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Begriffe

Diese Sammlung bezieht sich auf EDE-nahestehende Begriffe und schöpft aus verschiedenen Quellen. Manche Angaben sind vollständig, an anderen wird noch gearbeitet. Das Nitobe-Zentrum weist zum Beispiel die Leser so hin: "Auf den Seiten tauchen einige Begriffe auf, die unterschiedlich verstanden werden können. Hier wollen wir kurz ihre Bedeutung im Nitobe-Zentrum beschreiben." Dies gilt genauso auch für die anderen Begriffsgeber. Die Anordnung erfolgt nicht alphabetisch, stattdessen soweit möglich thematisch (E>D>E).

Europa | Europarat | Europäischer Rat | Rat der Europäischen Union | Europäische Kommission | Europäisches Parlament | Europäische Union | Vereinigte Staaten von Europa | Republik Europa | Bundesrepublik Europa | Euro | Stelo | Demokratie | Zentralismus | "Demokratischer Zentralismus" | SubsidiaritätPolyzentrismus | Internationale Demokratie | Sprachliche Demokratie | Sprachliche Effektivität | Mehrsprachigkeit | Kulturimperialismus | Sprachimperialismus | Irlandisierung/ Anglisierung/ Amerikanisierung/ Russifizierung   | Sprachdarwinismus | Kulturökologie | Linguistische Ökologie | Nationalsprache | Ethnische Sprache | Minderheitensprache | Amtssprache | Amtssprache der EU | Arbeitssprache der EU | "Lingua franca" | Leitsprachen | Relaissprache | Relaissystem | Brückensprache | Neutrale Sprache | Plansprachen | Linguistik | Interlinguistik | Internationale Sprache | Esperanto | Esperantologie | Europäisches Bewußtsein/ Europäischer Geist | Europäisches Basiswissen | Propädeutik | Paderborner Modell

Begriff   Beschreibung (Beispiel)
     
Europa
Eŭropo
 

Europa ist ein Erdteil, der geographisch gesehen als Subkontinent angesehen wird und Teil Eurasiens ist. In historischer und kultureller Hinsicht gilt die Betrachtung als eigenständiger Kontinent. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Europa
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropo

 

Europarat
Konsilio de Eŭropo
©EDESE2020
 

Der Europarat ist keine EU-Institution! Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Europäischen Rat und dem Rat der Europäischen Union.
Am 05.05.1949 wurde diese europäische internationale Organisation durch den Vertrag von London gegründet. Mitglieder sind 47 Staaten mit 820 Millionen Bürgern. Vor allem geht es um eine dem Fortschritt dienende Zusammenarbeit.
Sitz ist Straßburg, Europaflagge und Europahymne entsprechen denen der Europäischen Union. (WIKI)
25.02.2022 FR Suspendierung der Mitgliedschaft Russlands wegen des Überfalls auf die Ukraine.
15.03.2022 DI Formeller Austritt durch Russland.
16.03.2022 MI Ministerkomitee des Europarats Russlands beendet Mitgliedschaft endgültig.
de.wikipedia.org/wiki Europarat
eo.wikipedia.org/wiki Konsilio de Eŭropo

 

Europäischer Rat
Eŭropa Konsilio
.EU.
©EDESE2020
 

Der Europäische Rat (ER) ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU). Ein EU-Gipfel findet zweimal jährlich statt. Neben dem eigentlichen politischen Systems der EU handeln die Mitgliedstaaten Kompromisse aus.
Neben dem Rat der Europäischen Union ist der Europäische Rat die zweite intergouvernementale Institution der Europäischen Union. Dagegen sind Europäisches Parlament (Bürgerkammer), Europäische Kommission (Exekutive) und Europäischer Gerichtshof supranationale Organe. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Europäischer Rat
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropa Konsilio

 

Rat der Europäischen Union
(EU-Ministerrat)
Konsilio de la Eŭropa Unio
.EU.
©EDESE2020
 

Der Rat der Europäischen Union (Staatenkammer) ist ein Organ der Europäischen Union. Zusammen mit dem Europäischen Parlament übt er die Rechtsetzung der EU aus. Er repräsentiert die Regierungen der Mitgliedstaaten. Bei den intergouvernementalen Bereichen wie der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik hat das Europäische Parlament weniger Mitsprache. Die Minister arbeiten im Ministerrat zusammen. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Rat der Europäischen Union
eo.wikipedia.org/wiki Konsilio de la Eŭropa Unio

 

Europäische Kommission
(EK, EU-Kommission)
Eŭropa Komisiono
.EU.
©EDESE2020
 

Die EU-Kommission ist ein supranationales Organ der Europäischen Union. In der Funktion als Exekutive entspricht sie etwa einer nationalstaatlichen Regierung. Sie hat alleiniges Initiativrecht im EU-Gesetzgebungsverfahren. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Europäische Kommission
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropa Komisiono

