Individuelle Gedanken - Eugen Macko (EDE)

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Dr. Phil. Eugen Macko (EDE)
eo.wikipedia.org Eugen Macko

 

 


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Eugen Macko CC BY-SA 3.0 commons.wikimedia.org

Bearbeitung: St.Eitner 20191007

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Eugen Macko hält Verbindungen zu verschiedenen Esperanto-thematiserenden Organisationen. Das liegt schon an seinem Entwicklungsweg über Landesgrenzen hinweg. Neben Deutschland ist er auch im südöstlichen Europa aktiv. Eugen Macko ist Vizepräsident auf der EDE-Föderations-Ebene und kandidierte in Deutschland für die Europawahlen 2009, 2014 und 2019. Als studierter Konstrukteur und Philosoph verfasst er Schriften. Hier werden die Themen
"Kulturökologie und neues Denken",
"Europa braucht internationale Demokratie" sowie 
"Für das Zusammenbleiben der Europäischen Union ist Esperanto notwendig"
etwas näher betrachtet. Einige sprachliche Anpassungen wurden vorgenommen.
2019100720191208SE


Kulturökologie und neues Denken (18.04.2015) 
Neue Entwicklungen brauchen ein neues Denken. Die Realität der begrenzten Ressourcen mit der Gefahr der Überforderung der Umwelt brachte die Naturökologie ins allgemeine Bewußtsein. Da es verschiedene Interessen in den Gesellschaften gibt, wurde das Thema Teil der Politik. Es entstanden "sogar politisch ökologische Parteien."
Die meisten wissenschaftlichen Begriffe stammen aus den Altgriechischen. " .... griechisch bedeutet Ökologie das Bewirtschaften eines Hauses." "nur bei der Ökologie soll auch die optimale Menge der benutzten Materialien bedacht werden".
"Als Neues kam zu diesem Begriff, dass wir die Häuslichkeit der Erde als ganzes erfahren haben. Nach dem alten klassisch-griechischen Denken, war nur unser eigenes Haus wichtig."
So war es ein großer Schock ".... als sich gezeigt hat, dass die menschliche Gesellschaft nicht mehr in dialektischen Gegensätzen, nach dem alten klassischen Muster zu trennen ist. Weil das Ganze gefährdet ist." Also ist das ganze Denken zu ändern.
In der Philosophie gab es ein Problembewußtsein bereits vor mehr als 100 Jahren. Da die Auswirkungen verzögert eintreten, werden sich auch erst jetzt die Gesellschaften darüber bewußt.
Ein neues dialogisches Denken wurde notwendig wie ein dialogisches Verhältnis zur Natur.
"Wissenschaftlich bewiesenes Faktum ist, dass der Mensch für sein Überleben die Natur braucht. Sein Verhältnis genügt nicht mehr nur in der Ausnützung, sondern es muss auch die Nachhaltigkeit bedacht werden."
Man erkennt nun, wie notwendig eine lebensfähige Natur eine Verschiedenheit braucht. "D.h.: Das Denken muss geändert werden. Weil die klassische Denkweise ist nicht fähig die aktuellen Probleme zu lösen."
"Aber der Mensch hat nicht nur seine Natur und braucht nicht nur natürliche Umgebung, .. sondern .. auch sein sozio-kulturelles Medium." 
Der Blick aus unterschiedlichen kulturellen Richtungen hilft bei der geistigen Weiterentwicklung der Menschheit. Menschen brauchen also eine durch Verschiedenheit lebensfähige Natur genauso wie eine durch kulturelle Verschiedenheit ermöglichte geistige Weiterentwicklung.
"Deshalb ist Kulturökologie die Bewahrung und Schutz der kulturellen Vielfalt, sowie Naturökologie der Schutz und die Bewahrung der Verschiedenheit der natürlichen Umgebung ist.
"Die Wissenschaft beschäftigt sich erst relativ kurze Zeit mit der Kulturökologie und den Problemen um sie herum." Aber dieses Denken, diese "heimliche Inter-Sphäre" existiert innerhalb der Esperanto-Kreise schon seit Beginn. Schließlich sind dort ja eher Reformdenker anzutreffen.


"Was sind die Aufgaben der Kulturökologie?"
1. Kulturelle und sprachliche Verschiedenheit in der Welt schützen. ""
2. Kulturelle Freiheit vor den aggressiven Kulturen schützen. ""
3. Schutz der Umgebung vor Kulturspam. ""
Eine konzentrierte Beachtung von wesentlichen Kulturqualitäten wird durch "Kulturspam" verhindert.
"Die Aufgabe der Kulturökologie wäre" diese dialektischen Gegensätze dialogisch zu lösen, "mit dem Bewusstsein der existenziellen Notwendigkeit der Verschiedenheit, um die Weiterentwicklung der Menschheit zu ermöglichen."


