe zwischen Völkern begrenzt wird.

In vielen Bereichen wie in der Wirtschaft wird wichtiges erhalten und weniger wichtiges zurückgestellt. Wichtig bleibt aber der soziale nichtkörperliche Kontakt zwischen Menschen in den Gesellschaften. Aber bleibt das Mitfühlen an nationalen Grenzen stehen? Teilweise ist das so, auch in dem relativ geeinten Europa. Die nationalen Zahlen der Infizierten und Gestorbenen werden in den Medien betont.

Damit das freie weltweite internationale Covid19 in Schranken gebracht wird, braucht die Welt und speziell auch ein geeintes Europa eine bessere und gerechtere Verständigung und damit auch ein besseres Verständnis gegenüber den anderen Gesellschaften. Ja, wir brauchen auch eine europäische Öffentlichkeit. Was die Voraussetzung dafür ist, wissen wir.
20200403 e-d-e.eu

Gemeinsame neutrale Sprache in einem geeinten Europa

Wie soll die Zukunft eines eigenständigen Europas aussehen? Soll Europa weiter die besonders enge transatlantische Verbindung ausbauen oder brauchen wir, um ein freiheitliches Europa weiterzuentwickeln, die Emanzipation und die Verabschiedung von überzogener Einflußnahme und hegemonialem Sprachimperialismus? Die Sprache ist dabei nur ein sicht- und hörbares Zeichen für eine Machtstellung mit kultureller Wirkung!

Es ist legitim, eine in Europa als Weltsprache geschaffene neutrale Hochsprache auch für die Gesellschaft Europas zu fordern. Die Nutzung von Esperanto ist bereits Realität! Aber kaum dort, wo unsere Sprache wirken sollte, wie z.B. bei den in den Schulen heranwachsenden Bürger*innen, aus denen als Erwachsene Beschäftigte in Produktion und Dienstleistung, Künstler*innen oder auch Politiker*innen werden.

Allerdings sind nicht alle Europa-Kunst-Projekte offen für unseren proeuropäischen Ansatz! Zumindest über dem Eingang des Theaters Junge Generation in Dresden ist man auch in Esperanto willkommen. Ob das den Mitarbeitern bewußt ist? Jugendliche Darsteller bewältigen das Thema Europa, sehr gut! Zu vorgegebenen Fragen konnte durch das Publikum abgestimmt werden, manchmal zwischen zwei "guten" oder zwei "schlechten" Lösungen. Weitere proeuropäische Meinungen waren allerdings im Haus nicht erwünscht! Jedenfalls erlebte ich eine Mauer des Schweigens statt eines Dialogs!

Europa braucht eine gemeinsame Geschichtsschreibung aus einem nichtnationalen Blick!

Esperanto bietet sich als Medium an und kann dabei helfen wie es keine Nationalsprache vermag. Zu jeder Zeit wird Geschichte neu geschrieben. Nun müssen wir noch die vielen Machtkonflikte erkennen und ihr Wesen verstehen lernen. Dies kann für viele Völker-Gruppen durchaus schmerzvoll sein.
Die weltweite Sprache Esperanto ist Teil der europäischen Geschichte. Dieses Verständnis hilft, die Probleme Europas besser zu erkennen und handeln zu können.

In der aktuellen Krisenzeit ist es unsere Aufgabe, Lösungen für komplexe Probleme anzubieten. Ohne den gemeinsamen europäischen Dialog wird dies nicht gehen. Unabhängig von der Zahl der für die Europawahlteilnahme Unterschreibenden bleibt Europa-Demokratie-Esperanto ein Ort der Europäer mit Pro-Esperantohintergrund!

Damit Europa sich versteht!

Steffen Eitner
Georg Hennemann
Europa-Demokratie-Esperanto
de.e-d-e.eu

EDE Vorstandsmitglieder nach der Kandidatenwahl für EU-Wahl 2019, von links Konrad Gramelspacher (Vorsitzender), Georg Hennemann und Steffen Eitner. Denkmal in Dillenburg: WILHELM I. Prinz von Oranien (Beispiel Europäischer Geschichte) Foto © Georg Hennemann
20181121 e-d-e.eu

Veröffentlicht bei europeanbalconyproject.eu (Blog nicht mehr über Menü erreichbar) 

Die Europahymne hat für uns Europäer längst einen Text!

Umberto Broccatelli schrieb den Originaltext für die Europäische Hymne, welchen die Eŭropa Esperanto-Unio (EEU) mit Sitz in Ostende (Belgien) auf ihrer Seite europo.eu vorschlägt. Dort sind der Text in Esperanto und Übersetzungen (pdf) aller EU-Amtssprachen, aber auch eine Hörversion mit Neven Mrzlečki (Gesang) abrufbar. Um eine schnelle Übersicht zu ermöglichen, erscheint hier bei de.e-d-e.eu der Esperantotext zusammen mit nur der deutschsprachigen sinngemäßen Übersetzung von Rudolf Josef Fischer.

