Individuelle Gedanken - Steffen Eitner (EDE)

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Steffen Eitner (EDE)

 

 



 
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Quelle: privat

Bearbeitung: St.Eitner 20190916

Bildung |Anerkennung bei Wettbewerben| |Europäisches Basiswissen|
Geopolitik |Territoriale Ordnung und Zugehörigkeiten der Bürger in Europa|
Geopolitik |Drei Ungleiche Verwandte|
Soziales / Lebensqualität
Medien |Inhalte|
Medien |Technologie|
Verkehr |Technik|
Verkehr |Organisation und Vernetzung|
Umweltpolitik | Energietechnologie
Esperanto zu europäisch?
Muttersprache
mehr auf persönlicher E-D-E-Seite 


edexgeopolitik edexeuroidenti edexstatsitucelo
Es ist kein Zeichen von mangelnden Ideen, wenn E-D-E sich auf die wesentlichen und E-D-E-typischen Fragen beschränkt. Die Bedingungen in der Gesellschaft verlangen diese Ausformung. Ich könnte auch damit leben, wenn wir uns einer progressiven sozialen und ökologischen Sicht zugehörig fühlen. Für E-D-E braucht dies heute nicht im Vordergrund stehen. Hier also die "anderen" Themen:


Bildung |Anerkennung bei Wettbewerben| |Europäisches Basiswissen|

Eine bescheidene Forderung ist die Anerkennung der Sprache Esperanto bei europaweiten Sprachwettbewerben. Immer wieder wird die besondere Eigenschaft als neutrale nichtnationale Zweitsprache benutzt, um die Sprache nicht zuzulassen. Diese Benachteiligung muß aufhören! Europa ist zu wichtig, als daß wir von oben verordnet nur auf Nationalsprachen angewiesen sein sollen!
Bildung ist Ländersache, in Deutschland also Regionalsache. Ich empfinde mich auch als Regionalist. Der Föderalismus sollte wegen Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Schulabschlüssen in Nachbarländern nicht verdammt werden. Trotzdem wünsche ich mir eine Mitarbeit aller europäischen Regionen und Staaten bei der Schaffung einer längst überfälligen gemeinsamen Wissensgrundlage. Selbst deren Inhalt ändert sich dann dynamisch. Kein Land brauchte ein Problem damit haben, wenn ein allgemein gültiges grundlegendes "Wissenspaket" zum Einsatz in den eigenen Schulen kommt. Das Wissen sollte für alle lernenden
Altersgruppen strukturiert werden, also für Kindergartenkinder bis hin zu Studenten und Berufsschülern.
Da es sich dabei um ein Basiswissen handelt, etwa ein Viertel des zu vermittelnden Wissens, bleibt den Ländern genügend Freiraum beim Auffüllen der Lehrpläne. Viel bekannter Stoff findet sich auch dort wieder. Die Bürger Europas hätten umsomehr die Chance, sich über die grundlegenden Inhalte austauschen zu können. Eines der größten Herausforderungen stellt der Geschichtsunterricht dar, da in jeder Kultur und Sprache ein eigenes Welt- und Geschichtsbild vorherrscht. Es sollte also neben den gegebenen Varianten auch das Europäische
Basiswissen Geschichte vermittelt werden. Weitere grundlegende Aufgaben sind gleichwertige naturwissenschaftliche und musische Fächer, das Beherrschen der Muttersprache, sowie ein vorgeschalteter Sprachgrundkurs.
Da sich die neutrale klar geordnete Sprache Esperanto vorzüglich als erste zu erlernende Sprache eignet (Propädeutik), würde der Einsatz in dem ersten Jahr einen positiven Lerneffekt hervorrufen. Weitere Sprachen werden danach deutlich besser gelernt, der Zeitaufwand wird reduziert. Nach dem Esperantojahr ist eine Esperanto-AG in der Schule empfehlenswert, da dann internationale / europäische Kontakte besser gepflegt werden können. (Zeitraum 24.07.2010 SE)

Besser als bei anderen Sprachen könnte "Sprache lernen mit Bewegung" gerade bei Esperanto funktionieren. Denn hier ist es möglich, das System mit seinen bedeutungsvollen Vor- und Nachsilben sowie den Wortendungen in Haltungen darzustellen. Diese lassen sich besonders gut verinnerlichen. Die einzelnen Haltungen sind noch nicht zuende festgelegt. Sie sollten in der Praxis erarbeitet werden. 20190917SE 
SPRACHE LERNEN MIT BEWEGUNG (BEISPIEL ESPERANTO)
Bewegtes Lernen - Esperantogrammatik als Bewegungsübung


Geopolitik |Territoriale Ordnung und Zugehörigkeiten der Bürger in Europa|
Friedenspolitik - gelungene Sprachen- und damit Identitätspolitik