Kulturökologische Klärung einiger soziokultureller Beziehungen ""
1. Humanwissenschaften haben die soziale Abhängigkeit des menschlichen Daseins bewiesen ""
2. Gegenwärtig hat das Individuum in der Gesellschaft das Recht, sich frei zu entscheiden, an welchem Kultureinfluss es teilhaben will ""
3. Alles das ist Kulturspam für eine Person was er/sie nicht verstehen kann ""
4. Anständig wäre öffentlich nur in eine Sprache zu sprechen welche jede in der Umgebung versteht.
- "Das Problem zeigt sich in internationaler Umgebung, wenn sich verschiedene Sprachen Sprechende im gleichen Raum befinden." ""
- "z.B. wäre mit Esperanto die allgemeinste und demokratischste Lösung zu erreichen, wenn in den gleichen Raum verschiedene Muttersprachen Sprechende zusammenkommen." ""


Entwicklung des Verständnisses der Kulturökologie
"Nach der klassischen Definition, ist Kulturökologie nur Teilgebiet der Ethnologie, welche die gesellschaftlichen Zusammenhänge zur natürlichen Umgebung untersuchen soll. D. h. der Mensch soll sich in erster Linie gegen die Natur behaupten, was in der Gegenwart überhaupt nicht mehr genügt." ""
Aus heutiger Kulturökologischer Sicht wird der Unterschied zwischen den Denkweisen deutlich:
- dem aktuellen neuen dialogischen Denken, in dem "Bewahrung und Schutz der Umgebung" im Zentrum stehen und
- "dem altklassischen dialektischen, nach dem die Behauptung und der Kampf gegen die Natur, im Vordergrund stand."
"Kulturökologie ist eine selbstständig-aktuelle Wissenschaft geworden, welche die dialogischen Beziehungen zwischen den Kulturen, ihren Einfluss zueinander und ihre notwendige Verschiedenheit untersuchen soll." Und zu der kulturellen Verschiedenheit gehört in der Folge auch die sprachliche Verschiedenheit.
J. H. Steward, Begründer der modernen Ökologie, definiert allgemein: "Kulturökologie ist die Untersuchung von Prozessen, in denen sich die Gesellschaft an die Umgebung gewöhnt." ""
Für die Kulturökologie bedeutet das auch: "Die menschliche Umwelt ist lebensfähig, (nach den neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen der Biologie, Soziologie, Psychologie, Politologie, u. s .w.) nur wenn sie die natürliche und kulturelle Verschiedenheit verbindet." ""
"Der klassische Begriff der Ökologie ist mit der klassisch wissenschaftliche Denkweise der Biologie und Darwinismus eng verbunden. Nach dem sich der Mensch in der Natur und auch gegen andere Menschen durchkämpfen und behaupten muss." ""
Tatsächlich drehte die moderne Ökologie "diese Maxime völlig um. Der Mensch soll sich nicht mehr gegen die Natur behaupten und kämpfen, sondern sie schützen und bewahren, hörend und beobachtend (was schon immer wesentlich für die Wissenschaft war) im dialogischen Verhältnis lernen von ihr."
"So hat sich die alte, klassisch wissenschaftliche Denkweise, in die neue, dialogische Denkweise in der Ökologie erkennbar umgewandelt"
"Ökologie, Naturökologie, Kulturökologie, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Sozialgerechtigkeit und dialogisch neues Denken. All diese Begriffe sind in der Gegenwart miteinander eng verbunden. Und Esperanto ist seit seiner Entstehung in nachhaltiger Beziehung mit all diesen Begriffen und Prozessen."
20191008SE (z.T. zitiert und sprachlich überarbeitet, ""-Zitat leicht verändert)


