E-D-E in der EU - Nach EU-Wahl 2019

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EDE Rundbrief 6/2019 (14. August 2019 deutsch)

Nachlese Esperanto-Kongress Neumünster
(7. bis zum 10. Juni 2019)
Positiver Ausblick für EDE in allen Bereichen

Der diesjährige Esperanto-Kongress in Neumünster ist vorüber. Es waren vier intensive Tage bei gutem Wetter, einem perfekten Veranstaltungsort und toller Stimmung. Viele Aktive sorgten für ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Ausflügen, Diskussionen, Vorträgen, einer Buchlesung und schöner Abendgestaltung. Es gab zwei Konzerte, welche für Begeisterung sorgten. Zeitgleich fand im selben Haus das KEKSO-Treffen der Jugendlichen statt. Insgesamt konnten ca. 150 Teilnehmer*innen auch aus anderen Ländern gezählt werden.
Esperanto-Fachgruppen sorgten für einen Teil des Programms, darunter z.B. Asocio de Verduloj Esperantistaj AVE (Manfred Westermeyer) und Germana Esperanta-Fervojista Asocio GEFA (Guido Brandenburg).
Auch EDE (Europa Demokratie Esperanto) beteiligte sich an der Programmgestaltung.
Hauptpunkt war am Samstag die Diskussion „Nach der EU-Wahl: Sprachlosigkeit und die Folgen für Europa“ mit sehr guten Beiträgen von Vertretern verschiedener Organisationen und aus dem Publikum. Ein wichtiger Punkt waren konkrete Ideen für eine intensive Zusammenarbeit zur Förderung von Esperanto auf allen Ebenen, was für alle ein Gewinn sein soll.
Bei der Jahreshauptversammlung von Europa-Demokratie-Esperanto (EDE) am Sonntag Abend konnte festgestellt werden, dass sich der Zustand von EDE stabilisiert und leicht gebessert hat. EDE-Zuwachs stellte sich bei den Mitgliedern, Unterstützern sowie dem Vorstand ein. Neu im EDE-Vorstand (Deutschland) ist Hartmut Koblischke.
Für die kommenden Wahlen konnten wir bereits erste Unterstützer*innen gewinnen.
Das Jahr 2018 mit der nicht erfolgreichen Unterschriftensammlung wurde kritisch ausgewertet und die Aufgabenplanung für 2019 konkretisiert. In diesem Zusammenhang wurde der geringe Frauenanteil in unserer Organisation bemängelt.
Im Bereich Finanzen gab es eine gute Nachricht: ein deutlich gestiegenes Spendenaufkommen. Die Mitgliedsbeiträge wollen wir wieder regelmässig kassieren und einen Kontowechsel vornehmen.
EDE war während des gesamten Kongresses mit mehreren Infotischen präsent und wir konnten viele tiefgreifende Gespräche führen und Kontakte knüpfen.
Ein Fragebogen für die Teilnehmer*innen zu unserer politischen Arbeit rundete unser Engagement ab.


v.r.n.l. Unser neuer und alter Vorsitzender ist Konrad Gramelspacher (Staufen-Grunern, BaWü). Der Vorstand wird vervollständigt durch die Beisitzer Hartmut Koblischke (Magdeburg, Sachsen-Anhalt), Steffen Eitner (Dresden, Sachsen) und Georg Hennemann (Dillenburg, Hessen). Wir sehen uns


Ein Angebot

Abbildungen anklicken -> PDF 


Französisches Europa-Demokratie-Esperanto-Video zur Europawahl 2019
mit deutschem Untertitel (20191216)

Zum Jahresende entstanden die deutschen Untertitel. Danke an Georg Hennemann.
Individuelle Gedanken zu Esperanto in einem geeinten Europa wurden 2019 im Wesentlichen aufgelistet.
Von L.L. Zamenhof bis Weitere | Resumo 
Auch wurde bis zum Januar 2020 eine Seite für die Suche sowie eine Begriffsammlung fertiggestellt.
2020010620200205SE


01./02.02.2020 19:00 Solitude-Chor Stuttgart
Ode an die Freude (Beethoven)

Die Europahymne konnte in Esperanto gehört werden. Karten waren über bestellbar.