edexgeopolitik EDE setzt sich in besonderer Weise mit der Fragestellung des gleichberechtigten Zusammenlebens der Europäer auseinander und ist bei Bewertung und Lösungsansatz den anderen europäischen Vereinigungen voraus. Esperanto selbst ist keine Sprache einer Elite, zumal nicht der Geld-und-Macht-Elite der Bundesrepublik, sondern kann eher als eine sich für die Gesellschaft verantwortlich fühlende Pro-Europa-Avantgarde verstanden werden.
Wenn sich im Fernsehen die Bürger zu Europa äußern, fallen scheinbar widersprüchliche Aussagen. Man wünscht keine Bevormundung durch ein fernes Brüssel, das ja die konkrete Situation nicht kennt. Andererseits wird gefragt, ob nicht wie bei den nationalen Nachbarn auch auf Deutschlands Autobahnen eine spezielle PKW-Maut einzuführen ist. Wer soll also wofür kompetent sein, was kann jeder am Ort entscheiden (Subsidiarität), was sollte einheitlich geschehen? Was zeichnet eigentlich ein allgemeingültiges Gesetz aus? Muß jede Nation eigene Gesetze haben? Was ist die Aufgabe eines Bundeslandes? Ist der Aufbau der BRD optimal, wenn der Bundesrat durch zentrale bestimmte Parteienpolitik überlagert wird? Und wie kann ein Europa der Regionen geschaffen werden?
Was ist höher zu bewerten, die historische Einheit eines politischen Gebildes oder die tatsächliche ethnisch-kulturelle Zusammensetzung eines Gebietes. Ein Beispiel. Was ist besser? Der Kosovo ist wegen seiner Bevölkerung eigenständig oder ein dort bereits bestehender serbischer Staat übt die Macht aus? Eine einfache Antwort ist nicht zu finden. Um nach außen stark zu sein, entstanden Nationen, relativ früh am Atlantik. Dabei mussten unterlegene Völker (im Inneren) einen Teil ihrer Identität aufgeben. Darum sind auch heute solche Fragen aktuell, zum Beispiel wieviel Autonomie die Katalanen haben dürfen. Oder wie ist es in Ostsachsen? Nachdem Slawen einwanderten, kamen dann auch die Deutschen, gründeten Städte, aber auch einen Staat. Bestrebungen, einen sorbischen Staat zu gründen, gab es immer mal wieder. Er würde sich aber auf einem Gebiet befinden, auf dem sich historisch gewachsene politische Gebilde, heute Bundesländer, befinden. Erschwert wird die Sache durch das Ergebnis des Wiener Kongresses 1815, als Sachsen zwischen den großen ostorientierten deutschen Mächten Preußen und Österreich fast beseitigt wurde. Am Ende wurde die Fläche halbiert und die nördlichen Teile auf drei preussische Provinzen verteilt. So kommt es, das sich heute viele Görlitzer als Schlesier fühlen. Da aber die Grenze Preußens durch die Oberlausitz gezogen wurde, fühlen sich die Oberlausitzer auf der westlicheren Seite eher als Sachsen und mögen die künstliche Teilung der Oberlausitz nicht. Nicht zu vergessen ist die Auflösung Preussens 1947, wodurch die südwestlichen Gebiete Schlesiens (Görlitz) wieder zu Sachsen kamen. Auf jeden Fall ist das Heimatgefühl in manchen Dingen im Osten Sachsens doch wieder recht verwandt, trotz unterschiedlichster Vorzeichen.
Ein anderes die Region berührendes Thema ist die offiziell geäußerte Ansicht, es sei immer effizienter, die Zahl der Bundesländer zu reduzieren. So gibt es Kräfte, die Leipzig zu einer Hauptstadt eines Phantasielandes Mitteldeutschland machen wollen. Ein ehemaliger Bürgermeister der Stadt, später deutscher Verkehrsminister, möchte dies auch und so passt die Vernachlässigung der europäischen Anbindung im Raum in Richtung Polen und Tschechien zu dieser Aussage. Selbst die offizielle Politik Sachsens und des Raumes Dresden protestierte gegen die Vernachlässigung der Bahnanbindung. Das alte nationale Denken wird weitergeführt, hauptsächlich die Verbindung Westdeutschlands zu (West-)Berlin wird vorangetrieben. Mitten in Europa wird hier ein Randgebilde konstruiert. Das ist kontraproduktiv und schadet Europa!
Sieht man sich im ZDF die heute-Sendung an, dann erkennt man, daß Europa keine Rolle spielt. Im Hintergrund ist eine Weltkarte der Einflußbereiche zu sehen. Ein paar westeuropäische Nationen stehen für sich allein herum, vor Polen ist wohl schon das Ende der Welt erreicht. Will man sich dort einer erhofften Entwicklung hingeben? Kann man soetwas hoffen? heute.de
Und was meint Frau Merkel bei ihrer Zwischenbilanz vor der Sommerpause (21.07.2010) zu den künftigen Militärausgaben? "....daß sich die Sicherheitslage auch potentiell immer wieder verändern kann. Ich kann ja nicht vom heutigen Status ausgehend sagen: das wird für alle Zeit so bleiben, sondern ich muß eine Komponente immer im Auge haben, zum Beispiel die sagt: Vielleicht muß ich auch mal wieder Landesverteidigung im klassischen Sinne machen. Das können wir nie ausschließen. Das ist, heute erscheint das jetzt nicht als der wahrscheinlichste Fall, aber völlig ausschließen kann ich es nicht...."
bundeskanzlerin.de/ Artikel/2010/07/2010-07-21 :-(
Die Frage ist, was man unter Pazifismus versteht. Aber friedliebend sollte die Grundhaltung jeglicher Politik sein. Krieg führen ist bereits ein Versagen. Fest steht: Wenn sich die Menschen nicht mit einer Gemeinschaft identifizieren, kann es unter ihnen leichter zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen. Wenn wir Europäer den Spagat zwischen Einheit und Vielfalt nicht schaffen, kann es zum Auseinanderdriften mit all den damit verbundenen Gefahren kommen. Um das Problem lösen zu können, muß man zuerst sehr rational bewerten und sich immer fragen, ob das Ergebnis gerecht ist.
Die Geschichte der Kulturräume ist vielfältig. Das ist ein Reichtum. Aber warum soll jedes überall entstehende Problem überall anders bewältigt werden? Ist es nicht besser, die Erfahrung aller teilnehmenden Länder zu prüfen und gemeinsame Normen zu finden? Nicht alles muß gemeinsam geregelt werden, aber wer legt fest, wo es sinnvoll ist? Die Bürger wollen manchmal Eigenständigkeit, aber auch eine gemeinsame Regelung zwischen Nationen.
Zu schaffen ist also eine nachvollziehbare Regel, die alle Bürger der EU leben können. Dazu bedarf es nicht der Quadratur des Kreises! Der Mensch ist die Grundlage der Politik. Ohne Zugehörigkeitsgefühl und Vertrauen kann sich die beste Währung nicht voll entfalten. Nötig ist also eine Identität als Europäer. Ein Mensch ordnet sich einem Umfeld zu und erkennt sich darin wieder. Ob im unmittelbaren Bereich, ob in der Heimatstadt, der Subregion, dem Land, dem Nationalstaat oder Sprachraum, dem Kultur-Kontinent, der Erde - immer braucht der Mensch das gute Gefühl einer Zugehörigkeit. Natürlich arbeitet EDE mit einer weltweiten Idee, konkret ist die EU das politische Feld. Die verschiedenen Ebenen, also Kommunen, Bundesländer, Staaten und die Behörden der EU haben ihren speziellen Aufgabenbereich. Nun sollten aber alle Ebenen direkt, also quer, ihre typischen Fragen bewerten und sich austauschen. Hierarchien sind flachzuhalten. Es ist immer besser, auf einer Ebene wird ein Ergebnis erzielt, als daß von "oben" irgendein Druck ausgeübt wird. Subsidiarität wird so verstanden, daß Probleme möglichst am Ort, an dem sie auftreten, auch gelöst werden. Aufgrund ähnlicher Themen sollten also Bürger und Kommunen, Regionen, Staaten sowie Europa alle Fragen angehen. Natürlich sind überall dort gewählte Parlamente nötig. Wobei bei einer konsequenten Zuweisung der Zuständigkeiten insgesamt der bürokratische Aufwand sinkt. Unnötig gewordene nationale Institutionen werden an die kompetenteren Ebenen überwiesen.
Jeglicher Zentralismus soll und kann vermieden werden. Auch wenn für Europa gemeinsame Gesetze und Regeln geschaffen werden sollen, es ist ein Unterschied, ob eine ferne Zentrale unter Umständen weltentrückt eine Entscheidung trifft, oder ob sie durch eine Gemeinschaft der betroffenen Ebene entsteht. Zentralismusargumente von Europagegnern oder Skeptikern sollen keinen realen Nährboden mehr vorfinden! Bei sehr speziellen territorialen Besonderheiten sind neben den Kernregelungen immer auch individuelle Lösungen umzusetzen. Trotzdem wird Europa nicht ohne einheitliche Gesetze dauerhaft funktionieren. Wie aber all das ohne eine direkt gleichberechtigte Kommunikation gehen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Wird die Chance Europa genutzt, dann mit Esperanto. (Zeitraum nach 24.07.2010 SE)