Europa braucht internationale Demokratie (25.05.2015) 
- Und die Internationale Demokratie die internationale neutrale Sprache ""
Eugen Macko setzt voraus, daß "die Demokratie nach den geschichtlichen Erfahrungen die beste Form gesellschaftlich-politischen Zusammenlebens ist." Auch wenn sie nicht perfekt ist, so hat sie sich seit Beginn in der Antike bis heute weiterentwickeln können.
"Internationale Demokratie gab es bis jetzt noch nie und nirgendwo. Nun hat Europa ein Zeitpunkt erreicht, in der internationale Demokratie notwendig geworden ist und in der Europäischen Union auch die politisch-strukturellen Voraussetzungen vorhanden sind, sie aufzubauen." Die Zukunft wird zeigen, welche Form an besten geeignet ist.
Fortschritte gab es zwischen den Anfängen bei den Griechen mit Sklaverei und Mittelalter, dann weiter mit der Aufklärung "wo sich die Menschenrechte bis zu revolutionäre Forderungen in ganz Europa entwickeln konnten". In der Entwicklung der USA gab es neue Freiräume. Postuliert wurde dort aber auch eine US-Nationalsprache, die international undemokratisch ist.
Jetzt ist in der EU wieder Zeit für Weiterentwicklungen. Probleme mit Griechenland zeigten, daß eine internationale Demokratie so noch nicht funktioniert.
Europa war in der Geschichte schon immer in sich selbst international. "Sind alle Beziehungen zwischen Völkern und Staaten international?" Oft waren die Beziehungen "konkurrierend bis kriegerisch". Die Demokratie brauchte viel Zeit, um sich zu etablieren. Nur Staaten mit funktionierender Demokratie können der EU angehören. Menschenrechte werden voll akzeptiert. Aber im Alltag funktioniert die internationale Demokratie nicht. Real funktionieren kann sie nur dann, wenn sich die Menschern verschiedener Völker miteinander verständigen können. Notwendig ist dafür eine "für jeden verständliche gemeinsame Sprache. Die Frage ist nun; welche Sprache?"
Wenn die EU für Demokratie steht, braucht sie auch einen demokratisch gemeinsame Sprache. Sie kann nicht Nationalsprache eines Mitglieds sein. Trotzdem ist ein gemeinsamer Charakter wichtig.
Exotisch und schwierig wären Sprachen wie japanisch oder chinesisch und europäische Nationalsprachen würden das jeweilige Volk zu sehr bevorzugen. Das wäre nicht demokratisch.
"Aber, diese demokratische Sprache existiert jetzt schon seit 125 Jahren. Sie heißt Esperanto." Damals war das Gewicht Europas in der Welt größer und man sah diese Situation aus "altgriechischer Denkweise" heraus. Diese Zeiten sind nun vorbei. Wir haben es erkannt, Europa ist nur eine Halbinsel mit ein paar politisch nur noch kleinen Mächten.
"Die EU entstand als Folge von neuen, internationalen Denkweise, die national verschiedenen Mächte in Europa Union zu vereinigen, in dem sie in der Welt politisch und wirtschaftlich konkurrieren könnten. Und diese inter-nationale Denkweise ist schon immer wesentlich für Esperanto." In dieser langen Zeit konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, die aus der alten klassisch dialektischen Denkweise heraus nicht gedacht und weitergedacht werden können. Solche internationalen Bereiche sind "sozialpsychologische Genesungen, dialogische Geschichtswissenschaftliche und Interlinguistische Erkenntnisse, usw." ""
Der Gebrauch von Esperanto trägt das notwendige "neue Denken" und den Geist der internationalen Gemeinschaft in sich. Das neue dialogische Denken würde in einem Fach Esperanto an den Schulen Europas mitvermittelt. Über "die Methode des reziproken Erkennens von Menschen aus verschiedensprachigen Völkern" könnten die Schüler andere Menschen anderer Völker "nicht nur als konkurrierenden Gegner, sondern als Mitmenschen" ansehen (Zamenhof 1.Esperanto-Weltkongreß 1905).
Auf die linguisitischen Vorteile geht Eugen Macko hier nicht ein, dafür aber auf die sozio-politischen und sozio-psychologischen. Sie kommen bei Diskussionen zu kurz. "Weil der große Anteil der Esperantisten nicht gern politisiert, obwohl in der Außenwelt Esperanto als politische Bewegung erscheint, wollen dies die Esperantisten wahrnehmen oder nicht."
Der Vortrag handelt von nichtfunktionierender internationaler Demokratie in der EU. Doch ohne diese Grundlagen kann die EU nicht auf Dauer funktionieren und zu einem Vereinigten Europa werden.