Die Europäische Kommission hat nicht die volle (moralische) Legitimation wie sie eine echte Europäische Regierung hätte. Dazu sollte sie Ergebnis einer Wahl des Europäischen Parlaments sein, also durch das gewählte Parlament eingesetzt (Positiver Parlamentarismus). In der heutigen EU (2020) dominiert eine nationale Denkweise, von den nationalen EU-Wahlverfahren bis hin zu der nicht vorhandenen Regierung.
So kann keine Identifizierung der Bürger mit einem politischen Europa entstehen. Unmutsäußerungen bekämen bei der Regierung eine Adresse wie es bei den Nationalstaaten üblich ist, das Parlament würde besser wahrgenommen. (EDE SE)

 

Europäisches Parlament
(Europaparlament, EU-Parlament, EP)
Eŭropa Parlamento
.EU.
©EDESE2020
 

Das europäische Parlament ist das Parlament der Europäischen Union. Die Europawahlen finden seit 1979 aller fünf Jahre statt. Somit ist das Europäische Parlament das einzige direkt gewählte Organ der EU, aber auch die einzige direkt gewählte supranationale Institution weltweit. Sitz ist Straßburg. (WIKI) 
de.wikipedia.org/wiki Europäisches Parlament
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropa Parlamento

Bereits spätestens 1931 forderte Josef Zauner (Entwickler einer ersten politischen Organisiertheit für ein geeintes Europa mit Esperanto als europäischer Hochsprache) ein "Parlament der Parlamente".
"Zur Beratung der gemeinsamen europäischen Aussen- und auch Wirtschaftspolitik, wäre ein Parlament der europäischen Parlamente zu schaffen. Ansätze bildet hiezu das Europa-Komitee des Völkerbundes."
(Der Weg zur Europa-Partei  DER AUSWEG UŜE) (ZAU)

Für Europa-Demokratie-Esperanto (EDE) stellt die Vorbereitung und Teilnahme an der Europawahl eine wichtige Form der politischen Arbeit dar. Die Stimmen und die Sprache bewußter Europäer sind im Europäischen Parlament noch rar. (EDE)

 

Europäische Union (EU)
Eŭropa unio
.EU.
 

Die Europäische Union (EU) ist ein Staatenverbund aus 28 europäischen Ländern mit mehr als einer halben Milliarde Einwohnern. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der EU-Binnenmarkt der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Erde.
Das politische System der EU basiert auf dem Vertrag über die Europäische Union und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Es enthält sowohl überstaatliche als auch zwischenstaatliche Elemente. Während im Europäischen Rat und im Rat der Europäischen Union die einzelnen Staaten mit ihren Regierungen vertreten sind, repräsentiert das Europäische Parlament bei der Rechtsetzung der EU unmittelbar die Unionsbürger. Die Europäische Kommission als Exekutivorgan und der EU-Gerichtshof als Rechtsprechungsinstanz sind ebenfalls überstaatliche Einrichtungen.
Von den 28 EU-Staaten bilden 19 Staaten eine Wirtschafts- und Währungsunion. Im Jahr 2002 wurde eine gemeinsame Währung für diese Länder, der Euro, eingeführt. Im Rahmen des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts arbeiten die EU-Mitgliedstaaten in der Innen- und Justizpolitik zusammen. Durch die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik bemühen sie sich um ein gemeinsames Auftreten gegenüber Drittstaaten.
Die Europaflagge wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und im Mai 1986 als Symbol für alle Institutionen der Europäischen Gemeinschaften übernommen. Heute ist sie vor allem als Symbol der Europäischen Union bekannt.
Die Europahymne ist die Hymne der Europäischen Union und des Europarates und eines der offiziellen Symbole der Europäischen Union. Um keine europäische Sprache zu bevorzugen, und wegen der symbolischen Universalität der Musik ist die Europahymne nicht die Chorfassung Beethovens mit dem deutschen Text Friedrich Schillers ("Freude, schöner Götterfunken …"), die Graf Coudenhove-Kalergi, der Gründer der Paneuropa-Union, 1955 als Europäische Hymne vorgeschlagen hatte, sondern ein reines Instrumental-Arrangement. Es gibt zwar verschiedene Textvorschläge in unterschiedlichen Sprachen, die zum Teil auch auf Veranstaltungen von Chören vorgetragen wurden. Und der erste Antrag für eine Europäische Bürgerinitiative schlug eine Esperanto-Übersetzung von Beethovens Chorfassung als Text für die Europahymne vor.(*) Die Europäische Kommission lehnte den Antrag jedoch ab und auch keiner der anderen Textvorschläge wurde offiziell anerkannt.

Europäischer Rat: Brüssel Rat: Brüssel
Parlament: Straßburg Kommission: Brüssel
Gerichtshof: Luxemburg Rechnungshof: Luxemburg
Zentralbank: Frankfurt am Main (WIKI)
Konzept reformierbar ja nein
Esperanto-Option janein

Nach den Weltkriegen waren die proeuropäischen Einigungskräfte besonders aktiv. Der von den Esperanto-Anhängern ausgehende frühe Ansatz wird aber oft noch nicht wahrgenommen und z.B. bei nationalen Wikipedia-Seiten nicht präsentiert.
Siehe: Vereinigte Staaten von Europa UŜE (EDE)
de.wikipedia.org/wiki Europäische Union
de.wikipedia.org/wiki Europäische Einigungsbewegung Folge Weltkriege
de.wikipedia.org/wiki Europahymne
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropa Unio
eo.wikipedia.org/wiki Eŭropa himno
* Angabe nicht korrekt. Es handelt sich um einen eigenständigen Hymnentext.