Geopolitik |Drei Ungleiche Verwandte|

edexgeopolitik Die Welt ist größer. Wir brauchen die vereinten Nationen. Sie sollten mehr Gewicht haben. Natürlich kann die folgende thematische Behandlung dreier Räume innerhalb einer komplexen Welt nur eine Vereinfachung sein. Aber es gibt gute Gründe, sich mit ihnen in dieser eingeschränkten Konstellation auseinanderzusetzen. Dieser Raum und besonders die Ära des Wachstums, verlaufend etwa zwischen 18. und 21. Jahrhundert, haben Bedeutung für die weltweite Entwicklung. Europa war nicht nur ein aussendender Kontinent, er war auch Empfänger. Die in den Gesellschaften allgemein bekannten Fakten scheinen vielleicht hier zu kurz zu kommen, doch so ist das nicht zu verstehen. Eine Blickerweiterung ist sinnvoll und wird hier vorgenommen.
1901 veröffentlichte William Thomas Stead sein Buch "Die Amerikanisierung der Welt". Er sah eine Vereinigung der englischsprachigen Staaten. Diese Staaten entstanden in der Folge der Kolonialisierung, welche auch von anderen Atlantikanrainern wie zum Beispiel Frankreich, Spanien und Portugal betrieben wurden. Doch sollte man auch nicht die Kolonisatoren im Osten vergessen. In einem kleinerem Maßstab gab es vor und während der hier beschriebenen Ära auch Ostexpansionen innerhalb Europas. Die neuere Geschichte Europas (etwa ab 17. Jahrhundert) hat viel mit der Entwicklung zu Nationalstaaten zu tun. Je nach geographischer Lage verlief diese Entwicklung unterschiedlich schnell.
Die Situation hat sich längst umgekehrt. Denn die alten Gesellschaften der Kolonisten, welche die Welt von Europa aus eroberten und die gewohnte Umgebung verließen, haben längst ihre Begehrlichkeiten auf den Kontinent zurück gerichtet. Man hat Appetit und möchte etwas vom Kuchen haben. Aber das kann nicht im Sinn Europas sein. Dieser Prozess einer gewissen Quasi-Kolonisierung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts offensichtlich. Europa war vielfältig, aber auch zerrissen. Das musste vor allem den USA gefallen. Doch erst durch die Weltkriege und den Nachkriegsentwicklungen stieg der Einfluß der Sieger stark. Diese Aufteilungs-Begehrlichkeiten wurden zumindest vereinzelt vorausgesehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden solche damals bereits bestehenden Interessen auf der Europakarte sichtbar. Nicht nur Deutschland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geteilt. Bis auf Ausnahmen schlug man den Kontinent den beiden Supermächten zu. Nach dem Heißen Krieg mit dem Sieg über das Hitlersystem kam es unter den Siegern ziemlich schnell zum Kalten Krieg. So entstanden zwei Welten auf der Erdkugel, im Osten mit einem neuen Gesellschaftssystem-Versuch, im Westen mit einen klassischeren Modell. Doch ging es im Hintergrund um durchaus kulturell und national begründete Machtinteressen. Der "Rest der Welt" wurde jeweils direkt den Einflußgebieten der Supermächte zugerechnet oder er wurde als möglicher künftiger Zugehöriger angesehen. Erst die politische Wende von 1989 ermöglichte, den Traum eines vereinigten Europas weiter voranzubringen, auch wenn sich die an der Wirtschaft orientierte EWG (Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft) im Westen Europas bereits entwickelte. Im Osten war der RGW (Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe) ein Gegenstück dazu. Wirtschaftliche Gesichtspunkte dominieren ja auch heute noch die Sicht auf eine zu einigende Europäische Union.
Aktuell wird über die Berechtigung und Form der NATO diskutiert. Wer hat einen Nutzen von dieser militärischen Organisation? Und wem schadet sie? Sollte man sich neu mit einem alten Gedanken befassen, dem Vorschlag einer Aufnahme Rußlands? Sollte ein geeintes Europa eine gemeinsame Armee neben oder innerhalb der Nato unterhalten? Über Großbritannien braucht man nicht diskutieren. Dort wird bei zu vielen Bürgern ein vergangener Traum von Weltherrschaft geträumt. Doch wie ordnet man das große Russland ein? Waren deren russische Bewohner nicht auch auf einem Eroberungspfad nach Osten und haben sie sich nicht auch zurück in Richtung Europa bewegt? Wie sich Staaten mit ihren Gesellschaften entwickeln, hängt stark von den geographischen Gegebenheiten ab. Nicht zufällig fallen sie in Krisenzeiten in ihre alten Muster zurück. Doch sind die Aussagen nicht gegen Menschen und Bürger und nicht gegen irgendein Land der Welt gerichtet. Geopolitik ist von der geographischen Lage abhängig. Hier geht es nicht um gut oder böse. Dargestellt wird die Situation von Gesellschaften, welche sich ja auch zum Teil kulturell nahe genug stehen, in ihrem Bezug auf die geographische Lage. Natürlich abstrakt.

Die ungleichen Strukturen der Verwandten
In dieser Geschichte bildeten sich also je nach Entwicklungsstand geographisch bedingt unterschiedliche Strukturen heraus. Und dies lässt sich aus dem Weltraum beobachten. Hinter dem Begriff Lichtverschmutzung verbirgt sich der Lichtschein der Erde auf der gerade dunklen Seite. Zu sehen sind die Lichter der Zivilisation. Eines Tages werden diese Lichter vielleicht weniger ins All gestrahlt, aber im Moment zeigt das Licht an, wie sich Gesellschaften vernetzen. Von links nach rechts. Die USA sind in Annäherung in Raster eingeteilt. Nicht nur Landesgrenzen sind im Raster, auch Städte und deren Verbindungen leuchten auf. Früh kam die Rasterung des eroberten Gebietes, danach Anpassungen an Landschaften. Die europäischen Gesellschaften haben eine längere und umfangreichere Geschichte, Siedlungen sind älter und Wege mehr an die natürliche Lage angepasst. Wie auch in den USA ist Europa relativ dezentral strukturiert, allerdings nicht so gerastert. Rechts davon, im Übergang zu einer klimatisch herausfordernden Weltregion befindet sich ein Kernbereich Rußlands. Wie bei einem Spinnennetz verlaufen weite Verbindungen um ein Zentrum. Natürlich sind auch dort Unterzentren, aber das Spinnennetz ist deutlich sichtbar.
Vereinfacht kann man sich die drei ungleichen Verwandten als ein horizontales Band vorstellen. Links die USA, in der Mitte Europa und rechts Rußland. Europa wird von jenen flankiert, die sich von Europa aus aufmachten, die außereuropäische Welt einzunehmen. Europa selbst ist vereinfachend in vier Bereiche eingeteilt.