Das Problem mit dem heutigen Griechenland ist "das falsche Verständnis und Nichtverständnis der Demokratie". Es ist eine "neugriechische Tragödie", die in der altgriechischen Tragödie angelegt ist: "die Helden schauen nicht um sich herum, sondern stolzieren nur mit der eigenen Individualität über alles" hinweg. "Dieses Verhalten und Denkweise bremst praktisch den ganzen Balkan, die Wiege der europäischen Kultur und Zivilisation." Und "jetzt droht die Gefahr der Zerstörung".
"Die Überzeugung über den Besitz der Wahrheit und die heroische Bereitschaft sie stolz zu verteidigen, macht das dialogische Erkenntnis des andersartigen und das Einsehen vom eigenen Fehler unmöglich." Wir Europäer sind nicht frei von der alten Denkweise. "Demokratie bedeutet in diesem Sinne, Zeit lassen für die soziale Entwicklung. D.h. lernen aus den Fehlern, zum Verbessern den allgemeinen sozialen Wohlstand."
Was Demokratie ist wird unterschiedlich verstanden. Es gibt zeitliche Schwankungen und gegenläufige Prozesse. Zu große Erwartungen werden enttäuscht. Auch den Mißbrauch der Demokratie gibt es. Nicht jede Meinung ist hilfreich. Vernunft sollte bei allem dabei sein, wenn Vorschläge durchdacht werden. Sie sollten "wissenschaftlich begründet sein, im besten Wissen, Gewissen und Bewusstsein der Zeit."
Die absolute Wahrheit hat niemand bei sich und die Sicht auf sie ändert sich gerade in der Politik. Letztlich sollen die Bürger verschiedener Völker in der EU gemeinsam "auf dem höchsten Niveau der Demokratie der europäischen inter-national-ität" entscheiden. Natürlich brauchen auch alle Richtungsfestlegungen in der Politik ihre Zeit, damit sie wirken können. Es gibt verschiedene Formen der Demokratie, z.B. "Marktkonforme Demokratie" oder "Demokratiekonformer Markt"
Immer ist "ein genügend breit entwickeltes Bewusstsein der Europäer notwendig." Und gerade dieses internationale Bewusstsein hat ein sehr niedriges Niveau. "Die große Mehrheit der europäischen Völker und auch ihre Politiker sind noch im nationalen Bewusstsein des letzten Jahrhunderts geblieben." Der eigene Wohlstand und der des eigenen Volkes stehen im Mittelpunkt. Man blieb beim Denken der den Dynastien folgenden Nationaldemokratien stehen. Die "notwendige Weiterentwicklung zum internationalen Bewusstsein in der EU" fand nicht statt.
Allerdings gab es bereits im 19. Jahrhundert modernere sozial-ökonomische politische Bewegungen. Früh im 20. Jahrhundert "ohne internationale Erfahrung, fielen sie in die nationalen-sozialistischen Praktiken zurück". "" Diese politisch schwierigen Zeiten überlebte eine kleine internationale Bewegung. Sie "entwickelt sich weiter, in der für sie günstige Zeitalter des Internets." Weiterhin wird "die neutrale Lösung des internationalen Sprachproblems" durch die Esperantobewegung verbreitet und angeboten. "Ihre Aktualität wächst politisch mit ihrem Lösungsvorschlag, beim zur Zeit grundsätzlichsten Problem der Internationalität in der EU." ""
Esperanto wurde durchaus immer auch von Prominenten unterstützt. Man braucht die Sprache nicht zu beherrschen und kann doch etwas dafür tun. Im Europawahljahr 2004 wurde EDE "von französischen Humanisten und Esperantisten" gegründet. 2009 geschah dies in Deutschland. "Höchstwahrscheinlich in diesen Wahlen hat die Werbung für Esperanto in seiner Geschichte am zahlreichsten das äußere Publikum in kürzester Zeit erreichen können." "" Weitere Gründungen erfolgten 2009 in Ungarn und 2010 in Polen. Unter polnischen Parlamentariern bildete sich eine kleine Esperanto-Unterstützergruppe. Demokratische Humanisten aus verschiedenen Ländern hatten inzwischen vor, mit EDE zusammenzuarbeiten.
EDE hat als politisches Ziel, die fortschrittlich denkenden Menschen Europas zu vereinigen, die es schafften, "auf irgendeine Weise internationales Bewusstsein erreicht" zu haben. Je nach nationalem Wahlgesetz möchte EDE mit dem "gemeinsam ausgearbeiteten Programmvorschlag" an der EU-Wahl teilnehmen. Dies schien in einigen Ländern für 2014 nicht utopisch zu sein. Über Wahlen kann das Publikum politisch erreicht werden und auf das "Problem der internationalen Demokratie" und auf die Internationalen Sprache aufmerksam gemacht werden. Politikern kann die Notwendigkeit eines neuen Denkens und Handelns in der geschichtlich neu entstandenen internationalen Situation nahegebracht werden.
"Deshalb sagen wir in der EDE:
Europa braucht internationale Demokratie und internationale Demokratie braucht international demokratische Sprache."
20191013SE (z.T. zitiert und sprachlich überarbeitet, ""-Zitat leicht verändert)