 

Vereinigte Staaten von Europa

Unuiĝintaj Ŝtatoj de Eŭropo 
(Zau, DMW, WIKI)
Unuigitaj Ŝtatoj de Eŭropo
(Zam)

| UŜE |

 

1) Vereinigte Staaten von Europa
Der Begriff "Vereinigte Staaten von Europa" ist ein politisches Schlagwort der Europabewegung. Häufig wird der Begriff auch synonym zum Konzept eines europäischen Bundesstaates verwendet.
Mit der Aufklärung etwa ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Wunsch formuliert. Seit den 1920er Jahren wurde der Begriff häufig gebraucht. Richard Coudenhove-Kalergi benutzte die Termini "Paneuropa" und "Vereinigte Staaten von Europa" parallel, bevorzugte aber ersteren. Ludwig Quidde sah in den Vereinigten Staaten von Europa "ein Schlagwort aus den Anfängen des organisierten europäischen Pazifismus."
Als erste größere Partei in Europa nahm die SPD auf dem Parteitag vom 13. bis 18. September 1925 die Forderung nach der Verwirklichung der Vereinigten Staaten von Europa in das bis 1959 geltende Heidelberger Programm auf. (WIKI)

Konzepte reformierbar ja nein
Esperanto-Option janein

de.wikipedia.org/wiki Vereinigte Staaten von Europa

2) Vereinigte Staaten von Europa
Unuiĝintaj Ŝtatoj de Eŭropo UŜE

Bereits 1915 beschäftigt sich L.L. Zamenhof in seinem Aufruf an die Diplomaten mit künftigen Vereinigten Staaten von Europa. Darin entwickelt er die Vorstellung, daß egal in welchem zu schaffenden Land alle Bürger unabhängig von deren Volkszugehörigkeit die gleichen Rechte haben sollen.
"Jeder Staat gehört moralisch und materiell allen seinen natürlichen und eingebürgerten Bewohnern, welche Sprache, Religion oder vermeintliche Abstammung sie auch immer haben; kein Volk im Staat soll größere oder kleinere Rechte oder Pflichten als die anderen Völker haben ....
Jeder Staat und jede Provinz sollen nicht den Namen irgendeines Volkes tragen, sondern nur einen neutral-geografischen, akzeptierten durch eine gemeinschaftliche Zustimmung aller Staaten."
Die Schrift entstand in einer Zeit, in der gerade die östlichen Völker Europas sehr oft in keinem ihnen zugeordneten Staat lebten. (ZAM)

Konzept reformierbar ja nein
Esperanto ja

de.e-d-e.eu/geschichte/e-d-e-vorlaeufer 1915 LLZamenhof

Wikipedia beinhaltet auch die Esperanto-Sprachversion, die nationalen Beiträge bleiben allgemein in ihrer nationalen Sichtweise stehen. Darum ist das Thema der UŜE-Idee aus dem nichtnationalen Esperanto-Beitrag entnommen:

Lange Zeit war nicht öffentlich bekannt, daß parallel zur Paneuropa-Bewegung die Idee für ein geeintes Europa entstand und sich zu dem UŜE-Programm entwickelte. Die Hauptunterschiede zwischen dem Paneuropa- und UŜE-Programm sind:
a) Die künftige Weltmacht gliedert sich - gemäß dem Paneuropa-Programm in fünf Teile auf (USA, Großbritannien, Paneuropa, Japan, UdSSR), währenddessen sich jenes nach dem UŜE-Programm nur auf zwei Teile gliedert: eine westliche Hemisphäre, bereits jetzt von der USA angeführt, und eine östliche Hemisphäre, künftig von UŜE geleitet;
b) zu UŜE soll – gemäß verschiedener geopolitischer und sozialer Gründe – auch Großbritannien und Rußland gehören;
c) die Paneuropa-Bewegung schlägt das Englische als offizielle Sprache für die Paneuropa-Union vor, indes ist gemäß dem UŜE-Programm Esperanto vorgesehen, die offizielle Hilfssprache in UŜE zu werden. Um die europäischen Staaten stark und dauerhaft zu verbinden, schlägt das UŜE-Programm eine gemeinschaftliche Armee, Zoll- und Außenpolitik und eine einheitliche Währung vor.
Taktik: eine ökonomischpolitische Organisation (UŜE-Partei) für ganz Europa anfertigen, welche die Aufgabe hat, das UŜE-Programm über das Parlamentssystem zu realisieren. Laut der UŜE-Vorstehenden sind die Esperantisten bestimmt, als künftige Initiatoren die Bewegung für ein geeintes Europa anzustoßen.
Organ: UŜE-EĤO, Verlag: "Libro", Timiŝoara I., Rumänien. Fachliteratur: Josef Zauner: "Der Weg zur Europa-Partei (Der Ausweg UŜE)", (La vojo al la Eŭropo-Partio, La elvojo UŜE); gleiches: "L' Eŭropanismo". laut J. ZAUNER (WIKI)