- Links im Westen befindet sich die Gruppe der Atlantikanrainer. Sie nationalisierten sich wegen ihrer offenen Lage früher als andere. Nach innen wurde diese Nationalisierung auf Kosten kleinerer Regionen und Völker geführt, um nach außen stark zu sein. Damit konnten sie Gebiete in Übersee kolonisieren. Zusammen mit den USA, dem Atlantikanrainer auf der anderen Seite, werden sie wahrscheinlich als "der Westen" angesehen. Darunter wieder besonders die englischsprachigen Staaten. Wer ist "der Westen"? Also immer etwas, was nicht so recht mit dem gesamten Europa gleichsetzbar ist.
- Es folgt die Gruppe der Mittelwestlichen Völker, z.B. Deutschland oder Italien. Dort entstanden die "modernen" Nationen etwas später.
- Die Mittelöstlichen Völker hatten lange Zeit nicht die Chance, solche "modernen Nationen" zu gründen. Sie wurden von Staaten der Mittelwestlichen Gruppe, z.B. eigenständigen deutschen Staaten, sowie von Osten her beherrscht.
- Die Östliche Gruppe besteht im Wesentlichen aus den unmittelbar vor Rußland liegenden Staaten und ist im Süden vom Osmanischen Reich beeinflusst. Auch dort war die Existenz von eigenständigen Staaten schwierig.

Historische und denkbare geopolitische Konstellationen
Wie könnten die drei ungleichen verwandten Gesellschaften kooperieren? Dazu folgen hier vier „Denkbarkeiten“:

1.) Diese Form ist eigentlich recht bekannt, doch vielen Bürgern nicht mehr so bewußt. Es ist die Form des geteilten Europas. Nicht wünschenswert, aber leider nicht völlig unmöglich. Denn Nationalisten arbeiten an einer Zerstörung der gerade entstehenden Struktur eines sich einigenden Europas. Die Kriegsgefahr steigt, aber auch die Begehrlichkeiten von Supermächten. Und die Welt wäre umso mehr geteilt.

2.) Die aus heutiger Sicht naheliegendste Form ist die dreigeteilte, in deren Mitte ein vom Grafen Coudenhove-Kalergi angenommenes "Paneuropa" liegt. Es entspricht etwa dem geographischen Europa ohne Rußland (bei Coudenhove-Kalergi zusätzlich ohne Großbritannien) sowie etwa der EU. Diese Realität muß weiterentwickelt und stabilisiert werden. Hier ist auch EDE so aktiv wie es machbar ist.

3.) Auch wenn man Josef Zauner in diese Punkt nicht so recht zustimmen braucht, interessant ist sein Vorschlag. Nicht nur Großbritannien, auch Rußland sollte in seinem Vorschlag zu den Vereinigten Staaten von Europa gehören. Das würde zu einer Gliederung in zwei statt in drei Teile führen.

4.) Auf der Landkarte wird folgender Unterschied besonders deutlich. Europa und der nördliche Teil Asiens sind sehr verschieden. Wie sollte einfach so eine Union zustande gebracht werden können? Wäre es auf längere Frist nicht eher gut, wenn sich alle Europäer, also bei Zugehörigkeit des europäischen Kernrußlands vereinigen würden? Zu klären wäre dann, in welcher Position der asiatische Teil Rußlands stehen soll. Dies ist weniger ein Interessengebiet für die westlichen Europäer, dagegen bleibt es aber wichtig insbesondere für die Russen. Deren enge Bindung ist nachvollziehbar. Doch wie sollte das zu klären sein? Vielleicht durch eine Abstufung der Zuständigkeiten von West nach Ost? An einer solchen einschneidenden Umsetzung müssten alle beteiligten Völker gleichberechtigt beteiligt sein und gleichzeitig gegenseitig auf Machtansprüche und Zentralismus verzichten. Ja, es könnte schnell etwas böswilliges unterstellt werden. Keine Angst, die Realität sieht anders aus als solche Gedankenspiele. Doch brächte ein solches Europa allen Vorteile. Zumindest scheint die hier gezeigte regulierende Umformung immer noch leichter als die von Zauner vorgeschlagene Lösung. Der Klimawandel hat einen starken Einfluß auf die Lebensbedingungen. So werden neue Gebiete erschlossen, was für die Umwelt problematisch sein kann. Zu Klimaveränderungen kommen die gesellschaftlichen Umbrüche und Einwanderungen, übrigens über die gesamte Breite der drei ungleichen Verwandten. Probleme entstehen und sie brauchen nicht kleingeredet werden. Alles Theorie, wir arbeiten an der Einigung Europas, das eine Grenze zu Rußland hat, auch wenn diese noch nicht vollständig klar ist. Wir werden in jedem Fall dringend ein demokratisches Europa brauchen, um die künftigen Probleme lösen zu können.

In der Konsequenz ist zu erkennen, daß die alten Werkzeuge wie der klassische Nationalstaat in der heutigen noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Denkweise längst stumpf geworden sind. Jeglicher Zentralismus ist abzulehnen, er soll und kann vermieden werden. Die Demokratie ist Bedingung. Je nach Zuständigkeit kann Europa durchaus einige ehemals national geregelte Bereiche übernehmen und gemeinschaftlich verwalten. Fragen können gemeinschaftlich beantwortet werden, wenn es klare Regelungen gibt. Auch wenn für Europa gemeinsame Gesetze und Regeln geschaffen werden sollen, es ist ein Unterschied, ob eine ferne Zentrale unter Umständen weltentrückt eine Entscheidung trifft, oder ob sie durch eine Gemeinschaft der betroffenen Ebene entsteht. Die eigentlichen Probleme liegen nicht im kulturellen Bereich, sondern in den Auffassungen zu Staatsstrukturen, Gleichberechtigung der Völker und der Demokratie. Was auch immer für Interessen vertreten werden, wir Europäer müssen uns über uns bewusst werden, damit Europa gelingt und der Welt friedlich gegenüber steht. Das nützt auch den Verwandten.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends bildete sich eine neue Verschwörungstheorie um Coudenhove-Kalergi. Ich kenne seine von ihm verfassten Schriften noch nicht ausreichend, doch sehe ich deutlich die Absicht der Unterstützer der Verschwörungs-Idee, ein geeintes Europa zu verhindern. Diese Idee entstammt einer nationalistischen Denkrichtung, welche eine europäische Identität nicht wünscht und Interesse an einer Spaltung hat.
2021092220210928SE
W.T.Stead Die Amerikanisierung der Welt
Lichtverschmutzung (de.wikipedia.org)
Josef Zauner | Der Weg zur Europa-Partei (09 Warum mit Russland?)
Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (de.wikipedia.org)