Für das Zusammenbleiben der Europäischen Union ist Esperanto notwendig (16.04.2018) 
Eugen Macko fasst einige politische Gedanken in zehn Punkten zusammen.
 1.
"Zur Zeit kriselt es in der Europäischen Union. Das hat verschiedene Gründe." Ob auch die "Demokratie Kriselt?" Das Problem hat zwei Seiten.
"Einerseits, die letzten Wahlen in den Nationalstaaten geschahen nach demokratischen Prinzipien.
Andererseits, gerade diese Ergebnisse gefährden das Zusammenbleiben der EU."
Wir (Europa-Demokratie-Esperanto) befassen uns seit mehr als 15 Jahren mit dem Problem.
"Demokratie ja. Aber welche Demokratie? Ob die nationale Demokratie schon genügt?"
Die andere Demokratieebene ist die Internationale Demokratie, auf deren Notwendigkeit EDE als zentrale Aufgabe hinzuweisen hat. Was den Unterschied zwischen beiden Demokratien ausmacht, ist schwer zu vermitteln und wird oft nicht verstanden. Um so größer sind die Hindernisse, die Problematik durch höhere Bekanntheit in einer Öffentlichkeit anzusprechen. Obwohl es von historischen Fakten unterstützte Argumente gibt, haben "nationaldemokratisch gewählte Regierungen, geschichtlich schon in voller Überzeugung der Wahrheit, Kriegskatastrophen verursacht".
 2.
"Die EU ist gerade deshalb gegründet worden, dass diese Kriegskatastrophe sich nicht wiederholen kann. Und nun, wie ist jetzt die Situation? Auch in den Gründerstaaten der EU verstärken sich die Nationalparteien." Dies darf in der EU nicht wieder geschehen! "Warum geschah es trotzdem? Wir in der EDE haben die Antwort darauf: Weil die Internationale Demokratie nicht gut genug funktioniert. .... Zwar behaupten die Führer der Nationalstaaten, dass sie nach den Wahlwünschen des eigenen Volkes handeln. Aber die Völker in der EU denken hauptsächlich nur national beschränkt." ""
Die Antwort u.a. von EDE heißt: "Das Volk lerne Esperanto!
Und danach folgt auch die politische Aufgabe: Esperanto soll in den Schulen eingeführt werden, so dass die Bürger vom Anfang an unmittelbaren Zugang zur Internationalen Demokratie haben.
Weil Esperanto nicht nur eine Sprache ist, sondern auch geistige Vorbereitung auf Internationalität. Es befähigt den Lernenden zum dialogischen Denken, was in der jetzigen Zeit der Globalisierung auch weltweit notwendig ist." "" 
 3.
"Die nationalistischen Rückstände der Vergangenheit bedrohen das Zusammenbleiben der EU: ... die Nationen (müssen) im dialogischen Verhältnis zu den anderen stehen. Weil die EU nur in einer dialogisch internationalen Gemeinsamkeit .... existieren kann." ""
"Tatsächlich, in der EU existieren viele Probleme, aber das größte ist mit Esperanto lösbar. Wirklich?... Ist das nicht bombastisch übertrieben?" Aber warum geschieht eine international demokratische Politik nicht zufriedenstellend? "Die wichtigsten Störfaktoren kommen aus der Geschichte des Nationalismus. Diese müssen grundsätzlich überwunden werden, so dass die EU sich ungestört mit Lösungen befassen kann.
Und dieser Weg befindet sich voll im Einklang mit der Geschichte des Esperanto.
In diesem Bereich brauchen sich die Esperantisten nicht zurückhalten! Nirgendwo in der 130-jährigen Geschichte sind die verwendbaren Tatsachen so klar zu finden, welche für die Lösung des wichtigsten Problems in der EU notwendig sind, als bei Esperanto.
Nicht nur, daß Sprachprobleme gelöst werden können, sondern was auch sehr wichtig ist: Gelernt und praktisch gebraucht wird der dialogische Umgang, welcher im aufrichtig offenen und demokratisch internationalen Zusammenleben von verschiedenen Völkern existenziell notwendig ist." ""
 4.
"Die Probleme, welche in der Gegenwart die EU bedrohen, kommen aus der Tiefe der Geschichte – Probleme, die ihren kritischen Zustand jetzt generell auch in anderen Bereichen die Welt erreicht haben. .... in der neuen politischen Konstruktion der EU .... erscheinen dieses transparent ...." Probleme, welche bis jetzt in der Klassik gar nicht existierten und nach der alten Methode auch nicht lösbar sind. Ganz neue Problemsituationen verlangen ganz neue Lösungsverfahren. Diese Probleme haben sich erst" in ihrer vollen Bedeutung "in der europäischen Politik der neueren Nachkriegszeit gezeigt. Vorher wurden die Missverständnisse zwischen den Völkern und Staaten kriegerisch gelöst. Diese Alternative ist jetzt hier nicht mehr möglich.
Die Lösungen müssen jetzt aus der Politik kommen. Aber dafür sind fähige Politiker für internationale Dialoge notwendig.
Eine Situation entstand in der Welt, welche für" die gesellschaftliche Entwicklung "der EU unmittelbar entscheidend ist, die aber bis jetzt in der Geschichte noch neu und unbekannt ist.
Deshalb fehlt jede Erfahrung für die Lösungshilfe." Die Geschichte kann Hinweise geben", um den Weg für das richtige Weitergehen zu finden. Dieser neue Weg entstand am frühesten in der Kunst, als sie die Klassik überwand.
Bald sah auch das "neue Denken" in der Philosophie die sich schon am Anfang des 20. Jhd. anbahnende militärische Katastrophe voraus, welche in der klassischen Ethik begründet war.
Gleichzeitig erschien auch Esperanto mit einem konkretem Vorschlag, die klassischen Sprachgegensätze zu lösen.
Bedauerlicherweise sind beide geistige Bewegungen bis auf den heutigen Tag nicht genügend verstanden und ihre Wichtigkeit nicht erkannt worden." ""
 5.
"Zwei geschichtlich wichtige Entwicklungserkenntnisse anzuwenden blieb aus.
Erstens; das dialogische Denken ist nicht konsequent genug angewendet worden in den politischen Dialogen, und
Zweitens; das Erkennen der Sprachprobleme in den internationalen Beziehungen war mangelhaft.
Dazu kam die fehlenden Fähigkeit bei Politikern zeit-adäquat zu handeln. Die meisten blieben in klassischen Werten der Vergangenheit hängen, ohne Bewusstwerdung der neuen Situation, in welcher sich die EU konkret befindet.
Obwohl in der Realität, faktisch mit der Globalisierung, die national beschränkte Denkweise schon überwunden und in der EU diese Erkenntnis schon existenznotwendig geworden ist, fehlen bedauerlicherweise noch solche Politiker, welche diesen Zustand bewusst beherrschen würden.
Die meisten kämpfen noch für die Interessen der eigenen Nation und Staat, oft gegen die europäische Gemeinschaft.