Von wem ging die Esperantoversion aus? Europäische Esperanto-Union
Die Bundesregierung gibt Informationen zur Hymne heraus, kommt aber nicht auf den Punkt. Esperanto gibt keiner Nationalsprache den Vorzug. (3 Nur Instrumental) Meisterstück in Plansprache? (4 Europa-Hymne auf Esperanto?) Ist das ein Gegensatz?
Programmheft Beethoven pdf (solitude-chor.de)
20200205SE


Covid19 hat die Welt im Griff.

Die Gesellschaften mit ihren Individuen müssen ihr Verhalten ändern. Das unmittelbare Zusammenleben wird erschwert. Selbst Diktatoren haben sich der Realität zu beugen.

Was die Funktion von Grenzen ist, wird neu bewertet. Der direkte Kontakt muß unterbunden werden. So gelten Grenzen zwischen und innerhalb von Nationalstaaten, Regionen, Kommunen bis hin in den privaten Bereich. Das soll aber niemals heißen, daß eine gegenseitige Hilfe zwischen Völkern begrenzt wird.

In vielen Bereichen wie in der Wirtschaft wird wichtiges erhalten und weniger wichtiges zurückgestellt. Wichtig bleibt aber der soziale nichtkörperliche Kontakt zwischen Menschen in den Gesellschaften. Aber bleibt das Mitfühlen an nationalen Grenzen stehen? Teilweise ist das so, auch in dem relativ geeinten Europa. Die nationalen Zahlen der Infizierten und Gestorbenen werden in den Medien betont.

Damit das freie weltweite internationale Covid19 in Schranken gebracht wird, braucht die Welt und speziell auch ein geeintes Europa eine bessere und gerechtere Verständigung und damit auch ein besseres Verständnis gegenüber den anderen Gesellschaften. Ja, wir brauchen auch eine europäische Öffentlichkeit. Was die Voraussetzung dafür ist, wissen wir.
20200403SE

 

Wochenend-Intensiv-Kurse in Dillenburg mussten ausfallen

03.-05.04.2020 (Einsteigerkurs)
15.-17.05.2020

Abbildungen anklicken -> PDF 
Esperanto-Gruppe Dillenburg: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Zlatko Tiŝljar

Ni ĵus eksciis la morton de Zlatko Tiŝljar. De multaj jaroj li aktivadis pri Eŭropo kaj eŭropanoj, verkis librojn pri tiu temo, kaj estis sekretario de Eŭropa Esperanto-Unio. En tiu posteno ni konis lin por komuna partopreno en Universalaj Kongresoj, kaj li ĉiam zorgis pri bonaj rilatoj inter niaj asocioj, kiuj ambaŭ deziras progreson de Esperanto kaj de Eŭropo. Li pretis ŝanĝi kunsidojn, tiel ke la membroj de niaj du asocioj povis kune kanti la eŭropan himnon.
Eŭropo-Demokratio-Esperanto perdis fidindan partneron, kaj perdis amikon. Ni kondolencas liajn familianojn kaj la aktivulojn de EEU.
Pierre Dieumegard, sekretario de la Federacio Eŭropo-Demokratio-Esperanto.
20200909
eo.wikipedia.org/wiki Zlatko Tišljar
i-espero.info/files/elibroj/eo tisljar zlatko europa identeco.pdf 


Petition: Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum
(Eŭropa Higiena Muzeo)