Soziales / Lebensqualität

Nicht zu vernachlässigen ist eine gesunde Lebensführung. So sollte im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung die Sommerzeit abgeschafft werden. Eine Mehrheit wäre dafür. Die internationale Kommunikation wäre übersichtlicher.
Ideen zu Grundeinkommen und dabei trotzdem noch attraktiven Lohnangeboten für das gewisse Mehr im Leben sind für den Erhalt eines gesellschaftlichen Friedens notwendig. Inzwischen protestieren Gewerkschaften gegen EU-Arbeitszeitrichtlinien (65-Stundenwoche), auch gibt es Initiativen für eine kürzere Arbeitszeit, um die vorhandene Arbeit und das Einkommen besser und gerechter zu verteilen. Solche Projekte sind unterstützenswert. Allerdings gibt es unter anderem die recht abenteuerliche Vorstellung, daß das Grundeinkommen neben dem gewohnten Lohn zu zahlen sei. Ich sehe das Grundeinkommen aber als einen Sockelbetrag, der jedem Bürger für seine Lebenserhaltung zustehen soll. Natürlich würde dann ein Unternehmer abhängig von der Gesamtarbeitszeit der Arbeitnehmer eine Steuer zahlen. Diese Ausgaben würden verrechnet und der jeweilige Lohn natürlich geringer ausfallen. Ein solches Grundeinkommen könnte viele Bereiche revolutionieren. Warum eigentlich ein eigenes Rentensystem, dieser und jener Zuschlag, dieser und jener Abzug, wenn jedem ein seiner Situation entsprechender ausreichender Grundeinkommenssatz zusteht? Zusätzliche Einkünfte sind je nach Bedingung weiterhin wie heute möglich, nur das Risiko eines zu geringen Einkommens sollte entfallen. So ist als Nebeneffekt die Arbeitszeit besser auf die Bevölkerung verteilbar. (Zeitraum 24.07.2010 SE)

Medien |Inhalte|

Einerseits soll es Medien geben, die einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag haben. Dabei handelt es sich um den klassischen nationalen Rundfunk, aber auch um Programme von Europäern für Europäer. Noch heute werden wie in der Anfangszeit des Satellitenempfangs einzelne TV-Sendungen aus rechtlichen Gründen verschlüsselt. Dies ist nicht mehr zeitgemäß.
Notwendig ist die Förderung der vernachlässigten Auslandsdienste. Vor Jahren wurde besser und mehr aus Ländern für Hörer im Ausland informiert. Auch die deutschsprachigen Sendungen aus aller Welt wurden reduziert. Bündel-Programme wie WRN3 werden von den europäischen Institutionen praktisch nicht unterstützt. Stattdessen erweist sich zum Beispiel die Europäische Rundfunk-Union im Internet als eine in Deutsch nicht ansprechbare Institution. Der jährliche Sängerwettstreit ist ohnehin auch sprachpolitisch eine Katastrophe und hat mit einer europäischen Dimension weniger als vermutet, zu tun. Gewonnen hat übrigens eine Vertreterin der größten Muttersprache mit der Sprache des Letztplazierten.
Damit die Informationsfreiheit sowie ein Kulturauftrag gewährleistet sein können, müssen allgemeine frei empfangbare Rundfunkangebote aus der Gesellschaft heraus ermöglicht werden. Dies ist sowohl im Inhalt von Sendungen als auch in der technischen Verbreitung sicherzustellen.
Die Sächsische Medienanstalt unterstützt die Gründung einer privaten Privaten Medienhochschule Leipzig. Für diesen Zweck soll es sogar Mittel aus den Rundfunkgebühren geben. Anstatt endlich die Medienstadt Dresden zu etablieren, wird die Leipziglastigkeit weiter erhöht. Und nicht zu vergessen, für eine Übernahme von Leitungskosten der Freien Radios fühlt sich dagegen niemand zuständig. Man mag über die Qualität und Aussagen der einzelnen Beiträge unterschiedlich denken, im Rundfunk sollte das Spektrum der Gesellschaft abgebildet sein, solange keine verfassungsrechtlichen Bedenken bestehen und eine humanistische Grundhaltung zu erkennen ist. Die öffentlich-rechtlichen Veranstalter haben einen Grundversorgungsauftrag. Ich sehe die Notwendigkeit, dort auch Minderheitenmeinungen in eine breite Öffentlichkeit zu bringen. Naheliegend ist die Einrichtung von Programmzeitfenstern (eventuell eigene Kanäle) in öffentlich-rechtlichen Programmen. Da die Journalisten nicht jedes Thema überschauen können, sollte das speziell gekennzeichnete Programm von den Minderheiten selbst erstellt werden. Anfallende Leitungskosten sollten nicht die Ehrenamtler auch noch zahlen, sondern die Hörer, so wie das bereits üblich ist. Versuche, die Frequenzen der kommerziellen Radios mitzuverwenden, werden zwangsläufig immer zu Konflikten führen. Die Intentionen sind unterschiedlich, die einen wollen Geld verdienen, die anderen Inhalte verbreiten. Also: Geld der Bürger nicht für Privatmedienschulen sondern für Freies Radio. (Zeitraum 24.07.2010 SE)