Diese national beschränkten Politiker nutzen die Demokratie aus und nennen ihr eigenes Vorgehen trotzdem demokratisch. Dazu scheint es oft so, als ob sie das Volk populistisch unterstützt und sie somit nur die Erfüllung des Willens des eigenen Volkes betonen." ""
 6.
"Der Fehler liegt beim Nichtverstehen der Demokratie in ihrer Entwicklung.
Die Nationaldemokratie ist schon mehr als 70 Jahren überwunden. Gleichzeitig hat sich auch die Notwendigkeit des neuen dialogischen Denkens gezeigt, welche damals angefangen hat und andauert, ohne jedoch allgemein verstanden zu werden.
Dieses Nichtwissen zeigt sich fatal und aktuell in der EU, welches nun die Weiterentwicklung bremst." "" 
Nach dem klassischen Verständnis einer individuellen Sich-selbst-Bezogenheit ging die nationale Demokratie leicht zum Nationalismus über, der "in Europa schon bedeutend katastrophale Erfahrungen als Ergebnis hatte, aus denen wir lernen sollten. Nach dieser Erfahrung und deshalb, dass sich dies nicht mehr wiederholt, ist die EU entstanden." ""
Dies sollte heutzutage jeder Politiker mit Entscheidungsmacht wissen und im Bewusstsein haben. Ansonsten handelt es sich um einen Mangel an geschichtlicher Bildung "und persönlicher Unzulänglichkeit. Ohne diese Aufgeklärtheit sollte kein Politiker ein Recht haben, an irgendeiner politischen Tätigkeit teilzunehmen, wo von einem EU-Mitglieds-Land sachliche Kompetenz verlangt wird. Geschichtliche Kenntnis und Bewusstsein sind in der heutige Zeit Voraussetzung für jede aufrichtige Politik." ""
 7.
"Wer nicht fähig ist, zwischen der nationalen und internationalen Demokratie zu unterscheiden, diejenige/derjenige, soll kein Recht haben, politisch in der EU zu wirken
Weil die/derjenige dann nicht verstehen kann, was ein Dialog sein soll und folglich auch zum Dialog unfähig ist.
Aber dialogische Fähigkeit ist die erste Voraussetzung für die Politik in der EU.
Weil der Aufbau von Neuem mit Dialogen anfängt. Das Neue, welches auf diese Weise bis jetzt noch nie existierte, aber in der Gegenwart, in der Europäischen Union und in der Welt notwendig geworden ist.
Gleichzeitig geschah auch die Überwindung der Klassik, womit der Weg freigemacht wurde, zum Auslauf in die freie Weite. Befreit von den alten, gegensätzlich dialektischen Konstruktionen, befähigt für den Aufbau von weltweiten Dialogischen Beziehungen." ""
 8.
"Wie etwas Neues mit der internationalen Demokratie aufbauen, welche bis jetzt noch nie existierte? Wo doch bis jetzt richtige internationale Demokratie tatsächlich noch nie funktionieren konnte.
Internationalität selbst gab es schon lange in der Geschichte, zwischen verschiedenen Personen, Teilnehmern an verschiedenen Gemeinschaften (gesellschaftliche, religiöse, Interessen,… usw.)
Aber demokratische Internationalität war bis jetzt noch nie reell erreicht worden. Sie war nur ideologisch erwünscht. Welche z.B. beim letzten ideologischen Versuch des Internationalismus total scheiterte, deformiert in Nationalismus.
Dieses Fiasko fing auch schon an, in der EU zu erscheinen. Wie ist dies zu verhindern? Was machen, damit sich dies nicht wiederholt, damit die internationale Gemeinschaft der EU nicht nur irgendeine ideologische Wunschvorstellung bleibt?
Wo erscheint in der letzten neueren Historie diese Art und Weise, welche bei dem Aufbau von diesem Neuen fähig wäre zu helfen, auch aus der eigenen Entwicklungstradition?
Um nach diesen Lösungen zu suchen, müssen wir zuerst aus der klassisch-europäischen Geschichte lernen, wo sich die Grenzen unserer eigenen Denk- und Verhaltens-Weisen zeigen. Gerade jenes soll zuerst kritisch durchdacht werden, was für uns hochwertig erschien, für welches wir vorher bereit waren, uns auch mit höchsten Opfern zu verteidigen. Patriotismus, Heldenhaftigkeit, Staatsangehörigkeit, Volkszugehörigkeit, ...usw. Alle diese klassische Tugenden hören sich zur Zeit nach der Erfahrung der Tragödien in der neueren Geschichte ganz anders als noch einige tausend Jahre zuvor an, so wie sie noch von den alten Griechen übernommen wurden." ""
 9.
"Wir müssen akzeptieren, was in der Vergangenheit geschah, aber wir müssen aus der Geschichte lernen, bezogen auf die Forderungen der Gegenwart.
Heute sind diese klassischen Tugenden z.B. in der Europäischen Union ganz anders zu bewerten, als in den damaligen Nationalstaaten am Anfang des letzten Jahrhunderts.
Schon damals führte der absolute Glaube an diese Tugenden zur tragischen Katastrophe, welche aber wegen der damaligen Denkweise der überwiegenden Mehrheit des Volkes nicht zu vermeiden war. Nur wenige waren fähig, vorauszudenken und die gewohnten dialektisch-klassischen Kategorien zu verlassen. Unter diesen waren auch einige Esperantisten.
Vergessen wir nicht, dass Esperantisten schon immer bei der Avantgarde der Voraus-denkfähigen waren, welche auf die Kulmination der klassischen Denkweise und die Notwendigkeit des Neuen aufmerksam machten. Eindrucksvolles Beispiel ist L. Zamenhof selbst, der mit seiner neuen dialogischen Denkweise die künstliche* Internationale Sprache in die Wege geleitet hat, als die Überwindung und Befreiung von den Schranken der klassischen Linguistik. Darum ist Esperanto als dialogische Zusammensetzung von verschiedenen Sprachen die Überwindung der Klassik." "" 
10.
"Wie wichtig diese Denkweise wurde, hat sich erst in unserer Gegenwart gezeigt, mit der Notwendigkeit des neuen dialogischen Denkens in der Gesellschaft und in der Natur. Für die Weiterexistenz der Menschheit auf unseren Planeten.
Und für die Esperantisten ist es wichtig, dass das dialogische Denken selbst zum Wesen des Esperanto seit seinen Anfängen gehört. Was EDE speziell betrifft ist, dass das Dialogische Denken für die Erweiterung des politischen Wissens und Bewusstseins vorteilhaft ist .... Dafür ist politisches Handeln notwendig, welches EDE jetzt schon seit 15 Jahren in verschiedenen Europäischen Ländern ausübt. Diese Arbeit wollen wir fortsetzen und vor den EU Parlaments-Wahlen 2019 die Informationen intensivieren, um wieder an den Wahlen teilnehmen können.
Weil die Europäische Demokratie eine existentielle Notwendigkeit ist, welche auch weltweit die Menschlich-liberale Lebensweise beeinflusst. Diese kann gegenwärtig, inter-national aufrichtig, nur mit Esperanto erreicht werden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Eugen Macko, Dr. Phil., Dipl. Ing., vic. Präs. von EDE-fed.

