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Kurz und bündig. Der Überfall auf die Ukraine zeigt, daß sich die Europäer einigen müssen. Damit das gelingt, sollten die von EDE vorgeschlagenen -Werkzeuge- genutzt werden. Die gemeinsame neutrale Sprache auf Europaebene führt zu einem Europäischen Bewußtsein. Dies führt zu einem stabileren Europa. So wird Frieden sicherer. Eigentlich ganz einfach. 20220224SE


Wiederholt sich die Geschichte?

Die Ausgaben von UŜE-EĤO aus den 1930er Jahren liegen erst seit kurzer Zeit vor. Leider scheint es nach einer ersten groben Durchsicht irgendeine Annäherung Zauners an die bestehenden Verhältnisse der Epoche gegeben zu haben. Aber das kann genauso gut täuschen. Vielleicht wollte er zu Lebzeiten noch etwas erreichen und suchte nach Kompromissen. War die Nähe zu schon zu groß und war eine solche Nähe den Mächtigen nicht groß genug? Wie weit eine Annäherung ging, ist noch in Prüfung. Und diese Prüfung braucht Geduld. Über die Zeit entstand im UŜE-EĤO ein Trend hin zu stärkeren Tönen. In der vorletzten Ausgabe vom Oktober 1937 (Die Novemberausgabe entfiel) meldete sich ein empörter Leser aus einem damals noch freien und natürlich noch unbesetzten Land zu Wort. Sinngemäß verglich er Vereinigte Staaten von Europa mit den aufgekommenen Diktaturen. Diese Diktatur-Unterstellung gibt es auch heute noch gegenüber der sicher noch nicht ausgereiften EU. Von wem? Man gibt sich nicht klar zu erkennen. Sicher vertreten jene eine nationalistische Ansicht. Viele Nationalisten in den europäischen Staaten, vor allem im mittel-osteuropäischen Bereich, wollen einerseits eine Abspaltung von der EU. Andererseits wollen sie vielleicht doch nicht zurück in ein russisch dominiertes Machtsystem. Doch sie leben in ihrer Sieger-Verlierer-Mentalität. Demnach soll der Stärkste gewinnen. Leider ist dies Ideologie überall Standard. Johnsons (!) Großbritannien ist ohnehin keiner Rede mehr wert. Egoismus und Kurzsichtigkeit. Es ist in sich widersprüchlich, von Nationalisten eine über das Nationale hinausgehende Gerechtigkeit zu erwarten. Nationalismus war immer auch auf Zentralismus und Ungerechtigkeiten angelegt. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß Nationalisten ein geeintes demokratisches Europa anstreben. Zauner hatte sich mit vielen Baustellen herumzuschlagen. In der Leserzuschrift sollte Esperanto nur als weltweite Sprache gesehen werden, statt einer Sprache der Europäer. Die Wahrheit liegt absolut sicher dazwischen. Esperanto als weltweite Sprache findet eben auch eine reale Anwendung in Europa und hat Bedeutung für die Zukunft Europas.

Doch wie sich Zauner gegenüber den Mächtigen verhielt, ist eben noch genauer zu erforschen. Es wäre tragisch, wenn Zauner wichtige Grundsätze verlassen hätte. Ist es denn nun richtig, wenn sich die im Jahr 2003 entstandene Föderation Europa-Demokratie-Esperanto (EDE) überhaupt mit Josef Zauner auseinandersetzt? Schließlich hat sich EDE aus sich heraus ohne besonderes Wissen um davor Geschehenes gegründet, eben weil die Zeit dafür überreif ist. So eine Auseinandersetzung mit der Geschichte kann jedoch nie falsch sein. Bis zu einem zu findenden Zeitpunkt des frühen Zauners kann man wohl auch heute mitgehen, auch beim Streit, ob Esperanto entweder für die Welt oder für Europa da ist. Beide Aspekte haben ihre Argumente. Problematisch ist, wenn Zauner in der Zeit der Diktaturen noch auf sein Ziel hoffte und versuchte, sich an die Zeit anzupassen. Letztlich rettet dieses Verhalten nichts.


Abbildung: Zwischen den Spalten werden die Leser um ein eher vorsichtiges Verhalten gebeten.