Konzept reformierbar ja nein
Esperanto ja 

de.e-d-e.eu/geschichte/e-d-e-vorlaeufer 1923 Josef Zauner
eo.wikipedia.org/wiki UŜE
eo.wikipedia.org/wiki Enciklopedio de Esperanto
eventoj.hu ĝenerala naturscienco enciklopedio > U

Unuiĝintaj Ŝtatoj de Eŭropo (Zau, DMW, WIKI)
iĝ-  unmittelbar aus sich heraus vereinen  
int- gemacht habend
Die Form "Unuiĝintaj" ist allgemein üblich.
Unuigitaj Ŝtatoj de Eŭropo (Zam)
ig-  etwas durch jemanden vereinigt machen
-it   ist getan worden

Republik Europa
Eŭropa Respubliko
 

Ulrike Guérot zeichnet die Utopie einer europäischen Republik, die auf der Gleichheit aller europäischen Bürger/-innen jenseits nationaler Grenzen beruht. Im April 2013 veröffentlichte sie gemeinsam mit Robert Menasse ein Manifest zur "Gründung einer Europäischen Republik". Beide plädieren für eine Neugründung der europäischen Demokratie, eine Europäische Republik, und sind in diesem Zusammenhang für die Schaffung eines nachnationalen Europas. Guérot forderte im März 2018, dass die europäischen Nationalstaaten abgeschafft werden sollen. (WIKI)

Am 10.11.2018 wurde das Manifest zur Gründung der Republik Europa verlesen. Künstlerinnen und Künstler riefen an diesem Sonnabend im November 17:00 von europäischen (Theater-) Balkonen die Republik Europa aus. Das Manifest wurde verfasst von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau. Die Esperanto-Sprachversion brachte EDE ein. Dies ist nicht als automatische Übernahme eines Konzeptes zu verstehen. Jedoch ist ein geeintes Europa auch das Ziel von EDE.
Für Ulrike Guérot steht die Sprachenfrage eher im Hintergrund, sie sieht eine pragmatische Lösung, kann sich also Englisch gut vorstellen. Vielleicht auch Esperanto? In einem Beitrag bei der Heinrich-Böll-Stiftung von 2012 sind Worte eher gegen Esperanto zu lesen. "Englisch als lingua franca .... und weil es doch ein bisschen mehr sexy ist als Latein; und weil bei Esperanto ja auch die größten Europäer gähnen. .... Weil dann die Briten in der EU bleiben müssten, weil nur sie gutes Englisch sprechen und wir die britische Jugend als Lehrer brauchen." Bei Twitter schrieb sie 2018 immerhin: "English, Latein oder Esperanto: europäische Verkehrssprache bei gleichzeitiger regionaler Sprachenvielfalt wäre meine Vorstellung...". Wir sind uns aus guten Gründen bewußt, daß Europa die neutrale Sprache Esperanto braucht, um zukunftsfähig zu sein. Eine schnelle kurzatmige Entscheidung für Englisch würde längerfristig weiter Schäden verursachen und zusätzliche Krisen entwickeln. Innerhalb der Präsentation von Ulrike Guérot ist ein eher künstlerisch gemeinter Esperanto-Bezug zu finden (amikejo.net). Leider stellen sich auch viele Proeuropäer nicht ausreichend der Problematik der sprachlichen Gerechtigkeit (und damit einer Sprachlichen Demokratie) zwischen gleichwertigen Bürgern, welche auch erst mittels neutraler Sprache leichter als bewußte Europäer miteinander kommunizieren können.
Ulrike Guérot bewegte sich später in populistischen Bereichen, ob gegen die notwendigen Schutzmaßnahmen in der Covid19-Pandemie oder in der Frage der Aufgabe der Ukraine gegen einen vermeintlich sicheren Frieden durch Putin. Plagiatsvorwürfe kamen hinzu. Mit all diesem hat sie dem durchaus bedenkenswerten Ansatz einer Republik Europa schwer geschadet. (EDE)

Konzept reformierbar ja nein
Esperanto-Option janein

de.wikipedia.org/wiki Ulrike Guérot
boell.de europa-nordamerika "Why English is it" 
twitter.com/ulrikeguerot "English, Latein oder Esperanto"
europeanbalconyproject.eu Manifesto #Esperanto
amikejo.net botschaft von amikejo
amikejo.net esperanto

 