Was zusammenfassend zu sagen ist:
1. Überwiegend herrscht bei den Völkern der EU die" Denkweise in "nationaler Demokratie.
2. Um die Internationale Demokratie in der EU bewusst zu machen, ist Esperanto notwendig.
3. Politische Arbeit ist es, im demokratischen Interesse der Völker die Nutzung von Esperanto als internationale Sprache bekannt zu machen.
4. Diese Aufgabe zu erfüllen, hat sich die internationale politische Bewegung EDE zu eigen gemacht.
5. Aus diesen Fakten folgt: Esperanto ist notwendig für das Zusammenbleiben der EU." ""  
Nationaldemokratien haben sich mehrfach zu Nationaldiktaturen gewandelt. Die heutige EU hat zwar ein Parlament, aber die Teilnehmer (Wähler und Gewählte) haben hauptsächlich nationale Motive. Praktisch besteht die EU aus einer Reihe von -selbstsüchtigen- Nationalstaaten. Eine vielleicht nachvollziehbare Befürchtung ist, daß die EU zentralisiert werden könnte. So ist zumindest die Erfahrung bei Nationalstaaten. Eine Bewegung zurück zum Nationalen würde aber auch nur zum nationalen Zentralismus führen. Eine internationale demokratische Staatsorganisation ist für ein lebensfähiges Europa nötig. Wir sind darauf angewiesen. Eine Zentralisierung wäre ebenfalls auf europäischer Ebene schädlich. Nur ein funktionierender Ausgleich und Dialog kann diese internationale Demokratie entwickeln und bewahren. Dies wird nicht ohne die gemeinsame neutrale internationale Sprache Esperanto funktionieren. Daraus folgt ein europäisches Bewußtsein und die dialogische Fähigkeit, europäische Politik zu gestalten. Oder das Projekt des geeinten Europa ist in großer Gefahr.  
* künstliche Internationale Sprache - Begriff ist umstritten 
20191208SE (z.T. zitiert und sprachlich überarbeitet, ""-Zitat leicht verändert)