Medien |Technologie|

Während ehemalige Rundfunkbereiche (untere TV-Kanäle) unter dem Begriff Digitale Dividende für die privaten Mobilfunkanbieter umgenutzt wird, ist die Umstellung von Analog- zu Digitalradio schon aus politischer Sicht schwierig. 2010 plante man die vollständige UKW-Abschaltung. Das haben viele Nutzer der Uralt-, Weck-, Auto-, Küchen-, Schlafzimmerradios noch nicht realisiert. Darum spreche ich mich für einen -Sanften Umstieg- aus. Ein wichtiger Schritt ist das Vorantreiben der weltweiten System-Familie DRM und DRM+. Die gewachsenen Rundfunkbereiche Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle und Ultrakurzwelle werden als solche weiter genutzt, nur daß einzelne Sender statt Analogsendungen die Digitalnorm nutzen. Abhängig von der Zielgruppe kann jeder Sender für sich entscheiden, wann eine Umstellung an der Zeit ist. Solange sind Altradios nutzbar. Die neuen Radios bieten dann Analog- und Digitalempfang auf diesen Wellen. Solche Digitalsendungen gibt es bereits, allerdings interessieren sich viele Medienmacher und Politiker eher nur für DAB(+). Sicher wird auch diese Technologie genutzt werden, jedoch auf anderen Wellenbereichen und nur in Form des harten Umstiegs.
Meine Forderung ist, daß die Verantwortlichen aus den Medien- und Politikbereichen sich für das Mehrsystemradio (analog/digital: lw,mw,kw,ukw plus digital: dab-kanäle) und entsprechende Programm-Angebote einsetzen. Im Handel können dann endlich auch verkaufbare digital/analog-Radiokombinationen angeboten werden, sie bieten mehr Programme und neue Möglichkeiten auch auf den üblichen Radiowellenbereichen.
In der EU werden Gesetze beschlossen, die jedem Land freistellen, welche Nachfolgetechnologien für Radioempfang eingeführt werden. Das führt zu einer eingeschränkten Empfangbarkeit in Europa. Wer heute noch mit einem Autoradio durch Europa fährt und überall Sender empfängt, muß sich in Zukunft länderabhängige Radios auf die Reise mitnehmen. Ein unhaltbarer Zustand. Europa-Normen, die den Bürgern das Leben erleichtern sollen, sind bei Neueinführung unbedingt einheitlich und logisch klar begründet einzuführen. Zu empfehlen sind die bereits zum Teil eingeführten Systeme DRM/DRM+ ab Langwelle bis etwa 100 MHz und DAB/DAB+ ab etwa 100 MHz. Aus Marktpolitischen Gründen auf ein amerikanisches Konkurrenzsystem zu warten, ist nicht im Interesse der Allgemeinheit und auch nicht im Sinne der weltweiten Normung.
Gegen eine Informations-Abschottung des Rundfunks muß vorgegangen werden.
Bsp.: (WorldDMB begrüßt in seiner aktuellen Pressemeldung die Aussagen von EU-Kommissarin Reding bzgl. Regulierung seitens der EU beim Thema Standardisierung. Ein derartiges Eingreifen in den Medienbereich würde die technologische Innovation gefährden, die Auswahl für den Konsumenten beschneiden und die europäische Radioindustrie gefährden. www.digitalradio-nord.de)
Ein unkoordiniertes Handeln führt mit Sicherheit zu einer unüberschaubaren und unbeherrschbaren Systemvielfalt. Der scheinbare Vorteil einer Auswahl des Konsumenten bei gleichzeitig diversen nationalen Regelungen gefährdet die Informationsfreiheit und führt zu einer weiteren Abschottung und Filterung von Informationen aus dem europäischen Ausland. Dagegen ist es notwendig mit Hilfe politischer Institutionen koordiniert moderne Radiosysteme auszuhandeln. (Zeitraum 24.07.2010 SE)


Petition für Europa-Radio-Ensemble im neuen digitalen Radiosystem DAB(+) Einrichtung eines europaweit terrestrisch empfangbaren Kanals für ein Europa-Radio-Ensemble im neuen digitalen Radiosystem DAB(+).  Für grenzenlose Information aller Bürger Europas.
Das größte Problem Europas ist die Separation in nationale Informationsgesellschaften. Wir Europäer wissen zu wenig voneinander! Die auf Dauer notwendige Errichtung einer europäischen Öffentlichkeit ist gefährdet. Eine gemeinsame Identität als Europäer zusätzlich zu den vorhandenen nationalen und regionalen Zugehörigkeiten ist aber Grundlage für das Gelingen eines handlungsfähigen politischen Europas. Wir sehen an der Währungsdiskussion, daß sich zu wenige Bürger und Politiker als europäische Bürger sehen. Mit dieser Uneinigkeit sind wir von außen und innen sehr verletzlich....
Wie geht der Petitionsausschuß mit dem Vorschlag um? Welche technologischen und politischen Fragen sind zu beachten? Ausführlich wird die Petition auf der persönlichen Seite behandelt. 20130819SE

Verkehr |Technik|

Die Vielfalt des Lebens muß sich auch in der Vielfalt der Verkehrsmittel zeigen. Relativ neu ist die Flugzeugtechnologie, Erfahrungen mit Vulkanausbrüchen und entstehenden Wolken sind gering. Früher fuhr man einfach mit der Eisenbahn, dabei spielte ein Vulkan praktisch keine Rolle. Wieder wird über die Wichtigkeit der Eisenbahn in Europa gesprochen. Die Interoperabilität, also die Überwindung der Barrieren wegen der Normenvielfalt wird als Thema wahrgenommen. Unterschiedliche Spurweiten sind die eine Fragestellung, eine andere ist die Energieversorgung der Fahrzeuge. Es bietet sich aber die Möglichkeit, ein einheitliches System zu den vorhandenen einzuführen und so die alten Systeme sanft abzulösen. Ein System, dass die Energie aus dem Gleisbereich mittels Induktion bezieht, kann in allen Ländern einheitlich eingeführt werden. Die Nutzung bei einer Europabahn ist zu prüfen. Konkret wird an der Induktionsübertragung bei Straßenbahnen gearbeitet. Einige Zeit war eine Neubau-Teststrecke in Dresden im Gespräch.
Zukunftsweisende Technologien sind nicht weiter zu behindern. Europa soll wieder Triebkraft bei neuen Verkehrssystemen sein. Magnetbahnsysteme und Luftschiffe sind eher zu fördern als Pkws. Elektromobile brauchen neue konstruktive Lösungen. (Zeitraum 24.07.2010 SE)

Verkehr |Organisation und Vernetzung|

Wir Europäer sollten mit der Bahn ohne technologische und organisatorische Bremsen unseren Kontinent bereisen können. Eine Eisenbahn-Institution ist nötig. Daneben haben natürlich die Regionalbahnen und regionalen Verkehrsgesellschaften weiterhin ihre Existenzberechtigung. Sowohl Kontinentalisierung als auch Regionalisierung sind im Eisenbahnwesen sinnvoll. Das gilt für Strecken wie Fahrzeuge.
Verkehrsverbindungen nach Osten und Süden. Zur Zeit werden Verkehrsprojekte, die den Raum Sachsen betreffen, hinausgezögert. Nur Leipzig wird wegen der Verbindung zwischen Südwestdeutschland und Berlin in der nötigen Kapazität beachtet. Der ehemalige Leipziger Bürgermeister trug als Verkehrsminister dazu bei, daß die Barrieren nach Mittel-Osteuropa bestehen blieben. Eine Elektrifizierung steht aus, auch eine allgemeine Kapazitätserweiterung und schnellere sowie häufigere Verbindungen. Allerdings sollte bei der Elektrisierung auf die neue Entwicklung gemeinsamer Normen geachtet werden. (Europäisches Induktionsversorgungssystem) (Zeitraum 24.07.2010 SE)