Die aktuelle Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Vermittlung eines umsichtigen Verhaltens ist. Bürger brauchen Aufklärung zu Hygiene und Gesundheit. Das Deutsche Hygiene-Museum wurde aus diesem Grund gegründet und diese Aufgabe bleibt aktuell. Doch die Zeit für nationale Alleingänge ist lange vorbei. Die Welt hat sich geändert, Europa organisiert sich. Heute scheint das Museum seine eigentliche Aufgabe und die überregionale Bedeutung verloren zu haben. Dabei wird längst ein Hygiene-Museum auf europäischer Ebene gebraucht. Alle Bürger Europas haben einen Anspruch auf gute Information zu Hygiene- und Gesundheitsfragen in ihrer Sprache.
Also brauchen wir einen Neustart. Das Europäische Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo) soll seine Kernkompetenz nutzen und allen Bürgern Europas, organisiert in der EU aber auch darüber hinaus, notwendige Informationen und Anschauungsmaterial liefern. Abwegig ist so eine Forderung nicht, zumal ja auch über ein "europäisches RKI" nachgedacht wird.
Eine wesentliche Aufgabe besteht in der Wissensvermittlung sowohl in den Amtssprachen der EU als auch allen weiteren europäischen Sprachen, wie Minderheitensprachen. Wichtiger Bestandteil ist dabei unsere gemeinsame neutrale Sprache für Europa, Esperanto. Sie bietet einen neutralen gleichberechtigten Zugang für alle.
Die Zeit ist reif für ein geeintes Europa in Vielfalt.
Die Zeit ist reif für ein aufgeklärtes Europa.
Die Zeit ist reif für ein Europäisches Hygiene-Museum.
Was ist zu tun?
Die Stifter, der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden bemühen sich, weitere Mitstifter auf nationaler und europäischer Ebene zu gewinnen und das Deutsche Hygiene-Museum zu einem Europäischen Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo) weiterzuentwickeln.
Petition: Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo)
NEUIGKEITEN (1) Aktuelles und Historisches: Die Petition wurde am Sa (22.05.2021) direkt über die Petitionsseite des Freistaates Sachen und hier bei Change.org eingereicht. Im Antwortschreiben des Sächsischen Landtages vom 27.05.2021 mit dem Titel "Deutsches Hygienemuseum Dresden" wurde Eingang und Bearbeitung bestätigt.
Es gibt eine Vorgeschichte. Hinter dem heutigen Museumbau befand sich ein Dresdner Stadtteil, in dem 1908 der Vierte Esperanto-Weltkongreß abgehalten wurde. Eröffnung war im Großen Saal des Vereinshauses Zinzendorfstraße 17. In Esperanto ausgebildete Polizisten informierten Touristen.
1911 begann die Prüfung von Schülern in Esperanto, es gab zu dieser Zeit auch eine Petition für die Einführung des Esperanto-Unterrichts in allen deutschen Schulen. Im Mai wurde die Internationale Hygiene Ausstellung eröffnet. Broschüren wurden dort in Esperanto angeboten, H. Arnhold beteiligte sich. Auch ein Informationsstand stand bereit. Esperanto wurde von Aufsichtspersonal, Post- und Bankangestellten beherrscht. Innerhalb der "Internationalen Hygiene Ausstellung" fand dann der Internationale Esperanto-Vorkongreß zum VII. Welt-Kongreß in Antwerpen statt.
1930 war der Neubau des Deutschen Hygiene-Museums fertig. Und zu Pfingsten konnte hier der 19. Deutsche Esperanto-Kongreß durchgeführt werden. Die wirtschaftliche und politische Lage war angespannt, so daß Spenden des Bankhauses Arnhold und anderer Unternehmen, Firmen und Verlage, notwendig wurden.
2021 wird vorgeschlagen, das Deutsche Hygiene-Museum zu dem Europäischen Hygiene-Museum weiterzuentwickeln. Aus der Geschichte sollte gelernt werden. Auch heute ist Aufklärung zu Gesundheit und Hygiene wichtig. Für die internationale Verbreitung solcher Informationen braucht es gerechte Lösungen in der Verständigung. Speziell im politischen Gebilde EU haben wir unsere Hausaufgaben zu machen. Vieles ist hier möglich aber auch nötig.
2022 wird Iris Edenheiser Chefin des Hygiene-Museums. Wie sie zu dem hier vorgeschlagenen Europäischen Hygiene-Museum stehen würde, ist noch nicht bekannt.
Petitionsseite Landtag Sachsen
Standort IV. Esperanto-Weltkongreß 1908
Esperanto-Geschichte in Dresden
StadtwikiDD
Iris Edenheiser
20210601SE
Inzwischen wurde die Petition in der Ausschußsitzung (25.01.2022) behandelt. Eine Bestätigung muß im Plenum (09.-10.02.2022) erfolgen. Danach wird der Vorsitzende den Abschlußbericht zusenden. Und jetzt warten wir gespannt auf das Egebnis. 2021090120220203SE