Bundesrepublik Europa
Konfederacia Eŭropo
 

Zu den proeuropäischen Organisationen, welche seit dem zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verstärkt in Erscheinung treten (wie z.B. Volt und DiEM25), gehören die Humanisten. Unter dem Begriff Bundesrepublik Europa werden Punkte zusammengefasst, wie zum Beispiel eine Ablösung der Nationalstaaten durch Regionen. Die weltweiten Probleme sind mit Nationalstaaten nicht mehr lösbar. Europa soll ein geeinter föderaler Staat sein. Die EU soll erhalten bleiben, aber Fehler behoben werden. Die Bundesrepublik Europa wird als weltweites Vorbild für Humanität und Demokratie gesehen. Gefordert wird die Europäische Verfassung. Die Region soll eine große Rolle spielen, wodurch die kulturelle Identität erhalten werden soll.
Im Bildungsbereich werden Muttersprache und Englisch als "Lingua franca" als essenziell angesehen. So möchte man den überregionalen Austausch fördern. "Englisch wird die gemeinsame Zweitsprache". "Durch die gemeinsame englische Sprache kannst du dich in jeder Region mit allen verständigen." Auch die Humanisten wollen internationalere Medien: "Das Hauptprogramm soll in der einheitlichen Lingua franca (Englisch) ausgestrahlt werden ...."
Obwohl es durchaus interessante gute Ansätze gibt (Regionalisierung Europas), bleiben die Humanisten bei ihrer System-Innenansicht. Wenn es wirklich so ist, daß ein wissenschaftliches Herangehen eine wesentliche Rolle spielt, dann kommen die Humanisten irgendwann nicht mehr um die ehrliche Auseinandersetzung mit der Sprachenfrage herum. Sie würden dann sehr wahrscheinlich auf die unbequeme Erkenntnis treffen, daß eine internationale Demokratie nur mit einer neutralen internationalen Sprache gerecht und möglich ist. Das Gegenteil wurde noch nicht bewiesen. (EDE)

Konzept reformierbar ja nein
Esperanto-Option janein

diehumanisten.de/vision/themen europa

 

Euro ..
Europäische Währung
Eŭro
Eŭropa monsistemo
 

Der Euro ist laut Art. 3 Abs. 4 EUV die Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, eines in Art. 127–144 AEUV geregelten Politikbereichs der Europäischen Union (EU). Er wird von der Europäischen Zentralbank emittiert und fungiert als gemeinsame offizielle Währung in 19 EU-Mitgliedstaaten, die zusammen die Eurozone bilden, sowie in sechs weiteren europäischen Staaten. Nach dem US-Dollar ist der Euro die wichtigste Reservewährung der Welt.
Der Euro wurde am 1. Januar 1999 als Buchgeld und drei Jahre später am 1. Januar 2002 als Bargeld eingeführt. Damit löste er die nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab.
Die Idee einer einheitlichen europäischen Währung, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft erleichtern sollte, entstand schon recht bald in der Geschichte der europäischen Integration. 1970 wurde das Vorhaben im "Werner-Plan" erstmals konkretisiert; demnach sollte bis 1980 eine europäische Währungsunion realisiert sein. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Euro
eo.wikipedia.org/wiki Eŭro

"Das Valutaproblem in Europa ist in erster Linie ein politisches und kein wirtschaftliches, wie man es auf den ersten Blick deuten könnte. Um zu einer gemeinsamen einheitlichen europäischen Valuta zu kommen (derzeit mehr als 20!) muss Europa sich vorher politisch finden. Dass das europäische Valuta-Chaos eine einheitliche Valuta ablösen wird, ist wahrscheinlich, weil auch eine wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit unausbleiblich ist.
Ein Ansatz zu einer Europäischen Zentral-Staatsbank bedeutet die
Gründung der B. I. Z. (Bank für Internationale Zahlungen), deren Aufgabe derzeit zwar eine andere ist, aber in der Zukunft geeignet erscheint, die Rolle der Zentral Notenbank Europas zu spielen."
Zauner: Der Weg zur Europa-Partei (Der Ausweg UŜE) spätestens 1931
(ZAU)

 

Stelo ..
Weltwährung
Monda monsistemo
 

Versuche, eine frühere Währungseinheit der Esperantosprecher zu etablieren, den Speso, wurden durch den Ersten Weltkrieg vereitelt.
Der Stelo (dt. "Stern"; Plural: Steloj) ist seit 1959 eine Währungseinheit, mit dem Ziel der Schaffung einer einheitlichen Weltwährung. Für eine Zeit gab die Universala Ligo, der weltföderalistische Arm der Esperantobewegung, Banknoten und Münzen in Steloj aus und machte Versuche, den Stelo auf der Basis der relativen Kaufkraft der verschiedenen Nationen an existierende Währungen anzulehnen. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Stelo
eo.wikipedia.org/wiki Stelo

 