Umweltpolitik | Energietechnologie

Nachhaltige Energieerzeugung, oft mit "Erneuerbare Energien" umschrieben, also in der Natur anfallende Kräfte (Wind, Wasser, Erdwärme) haben Vorrang. Fossile Rohstoffe sind zu schonen, zumal sie auch zur stofflichen Gewinnung interessant bleiben. Kernspaltung stellt auf Dauer ein zu großes Risiko dar. Dagegen sollte die Kernfusion weiterentwickelt werden. Dort sind die Risiken deutlich überschaubarer. Die Entwicklung der Wasserstofftechnologie ist weiterzuführen. Es ist denkbar, Trockengebiete mit Meerwasserentsalzung, solarenergetischer Wasserspaltung (in Wasserstoff) und Landwirtschaft zu verbinden.
Der größte Energieverbrauchsposten in Haushalten ist die Heizung! Dagegen fällt der Beleuchtungsaufwand recht gering aus. Ob ein Verbot von Glühlampen in der EU die Intention der Umweltschonung wirklich unterstützt, bezweifle ich. Stattdessen sollten neue energiesparende Leuchtmittel-Technologien (z.B. auf Halbleiterbasis mit Multifrequenzfunktion) durch die EU gefördert werden. Die Vorteile dieser Leuchtmittel werden natürlich die Glühlampen zurückdrängen.
Vernunft ist auch beim Energieverbrauch notwendig. Selbst wenn es eine unerschöpfliche Quelle gäbe, sinnloser Verbrauch hat immer unnötige Nebenwirkungen (Thermische Nebenproduktion). So sollte konsequent anfallende Wärme genutzt werden, auch im Hinblick auf saisonale Wärmespeicherung.
Beim 6. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten (27./28.03.2010) stellte ich meine Gedanken zum Saisonalen Großwärmespeicher Dresden Reick vor. Dabei geht es um die Verbindung von Erhalt eines Denkmals und einer umweltfreundlichen Wärmespeichertechnologie. Es ist zum Beispiel möglich, die Wärme des Sommers für den Winter aufzubewahren.
Weitere Informationen zu den Themen Medien und Verkehr (Pecha-Kucha-Nacht), sowie Umwelt (Saisonaler Großwärmespeicher) auf meiner Seite.   (Zeitraum 24.07.2010 SE)
Hier eine Aufzählung sinnvoller Umweltgerechter Technologien:
- Saisonaler Wärmespeicher (s.o.)
- Solare Meerwasserentsalzung
 (eine Überkapazität ist angesichts des steigenden Meeresspiegels nicht zu erwarten)
- Umbau Kohlekraftwerke in solarthermische Kraftwerke
 (vorhandene Infrastruktur und oft ausreichend Flächen für Spiegel)
20210730SE


Esperanto zu europäisch?

Zur Geschichte gehört der Fakt, daß in Europa der Wunsch nach einer gemeinsamen weltweiten Sprache besonders früh und eher als anderswo entstand. Wenn also hier aus dem Bedürfnis heraus besonders viele Nutzer an dieser Sprache mitwirken, dann kann es nicht verwundern, daß sie auch recht europäisch ist. Gelegentlich wird gerade diese Eigenschaft Esperanto vorgeworfen, auch von Leuten, die sich sonst weltoffen geben, aber dann Esperanto doch nicht lernen möchten, weil es ja die anderen in der Welt nicht ausreichend berücksichtigen würde. Sollte sich die Entwicklung so einstellen, wie es Zlatko Tišljar in "Eŭropo vi baldaŭ mortos!" (Europa, du wirst bald sterben) im Ansatz sieht, dann käme es vielleicht zu einem weiteren "Umweg" über großräumige Erdteil-Sprachen, aber dann doch hin zu einer gemeinsamen Sprache. Angenommen, man nimmt Esperanto als Grundlage, lässt die Grammatik bestehen und tauscht nur die Wortstämme aus. Würde man diese Sprache mit den völlig unbekannten Begriffen so gut lernen können, wie Esperanto? Nehmen wir eine relativ verbreitete Sprache wie Suaheli. Wenn das Wort Hoffnung matumaini (klein geschrieben) heißt und Hoffender Matumaini (groß geschrieben), dann würde das neu entstehende Esperanto mit den bekannten Regeln vielleicht Matumainianto heißen. Dazu kämen Bezeichnungen aus den tausenden existierenden Sprachen der Welt. Wie leicht ließe sich diese Sprache in der Welt verstehen und erlernen? Was dagegen denkbar und vielleicht sinnvoll wäre, ist eine Sprachreform, die sich nochmal kleine Grammatikfragen ansieht und vielleicht einige Wörter austauscht. Doch solch eine Sprachreform müsste dann gemeinsam weltweit entwickelt und anerkannt werden. Und solange dies alles nicht eintritt, bleibt es beim bekannten Anspruch und Vorschlag, Esperanto als weltweites Medium zu verwenden. 2021051020210520SE


Muttersprache Regelungen

EINLEITUNG 00

Um es klarzustellen. Schnell wird vorgeworfen, es ginge mir um meine Person, wenn ich mich begründet für eine andere als die übliche Lösung einsetze. Eher bin ich froh, wenn sich dann andere melden und informieren, daß es bestimmte Ansätze ja bereits gab. So existiert auch hier eine Vorgeschichte, die sicher noch intensiv zu recherchieren ist. Also nochmals, mir geht es um die Inhalte.
Hier geht es nicht darum, für die Nutzung von Esperanto zu werben, auch wenn ich dies allgemein gern tue. Ziel ist die Darstellung eines Lösungsweges für ein Problem in der deutschsprachigen Gesellschaft.
Zur Zeit wird die Geschlechterfrage gestellt. Man möchte eine sprachliche Gleichstellung erzielen und sich korrekt ausdrücken. Manche dieser nicht wirklich geregelten Regelungen haben einen provokativen Klang. Sicher, es gibt gewachsene sprachliche Ungerechtigkeiten. Das Leben selbst hat aber Wörter längst neu definiert. Man bedeutet eben nicht Mann. Was für alle Menschen gilt, sollte möglichst neutral sein. Was ist der Unterschied zwischen Studenten und Studierenden? Sind mit "Studierenden" eindeutig beide Geschlechter gemeint? Warum kommen in einem Satz dann Studierende und Absolventen vor? Sind das nicht Absolvierende und Absolvierendinnen? Es gibt Schüler und Schülerinnen. Gilt so eine Regel auch für Lernend(en)innen oder Studierend(en)innen? Es scheint, es wurde etwas herumprobiert und eine anders als die gewohnte Form bestimmt, ohne wirklich eine nachvollziehbare Regel zu suchen. Von mir aus kann die deutsche Sprache gern wie gewohnt benutzt werden, wenn aber eine Reform an der Zeit ist, dann sollte das bitte ordentlich geschehen.
Interessiert Sie ein tiefergehender Lösungsansatz, anders als die Ergebnisse der heutigen Versuche? Die folgenden Schritte zielen auf eine Lösung.