Eŭropa Himno / Hymne an Europa  -  Muziko / Musik: Ludwig van Beethoven
Esperanta teksto: Umberto Broccatelli  -  Deutscher Text: Rudolf Josef Fischer

Kantu kune amikaro,
Ni la ĝojon festas nur,
Nek rivero, nek montaro
Plu landlimoj estas nun.

Ho Eŭropo, hejmo nia,
Tro daŭradis la divid‘;
Nun brilegu belo via,
Ĉiu estas via id‘.


Via flago kunfratigas
Homojn post milita temp‘,
Via leĝo nun kunigas
Civitanojn en konsent‘.

De l' Malnova Kontinento
Ĵus ekstaris la popol',
Gvidas ĝin tre nova sento
Kaj kuniga forta vol'.


Sub la ŝildo de la juro
ni vivados en konkord'.
Tio estas nia ĵuro:
unu land' kaj unu sort'.

Jen ekzemplo por la mondo:
jen direkto, jen la voj':
tuthomara granda rondo
en la paco, en la ĝoj'!

 

Singt gemeinsam, Freundesscharen,
feiern wir die Freude nur,
weder Flüsse noch Gebirge
bilden Landesgrenzen noch.

O Europa, uns're Heimat,
allzu lang' warst du geteilt.
Nun erstrahle deine Schönheit,
jeder von uns ist dein Spross.


Deine Fahne nun verschwistert
Menschen nach der Kriegeszeit.
Dein Gesetz vereint jetzt alle
Bürger in Verständigung.

Überall im Alten Erdteil
standen just die Völker auf.
Treibt sie doch ein neues Fühlen
und der Ein'gung fester Will'.


Unterm Schild des Rechtes leben
künftig wir in Eintracht fort.
Denn so lauten uns're Schwüre:
einig Zukunft, einig Land.

Geben wir der Welt ein Vorbild:
hier die Richtung, hier der Weg:
aller Menschheit große Runde
nur im Frieden und in Freud'.

 

201506 e-d-e.eu

EDE Aktuell: EURO-KRISE = EUROPAKRISE?

Es brauchte eine lange Zeit, bis damit begonnen wurde, die Europäische Idee in die Tat umzusetzen. Davor mussten leider erst große Kriege mit unsäglichem Leid geschehen.

Das gemeinsame Europa ist - auch wenn bereits viel erreicht worden ist - noch immer nicht "fertig". Aktuell besteht sogar die Gefahr, dass durch Wirtschafts- und Eurokrise das gemeinsame Europa wieder auseinanderbricht.

In den Medien lesen, hören und sehen die deutschen Bürger derzeit viel über Griechenland - und sie müssen weitestgehend das glauben, was ihnen aufgetischt wird.

Wie viel anders wäre es, wenn die Deutschen mit ihren griechischen Europamitbürgern in direkten Kontakt treten könnten, um mehr zu erfahren, um sich auszutauschen, um Solidarität miteinander zu üben! Und um selbst zu entscheiden, ob es "die Griechen" sind, die unsere Steuergelder "verbrennen", oder ob vielmehr ganz andere Probleme für diese Krise ausschlaggebend sind.

Ganz im Gegensatz dazu setzt sich EDE dafür ein, dass mit Esperanto die Verständigung in Europa einfacher und besser wird. Denn nur so könnnen die europäischen Völker und Bürger nicht gegeneinander ausgespielt werden. Und nur so können wir den Frieden in Europa - und darüber hinaus - wahren.

Machen auch Sie dabei mit! Unterstützen Sie EDE! Unterstützen Sie Esperanto

201005 e-d-e.eu


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ESPERANTO! KORAN GRATULON, DR. ZAMENHOF!

Der Schöpfer der internationalen Sprache, Dr. L.L. Zamenhof wurde heute vor 150 Jahren geboren. Aus seiner Idee einer einfach zu erlernenden Sprache, mit der sich die Menschen und Völker gleichberechtigt verständigen können, als ein Mittel zu Dialog, Frieden und Ausgleich, ist eine lebendige Sprache geworden, die - auch trotz ihres noch jungen Alters - bereits von Hunderttausenden Menschen gesprochen wird und täglich auf der ganzen Welt neue Freunde gewinnt.
EDE setzt sich dafür ein, dass mit Esperanto die Verständigung in Europa einfacher und besser wird.
Machen auch Sie dabei mit!
20091215 e-d-e.eu