NEUIGKEITEN (2): Kleine Auswertung zu Petition 07/01237/7 "EU braucht EHM (Higiena Muzeo)"
"Beschlussempfehlung: Der Petition kann nicht abgeholfen werden."
Heute (20220209) wird die Petition im Landtag "durchgewunken". Die Ablehnung war zu erwarten. Doch etwas zu versuchen, kann nie schaden. Die kleine Auswertung bringt sicher auch einen Lerneffekt. Natürlich ist nachvollziehbar:
"Stiftung und Museum sind dergestalt verbunden, dass eine Änderung des Museums eine Änderung der Stiftung erfordern würde. .... Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur. Dabei sollen Kenntnisse über den Menschen, den menschlichen Körper und das menschliche Leben .... vermittelt und dadurch ein Beitrag zu bewusster und gesunder Lebensführung geleistet werden. .... Nach der staatlichen Genehmigung einer Stiftung, hier durch Bescheid vom 30. Juni 1999, sind die Bestimmungen und ihre Änderung in aller Regel der Einflussnahme durch die Stifter entzogen."
Ich glaube schon, daß ein Wille auch einen Weg aufzeigen könnte. Jetzt aber geht es nebenbei auch um die Auffassung, ob Museen so ganz allgemein überhaupt zur Aufklärung beitragen können:
"Die erhoffte Zwecksetzung des angestrebten EHM, nämlich den Bürgern Europas Aufklärung zu Hygiene und Gesundheit zu gewähren, ist durch ein EHM nicht zu erreichen. Tatsächlich ist der Ansatz, mithilfe von Museen und Ausstellungen Gesundheitsthemen zu propagieren, historisch überholt."
Dieser Meinung werden Daten zu historischen Entwicklungen beigegeben. Man bezieht sich auf die unmittelbare Vermittlung in Musealen Räumen im Verhältnis zu virtuellen Medien:
"Doch gerade das 1912 gegründete DHMD setzte schon mit Beginn seiner Tätigkeit auch auf Kampagnen, zunächst mithilfe von Plakaten und Druckerzeugnissen, sowie auf Lehrmaterialien für den Schulunterricht. Die Eröffnung des DHMD im repräsentativen Gebäude am Lingnerplatz im Jahr 1930 kann schon als letzter Höhepunkt des eher statisch-stationären Ansatzes verstanden werden. .... Unabhängig von der Trägerschaft eines gedachten EHM würde das ortsgebundene Konzept der Vermittlung von Gesundheitswissen nicht mehr dem Stand der Wissenschaft entsprechen."
Danach könnte man eigentlich Museen auch abschaffen. Wenn die Bearbeiter der Petiton jetzt den Inhalt beachtet hätten, wäre ihnen deutlich geworden, daß gerade die vielsprachige Verbreitung von Wissen über zeitgemäße Medien das Hauptziel der Petition ist! Solche Ansatze gab es ja bereits in der Geschichte des Museums. Nun wieder eine recht allgemein gehaltene Behauptung:
"Unabhängig davon wäre die „Weiterentwicklung“ des DHMD zu einem EHM keine Entwicklung, sondern der Abbruch einer erfolgreichen Entwicklung von einer ehemaligen staatlichen Gesundheitserziehungseinrichtung zu einem leistungsfähigen, populären Museum vom Menschen. .... Das DHMD arbeitet dabei auch mit Institutionen in Europa zusammen. Eine „Rückkehr“ zur klassischen Gesundheitserziehung würde das Handlungsspektrum des DHMD massiv einschränken."
Ein irgendwie unterstellender Klang könnte herausgehört werden. Die Petition spricht sich jedenfalls nicht für irgendein Gängeln aus, sondern für Aufklärung auf europäischer Ebene!
"Die Stiftungssatzung lässt eine Zweckänderung dann zu, wenn die Erfüllung des ursprünglichen Zwecks unmöglich wird. Das ist vorliegend erkennbar nicht der Fall. Die Voraussetzung, dass sich die Verhältnisse seit Errichtung der Stiftung wesentlich geändert haben, liegt ebenfalls nicht vor. Der Petition kann nicht abgeholfen werden."
Wir werden also abwarten, welchen Kurs mit welcher Politik das so weltoffen agierende Deutsche-Hygiene-Museum fahren wird. Schließlich sind wir alle nur kleine Mitspieler im Großenganzen. Mir ist in jedem Fall ein Museum der Aufklärung für Europa lieber als ein Ort, der seinen neue zugewiesenen Platz wohl erst noch finden muß.
Landtag Sachsen Tagesordnung 44. Plenarsitzung am 09.02.2022 (TOP13)
Landtag Sachsen Protokoll Drucksache Petitionen Drucksache 7/8975
1) Europa braucht ein Europäisches Hygiene-Museum (Eŭropa Higiena Muzeo)
2) Aktuelles und Historisches
3) Beschlussempfehlung: Der Petition kann nicht abgeholfen werden.
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Schreibkorrekturen 2021080520210809SE