Demokratie
Demokratio
 

Das Wort "Demokratie" leitet sich aus altgriechisch δημοκρατία "Herrschaft des Staatsvolkes" ab, einem Kompositum aus δῆμος dēmos "Staatsvolk" und κρατός kratós "Herrschaft". Es entstand im antiken Griechenland und bedeutete dort die direkte Volksherrschaft. Der Begriff "Volk" wurde in jener Zeit sehr eng gefasst, da mit diesem nur einer äußerst begrenzten Gruppe von Bürgern politische Partizipationsrechte eingeräumt wurden. Das Volk wird entweder unmittelbar (direkte Demokratie) oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten (repräsentative Demokratie) an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, beteiligt.
In demokratischen Staaten und politischen Systemen geht die Regierung durch politische Wahlen aus dem Volk hervor. Wichtige Merkmale einer modernen Demokratie sind freie und gleiche Wahlen, das Mehrheits- oder Konsensprinzip, Minderheitenschutz, die Akzeptanz einer politischen Opposition, Gewaltenteilung, Verfassungsmäßigkeit, sowie Schutz der Grund-, Bürger- und Menschenrechte. Diese liberale Wertebasis, die als solche auch durch Mehrheitsentscheidung nicht antastbar ist, unterscheidet sie auch wesentlich von einer Ochlokratie, Volksrepublik oder Tyrannei der Mehrheit. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Demokratie
eo.wikipedia.org/wiki Demokratio

Bis in die Gegenwart hinein werden Demokratien als Nationaldemokratien verstanden. Der rein nationale Blick auf die Demokratie (siehe oben bei Wikipedia) kollidert mit der Realität in Europa, aber in Ansätzen auch weltweit. Europa hat einen Zeitpunkt erreicht, in der Internationale Demokratie notwendig geworden ist. (EDE EM)

 

Zentralismus
Centralizismo
 

Der Begriff Zentralismus bezeichnet ein Strukturprinzip zur Kennzeichnung einer gesellschaftlichen Raumordnung, die zentral organisiert ist. In diesem allgemeinen Verständnis wird Zentralismus in einem Gegensatz oder als ein komplementäres Prinzip zum Regionalismus aufgefasst. In der Politik bedeutet Zentralismus das Streben, alle Kompetenzen im Staat bei einer zentralen obersten Instanz zu konzentrieren. Wird dieses Streben gesellschaftliche Wirklichkeit, so wird der Begriff ebenso zur Kennzeichnung von charakteristischen Strukturen eines politischen Systems, insbesondere bei Regimen, verwendet. Eine Ausdrucksform findet der Zentralismus in einem zentralistisch organisierten Einheitsstaat (Zentralstaat), der durch eine ausschließliche Konzentration der politischen Souveränität auf der nationalen Ebene gekennzeichnet ist.  (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Zentralismus
eo.wikipedia.org/wiki Centralizismo

 

"Demokratischer
Zentralismus"
"Demokratia centralizismo"
 

Als Demokratischer Zentralismus wird das Organisations- und Führungsprinzip bezeichnet, welches von Lenin für die Kommunistischen Parteien entwickelt wurde und dadurch die Grundlage der Herrschaftssysteme der realsozialistischen Staaten wurde. Hauptpunkt des Demokratischen Zentralismus ist der hierarchisch-zentralistische Aufbau von Staat und Partei.
Durch die starke Disziplinierung nachgeordneter Stellen, die an Entscheidungen höherer Instanzen streng gebunden waren, entwickelte sich der Demokratische Zentralismus zu einem autokratischen System. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Demokratischer Zentralismus

Ein "Demokratischer Zentralismus" ist in sich ein Widerspruch. Unter Walter Ulbricht wurde in der DDR ein zentralistisches System aufgebaut, das demokratische Abläufe kaum noch zuließ. Wie in keinem anderen Land Osteuropas wurden die Regionen im Jahr 1952 sowohl geographisch als auch politisch zerschlagen. Zum Ende der DDR pervertierte sich die Idee "Demokratischer Zentralismus" zu einer Renaissance Preussens und einem wirtschaftlich überzogenen Berlin-Förderprogramm. (EDE SE)

 

Subsidiarität
Subsidiareco
©EDESE2020
 

Subsidiarität (von lateinisch subsidium „Hilfe, Reserve“) ist eine politische, religiöse, wirtschaftliche und gesellschaftliche Maxime, die Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und die Entfaltung der Fähigkeiten des Individuums, der Familie oder der Gemeinde anstrebt.
Das Subsidiaritätsprinzip legt eine genau definierte Rangfolge staatlich-gesellschaftlicher Maßnahmen fest und bestimmt die prinzipielle Nachrangigkeit der nächsten Ebene: Die jeweils größere gesellschaftliche oder staatliche Einheit soll nur dann, wenn die kleinere Einheit dazu nicht in der Lage ist, aktiv werden und regulierend, kontrollierend oder helfend eingreifen. Hilfe zur Selbsthilfe soll aber immer das oberste Handlungsprinzip der jeweils übergeordneten Instanz sein.
Aufgaben, Handlungen und Problemlösungen sollten so weit wie möglich vom Einzelnen, von der kleinsten Gruppe oder der untersten Ebene einer Organisationsform unternommen werden. Nur wenn dies nicht möglich ist, mit erheblichen Hürden und Problemen verbunden ist oder der Mehrwert einer Zusammenarbeit offensichtlich ist und diese eine allgemeine Zustimmung erfährt, sollen sukzessive größere Gruppen, öffentliche Kollektive oder höhere Ebenen einer Organisationsform subsidiär, das heißt unterstützend, eingreifen. Das sind z.B. territoriale, öffentliche Kollektive wie Gemeinden, Landkreise, Länder, Staaten und zuletzt Staatengemeinschaften und supranationale Organisationen.
Das Subsidiaritätsprinzip ist ein wichtiges Konzept und bewährte Praxis für föderale Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland oder die Schweizerische Eidgenossenschaft sowie föderale Staatengemeinschaften wie die Europäische Union. Es ist auch zentrales Element des ordnungspolitischen Konzepts der sozialen Marktwirtschaft. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Subsidiarität
eo.wikipedia.org/wiki Subsidiareco