Wenn es auch viele nicht wahrhaben wollen, auch heute ist nationales Denken in den politischen Parteien und Strömungen die Regel! Und aus dieser gemütlichen Position heraus wird argumentiert. Von den mehrheitlich national denkenden Bürgern und ihren Medien kann auch heute niemand erwarten, daß sie für ein geeintes Europa mit wirklich gleichberechtigten Bürgern eintreten. Dort wirken die alten gefestigten Ideologien, die aus den nationalen Geschichts-Erzählungen vor allem aus dem 19.Jahrhundert weiterwirken. Zauner hätte wohl einige Nummern eher aufhören sollen, schon um sein Gewissen reinhalten zu können. Und irgendetwas, das noch zu erforschen ist, passierte und es erschien ab 1938 keine Ausgabe mehr. Woran lag das? Wurde zu wenig Geld überwiesen? Sank die Zahl der Leser, weil immer mehr Diktaturen den Zugang sperrten? Oder wurde die Zeitschrift in Rumänien verboten, weil sie immer noch zu liberal war? Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet und eigentlich sollten unsere europäischen Gesellschaften ihre wissenschaftliche Arbeit leisten! Doch sie bemerken nicht, wie sehr sie selbst noch in den nationalen Kategorien denken. Sie bleiben national ausgerichtet, trotz aller Weltoffenheits-Tünche. Nur Krisen wie Kriege führen zu einem kurzzeitigen hastigen Zusammenflicken der europäischen Teile. Die europäischen Gesellschaften stellen weiterhin latent die Idee Esperanto in Frage, betrachten sie skeptisch, lehnen sie ab oder bekämpfen sie. Dies nur, weil es nicht in ihre Ideologien passt. Dafür bringen sie meist keine oder schwache Behauptungen vor. Wer ist neutral und gefestigt genug, um sich der Erforschung zu stellen und kann eine verantwortungsvolle Analyse betreiben, liebe Fachleute? Soll, kann und muß EDE diese Bewältigung für die Gesellschaften übernehmen? Gesellschaften, die einen Teil der Geschichte ausblenden? Zum Beispiel, daß es vor 1945 bereits Pro-Europa-Entwicklungen gab?

Die Auswertung zu Zauners Aussagen wird also zwangsläufig noch etwas Zeit brauchen. Längst brauchten wir dieses wahrhaft geeinte Europa in Vielfalt. In der Praxis verbreiten sich nationalistische Ansichten, Diktatoren können wieder in Europa Kriege führen. Man hat viel zu wenig aus der Geschichte gelernt. Seit es Esperanto gibt, werden immer wieder Esperantisten zum Stillhalten gezwungen. Sollten sie ihre Ideale zu lange weiterverfolgen und nicht rechtzeitig Ruhe geben, geraten sie in die Konflikte der gesamten Gesellschaften. Möglich, daß auch hier irgendwann politische Meinungen stummgeschaltet werden. Immerhin ist es sogar in der EU schwer, die Idee Esperanto für Europa öffentlich zu machen. Bevor wir Europäer uns in den dann natürlich nationalen Diktaturen wiederfinden, müssen wir laut genug sein, übrigens auch viele Esperantisten. Wenn es dann wiedermal zu spät sein würde, können wir nur noch schweigen. Doch wer schon jetzt schweigt, muß das später mit seinem Gewissen abmachen. Bei all dem stellt sich im aktuellen Zustand eines gegen die weltweiten und europäischen Werte gerichteten Krieges folgende Frage: Wie geht es im Moment den unpolitischen Esperantisten in Russland?
Es folgt ein sehr aktuell klingender Auszug des frühen Zauner aus der Maiausgabe 1933 des UŜE-EĤO:

ALVOKO / AUFRUF
In den letzten Wochen entwickelte sich das politische Leben viel aktiver. ....
Millionen von Europäern fühlen, daß der Europanismus kommen muss. Millionen Europäer wissen, daß er den gangbaren Weg für alle bedeutet. Das, was bis jetzt fehlte, war der Weg zum Europanismus. Es fehlte seine Beschreibung, |Definition|, und sein Haupt-Ausdrucksmittel war nicht bekannt. Nur wenige wissen heute, daß der Europanismus hauptsächlich durch die Europäische Sprache ausgedrückt wird. Sie ist dieses hörbare und sichtbare Symbol. Auch nur wenige wissen, daß die erste Station des Weges zum Europanismus die Europäische Sprache ist. Nur sehr wenige wissen dieses, und nicht die Massen der Europäer. ....



Aktuelles zur Petition: Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum
(Eŭropa Higiena Muzeo)