Schritt 01
Mit Esperanto lassen sich Wörter "bauen". Die Endung -o zeigt, daß es sich um ein Substantiv handelt. In der Mehrzahl wird noch ein -j angehängt. Auch existiert eine weibliche Nachsilbe, die uns Deutschen recht bekannt vorkommt. Frato ist ein Bruder, fratino ist eine Schwester. Und gefratinoj sind Geschwister. Selten verwendet wird die männliche Vorsilbe vir- (virbovo-Stier). Man heißt übrigens oni. Da oft beide Geschlechter gemeint werden, gibt man sich in Esperanto noch mit der aktuellen schon lange Zeit gültigen Regelung zufrieden. Hier beim Schritt 01 geht es ja nur um das Aufzeigen des heutigen Esperanto-Standes.
Wer Esperanto gut findet, kann sich gern intensiver dafür interessieren. Wer Esperanto nur als einen Weg zur Lösung der Geschlechterfrage sieht, kann hier trotzdem den nächsten Denkschritt gehen. Wer das nicht möchte, braucht sich dann mit mir nicht über die Form der deutschen Geschlechternennung streiten.


Schritt 02
Esperanto hat klare Regeln. Aber es gibt immer auch Versuche, nichtoffizielle Regelerweiterungen zu schaffen. Wie auch im Englischen soll z.B. eine geschlechtsneutrale 3. Person (es) benannt werden können.
Ein weiterer Vorschlag wäre im Fall eines nichtkonkretisierten Geschlechtes in der Einzahl die bereits in der Mehrzahl übliche Vorsilbe (ge-, gefratoj - Geschwister).
Als ich die in Esperanto gegebenen Vor- und Nachsilben und die Endungen in eine Tabelle eintrug, die dem Periodensystem ähnelt, fiel mir eine Leerstelle auf, dort wo unter der weiblichen Nachsilbe ein Platz für eine männliche besteht. Als Kosename für die Elternteile gibt es eine verniedlichende Nachsilbe (paĉjo für Väterchen, panjo für Mütterchen, Mama).

 

 allgemein

 Koseform

weiblich

 -in-

 -nj-

männlich

[-iĉ-]

 -ĉj-

Hier lässt sich also eine bereits vorhandene Form herauslösen und weiterentwickeln! Ich füllte also diese Leerstelle. Praktisch ist -iĉ eine Art Neuschöpfung, die sich an den vorhandenen Regeln für Kosenamen orientiert. Diese Silbe soll aber bereits bekannt sein. Auch, wenn sie nicht offiziell zu Esperanto gehört, könnte sie nach einer breiteren Einführung im Prinzip noch "nachgereicht" werden. Dies alles ist Spekulation und die Entwicklung von Esperanto ist nicht das Thema dieser Darstellung. Aber für die Lösung der deutschen Sprachenregelung ist das hier gezeigte Weiterdenken notwendig.
Wer jetzt noch bereit ist, sich mit der Frage zu befassen, bekommt im nächsten Schritt praktikable Vorschläge.


Schritt 03
Sprache ist nicht zum provozieren da, sondern zum gebrauchen. Darum muß eine Regelung durchdacht und für Anwender freundlich sein. Deutsch ist längst nicht so regelmäßig wie Esperanto. Also kann nicht in jedem Fall auf eine konstante Sprachform bestanden werden. Doch Regeln lassen sich für die Geschlechter-Anwendung natürlich auch im Deutschen finden. Da es dabei oft recht willkürlich und nach jeweiligem Geschmack zugeht, werden hier von einer engen Form auch abweichende Beispiele vorgestellt.
Grundsätzlich geht es hier um folgende Silben:  Ge- | -er | -in | --e | --en
Wegen der besseren Erkennbarkeit werden die Kategorien für männlich, weiblich und unbestimmt farblich unterschieden. Alternative Ausnahmevarianten sind Annäherungen an die gewohnte Form. Sie zeigen aber auch farblich die "versteckten Geschlechter". So lassen sich für jede Anwendung "Karteikarten" entwickeln. 

Einzahl  | bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich   -er  
weiblich   -in  
unbestimmt   (Ge-)-e  
       
Mehrzahl  |||| bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich   -er-en  
weiblich   -in-en  
unbestimmt   (Ge-)-en Beispiel einer leeren
      "Karteikarte"
Einzahl  | bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich der Student der Studenter  
weiblich die Studentin die Studentin  
unbestimmt   das Gestudent das Student
       
Mehrzahl  |||| bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich die Studenten die Studenteren  
weiblich die Studentinnen die Studentinen   
unbestimmt die Studenten die Gestudenten die Studenten(schaft)
wiki Student     die Studierenden

 

Einzahl  | bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich der Gärtner der Gärtner  
weiblich die Gärtnerin die Gärtnin  
unbestimmt   das Gegärtne das Gegärtner
       
Mehrzahl  |||| bekannt neu (Regel) alternativ (Ausnahme)
männlich die Gärtner die Gärtneren  
weiblich die Gärtnerinnen die Gärtninen die Gärtnerinen
unbestimmt   die Gegärtnen die Gegärtneren
       

Ist der Ansatz nachvollziehbar? Mit weniger Mut lässt sich jedenfalls keine wirkliche Reform machen. 


Schritt 04
Jetzt liegt es an den aufgeschlossenen Lesern, ob sie eine Veränderung der deutschen Sprache überhaupt wünschen, ob sie es so tun wollen wie es gerade in manchen Gruppen der Gesellschaft üblich ist, oder ob sie den hier vorgeschlagenen Weg einer geordneten Reform sinnvoll finden. Dann könnten wir uns für eine Realisierung einsetzen.
Wenn ich wollte, könnte ich hier noch weitere Ungereimtheiten wie die im Deutschen übliche Worttrennung innerhalb von Silben oder die Aussprache des Wortes Quarantäne beklagen. Am Beispiel der geschlechterbezogenen Benennung zeigt sich, daß selbst "deutschsprachliche" Fragen einen Zweig bei EDE haben könnten. 2020022120200910SE