Als Eselsbrücke zum Prinzip der Subsidiarität bieten sich die Wortbedeutungen aus Esperanto an.
sub - unter(-halb) / sidi - sitzen Das heißt, die Probleme sollten möglichst am "unten sitzenden" Ort gelöst werden. Dies hat aber nichts mit der offiziellen Lesart des Begriffs zu tun.

 

Polyzentrismus
Policentrismo
 

Eine der Bedeutungen des Wortes Polyzentrismus ist "die Existenz mehrerer Wirtschafts- oder Machtzentren innerhalb eines bestimmten Gebietes". Gelegentlich wird der Begriff mit Dezentralismus (Subsidiaritätsprinzip) gleichgesetzt. Allerdings ist die Aussage noch eine andere, obwohl beide Systemansätze gut zusammenpassen. Ziel beider ist immer die Teilung von zentralisierter Macht innerhalb einer geopolitischen Einheit. Angestrebt ist, Strukturen flach zu halten, die Verhältnisse zwischen den regionalen Ebenen sollen gerecht sein.

Kompetenzen lassen sich unterschiedlich auf die Fläche des Staatswesens verteilen. Regionalkompetenzen liegen bei den jeweiligen geopolitisch zugeordneten Sub-Hauptstädten. Doch es existieren auch übergreifende Themen, auf das gesamtumfassende Staatswesen bezogene gemeinsame Aufgaben, die aber nicht in einer z.B. nationalen Hauptstadt-Zentrale verwaltet werden brauchen. Städte haben in der Geschichte Sonderfunktionen erhalten, waren Handels- oder Hansestädte oder wegen der Rohstoffe einflußreich wie z.B. die sächsische Berghauptstadt Freiberg. Und doch waren sie nicht die Landeshauptstädte. Es wäre auch nicht sinnvoll, sie zu regionalen Hauptstädten umzubauen. Sie haben ihre eigene Kompetenz. Beispiele für polyzentristisch strukturierte Bundesoberbehörden in der BRD sind:
Karlsruhe (Bundesverfassungsgericht)
Leipzig (Bundesverwaltungsgericht)
Flensburg (Kraftfahrt-Bundesamt)

Spezialkompetenz-orientierter Polyzentrismus ist auf europäischer Ebene anzustreben. Realität ist z.B. das Europäische Patentamt mit Sitz in München und weiteren Dienststellen in Europa. Wegen und trotz der schwierigen politischen Verhältnisse in den 1930er Jahren schlug Josef Zauner ein Eŭropa-Centro nahe Regensburg vor, einem zentralen Umschlagplatz mit Organisierung einer europäischen Luftfracht, aber auch gedacht als Zentrum einer europäischen Verständigung. Aktuell wird über die Idee eines europäischen Robert-Koch-Instituts gesprochen. Allerdings könnten Franzosen eher an Louis Pasteur denken und andere Völker würden sich dann immer noch benachteiligt fühlen. Denkbar für die Zukunft ist natürlich ein "Institut für europäische und weltweite Kommunikation" in Temeswar, falls man auf Josef Zauners Ansätze stößt und sie versteht. (EDE SE)
duden.de/rechtschreibung Polyzentrismus
de.wikipedia.org/wiki Geschichte der Stadt Freiberg
de.wikipedia.org/wiki Europäische Patentorganisation
www.rki.de Robert Koch-Institut (Bundesinstitut)
de.e-d-e.eu/geschichte/e-d-e-vorlaeufer Eŭropa-Centro

 

Internationale Demokratie
Internacia demokratio
 

Der rein nationale Blick auf die Demokratie (siehe oben bei Wikipedia) kollidert mit der Realität. Bei Existenz eines Europäischen Parlaments sind demokratische Prinzipien zu erwarten. Die EU ist aber noch längst nicht vollständig demokratisch aufgebaut. Auch fehlt den Einwohnern inklusive den Europaverantwortlichen sehr oft ein Europäisches Bewußtsein. Daraus erklärt sich unter anderem die geringere Teilnahme an den Europawahlen.
"Internationale Demokratie gab es bis jetzt noch nie und nirgendwo. Nun hat Europa ein Zeitpunkt erreicht, in der internationale Demokratie notwendig geworden ist und in der Europäischen Union auch die politisch-strukturellen Voraussetzungen vorhanden sind, sie aufzubauen. ....
Die Überzeugung über den Besitz der Wahrheit und die heroische Bereitschaft sie stolz zu verteidigen, macht das dialogische Erkenntnis des andersartigen und das Einsehen vom eigenen Fehler unmöglich. ....
Demokratie bedeutet in diesem Sinne, Zeit lassen für die soziale Entwicklung. D.h. lernen aus den Fehlern, zum Verbessern den allgemeinen sozialen Wohlstand."
In der Demokratie sollten Vorschläge "wissenschaftlich begründet sein, im besten Wissen, Gewissen und Bewusstsein der Zeit." Letztlich sollen die Bürger verschiedener Völker in der EU gemeinsam "auf dem höchsten Niveau der Demokratie der europäischen inter-national-ität" entscheiden.
Bei Europa-Demokratie-Esperanto wird davon ausgegangen, daß Europa die internationale Demokratie braucht. Für die notwendige Weiterentwicklung zum internationalen und europäischen Bewusstsein in der EU ist die demokratische internationale Sprache Esperanto Voraussetzung. (EDE EM)