Die aktuelle Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Vermittlung eines umsichtigen Verhaltens ist. Bürger brauchen Aufklärung zu Hygiene und Gesundheit. Das Deutsche Hygiene-Museum wurde aus diesem Grund gegründet und diese Aufgabe bleibt aktuell. Doch die Zeit für nationale Alleingänge ist lange vorbei. Die Welt hat sich geändert, Europa organisiert sich. Heute scheint das Museum seine eigentliche Aufgabe und die überregionale Bedeutung verloren zu haben. Dabei wird längst ein Hygiene-Museum auf europäischer Ebene gebraucht. Alle Bürger Europas haben einen Anspruch auf gute Information zu Hygiene- und Gesundheitsfragen in ihrer Sprache. ....
Petition: Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo)
NEUIGKEITEN (1) Aktuelles und Historisches: Die Petition wurde am Sa (22.05.2021) direkt über die Petitionsseite des Freistaates Sachen und hier bei Change.org eingereicht. Im Antwortschreiben des Sächsischen Landtages vom 27.05.2021 mit dem Titel "Deutsches Hygienemuseum Dresden" wurde Eingang und Bearbeitung bestätigt.
Es gibt eine Vorgeschichte. Hinter dem heutigen Museumbau ....
Petitionsseite Landtag Sachsen
Standort IV. Esperanto-Weltkongreß 1908
Esperanto-Geschichte in Dresden
StadtwikiDD
Iris Edenheiser
20210601SE
Inzwischen wurde die Petition in der Ausschußsitzung (25.01.2022) behandelt. Eine Bestätigung muß im Plenum (09.-10.02.2022) erfolgen. Danach wird der Vorsitzende den Abschlußbericht zusenden. Und jetzt warten wir gespannt auf das Egebnis. 2021090120220203SE
NEUIGKEITEN (2): Kleine Auswertung zu Petition 07/01237/7 "EU braucht EHM (Higiena Muzeo)"
"Beschlussempfehlung: Der Petition kann nicht abgeholfen werden."
Heute (20220209) wird die Petition im Landtag "durchgewunken". Die Ablehnung war zu erwarten. Doch etwas zu versuchen, kann nie schaden. Die kleine Auswertung bringt sicher auch einen Lerneffekt. ....
Wir werden also abwarten, welchen Kurs mit welcher Politik das so weltoffen agierende Deutsche-Hygiene-Museum fahren wird. Schließlich sind wir alle nur kleine Mitspieler im Großenganzen. Mir ist in jedem Fall ein Museum der Aufklärung für Europa lieber als ein Ort, der seinen neue zugewiesenen Platz wohl erst noch finden muß.
Landtag Sachsen Tagesordnung 44. Plenarsitzung am 09.02.2022 (TOP13)
Landtag Sachsen Protokoll Drucksache Petitionen Drucksache 7/8975
1) Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo)
2) Aktuelles und Historisches
3) Beschlussempfehlung: Der Petition kann nicht abgeholfen werden. 
Vollständiger Text vorerst auf Aktuell-Seite
2022020920220224SE

Sollte eine geplante Sprache wie Esperanto als Lingua franca international gefördert werden?

Die Europäische Kommission finanzierte die Forschung zur "Mobilität und Inklusion in einem mehrsprachigen Europa". Prof. François Grin koordinierte das Projekt MIME in Bezug auf Esperanto. Mitwirkung war erwünscht. Das Ergebnis des Projekts, ein "Katalog von politisch relevanten Vorschlägen", ist in einer englischsprachigen PDF-Datei enthalten und abrufbar. Auf zwei Seiten wird Esperanto behandelt. Sabine Fiedler und Cyril Brosch von der Universität Leipzig brachten die Vorschläge für ein zukunftsfähiges Europa ein.
Was wir suchen? – Illustrationen und Beweise – Politische Auswirkungen – Referenzen und Vertiefung
mime-project.org/vademecum (vademecum Original PDF)
Sollte eine geplante Sprache wie Esperanto als Lingua franca international gefördert werden? (Deutsch PDF)
europe2019.org/TradMIME (vademecum Französisch PDF)
Also, Sollte eine geplante Sprache wie Esperanto als Lingua franca international gefördert werden? Sie sollte natürlich.

Kann eine demokratische Gesellschaft ohne Disput überleben?
Und gibt es eine solche Gesellschaft überhaupt in der EU?

Anlaß zur Diskussion über Mehrsprachigkeit in Europa war der Europäische Tag der Sprachen. Im Vordergrund der Diskussion stand das Erleben innerhalb einer Stadt wie Berlin. Natürlich spielt dort Mehrsprachigkeit eine Rolle. Es existieren zumindest teilweise unterschiedliche Gesellschaften. In der Diskussion nichts neues. Man wolle keine "Einheitssprache". Die Landessprachen in den Ländern wurden relativiert, englisch als Lingua franca hingenommen. Also wurden nur Gegebenheiten benannt. Visionen für Europa waren nicht zu erkennen. Von Esperanto war nichts zu hören. Wozu also irgendetwas öffentlich ausdiskutieren? Wer sich hierbei lautstark einbringen müsste, existiert nicht. Die europäische Öffentlichkeit, deren Voraussetzung u.a. Esperanto ist, existiert nicht. Erst sie könnte ein zukunftsfähiges Europa ermöglichen. Dann wäre die EU demokratisch. Doch leider verstehen das auch die nach uns entstandenen Europaakteure noch nicht.
Diskussion youtu.be
Zur Diskussion bei twitter 
2021093020211005SE


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Neuerdings werden wir in einigen Medien Esperanto-Partei genannt. Dies erschwert natürlich die Suche im Internet. Also nochmal: Mit einer sogenannten Esperantopartei ist sehr oft Europa-Demokratie-Esperanto gemeint!