 


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Ausgewählte deutsche Beiträge (auch in Esperanto sowie Ungarisch) bei ipernity.com:


Kulturökologie und neues Denken (18.04.2015) 
Kulturekologio kaj nova pensado (18.04.2015)

Europa braucht internationale Demokratie (25.05.2015) 
Europo bezonas internacian demokration (27.05.2015)

Für das Zusammenbleiben der Europäischen Union ist Esperanto notwendig (16.04.2018) 
Por kunrestado de la Europa Unio necesas Esperanto (16.04.2018)
Az Európa Unio megmaradásához eszperantóra van szükség (16.04.2018)


  I. Teil der Vortragsreihe: Austria ist anders als es klassisch erscheint ""
Was könnte die Europäische Union aus der Geschichte
   des Vielvölkerstaates der Habsburgermonarchie lernen?
(28.11.2014)
Kion povus la Europa Unio lerni el la historio
   de la multpopola shtato de la Habsburgmonarhio?
(28.11.2014)

 II. Teil der Vortragsreihe
Die Nationalisierung vom Vielvölkerstaat Austria (06.03.2015)
Naciigho de la multpopola shtato Austrio (06.03.2015)

III. Teil der Vortragsreihe
Entwicklung des Internationalismus (25.09.2015)
Evoluo de la internacionalismo (25.09.2015)

Philosophische Grundgedanken zur EDE Wahlkampagne 2019 (22.06.2019)

Antwort-Kommentar auf die Kritik des Esperanto, aus dem Institut für Psycholinguistik
   bei der Ludwig Maximilians Universität in München
(14.06.2017)

Evidenta nekompreno la esperantecon de Prof. Selten (19.09.2016)