 

Sprachliche Demokratie
Lingva demokratio
©EDESE2020
 

Wenn sprachliche Gleichheit und sprachliche Effektivität herrschen. (NZ)
Während eines internationalen Kongresses, bei dem entweder eine neutrale Sprache genutzt oder mehrsprachige Erklärung und Übersetzung angeboten werden. (NZ)

 

Sprachliche Effektivität
Lingva efikeco
©EDESE2020
 

Alle können problemlos mit allen kommunizieren. (NZ)
Während eines internationalen Kongresses, bei dem entweder eine neutrale Sprache genutzt oder mehrsprachige Erklärung und Übersetzung angeboten werden. (NZ)

 

Mehrsprachigkeit
Multilingualismus
Plurlingveco
©EDESE2020
 

Wenn Mehrsprachigkeit in einer Region vorhanden ist, bedeutet dies, dass Menschen aus dieser Region mehrere Sprachen verstehen und dass mehr oder weniger sprachliche Gleichheit und Effektivität in dieser Region herrschen. (NZ)
Eine Sitzung, bei der alle Teilnehmer mehrsprachig sind. (NZ)

de.wikipedia.org/wiki Mehrsprachigkeit
eo.wikipedia.org/wiki Plurlingveco
Multilingualismus (DB)

 

Kulturimperialismus
Kultura imperiismo
 

Kulturimperialismus bezeichnet eine spezielle Herrschaftsbeziehung, welche durch Zerstörung, Unterbindung und Umformung der ursprünglichen Kultur der Beherrschten bei gleichzeitiger Dominanz der Kultur der allgemein imperialistisch Herrschenden praktiziert wird. Kulturimperialismus bezieht sich heute in der Regel auf ein ungleiches und ungerechtes Verhältnis zwischen reichen Nationen und armen Nationen .... (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Kulturimperialismus
eo.wikipedia.org/wiki Kultura imperiismo

 

Sprachimperialismus
Lingva imperiismo
©EDESE2020
 

Der Begriff Sprachimperialismus bezeichnet ein systematisches Bestreben, die Dominanz einer Sprache mit politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Mitteln durchzusetzen und dadurch wiederum eigene politische, wirtschaftliche und kulturelle Interessen zu fördern. In der Folge können so schwächere Kulturen und Minderheiten benachteiligt werden. Somit besteht ein Zusammenhang mit dem gebräuchlicheren Begriff Kulturimperialismus.
Für den historischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts kann man mit einer gewissen Berechtigung tatsächlich von Sprachimperialismus sprechen. Die Sprache der Kolonialmacht war Amtssprache, die staatliche Schulbildung verlief in dieser Sprache, so dass das Erlernen dieser Sprache Bedingung für ökonomischen Erfolg oder gar Überleben war. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Sprachimperialismus
eo.wikipedia.org/wiki Lingva imperiismo

Im Wikipedia-Beitrag wird Sprachimperialismus auf die Vergangenheit bezogen. Allerdings zeigt die Gegenwart keine Änderung, außer daß sich die Wahrnehmung innerhalb des Systems verringert hat. (EDE SE)

Ĉi tiu lingvo ne estis trudita ĉefe pro siaj lingvaj kvalitoj ĉar, ekzemple, por la lingvisto Claude Hagège, "la angla estas tre malfacila lingvo". (WIKI)
eo.wikipedia.org/wiki .... #Anglalingva imperiismo (Englischspr. Imperial.)

Bereits die Feststellung, daß Englisch eine schwere Sprache ist, zeigt daß die Sicht auf den Grund der Verbreitung und Nutzung in der Allgemeinheit falsch ist. Sehr oft wir das "Argument" eines besonders leichten Englisch vertreten. Grund der Verbreitung ist dagegen die übergroße Macht einer Nation. (EDE)

 

Irlandisierung
Irlandigo
Anglisierung
Angligo
Amerikanisierung
Amerikanigo
Russifizierung
Rusigo
 

Der Begriff "Irlandisierung" wird von verschiedenen Gruppen unterschiedlich verwendet. Unter Esperantisten kann er so verstanden werden: Irland war lange Zeit durch England fremdbestimmt. Damit hat auch die Sprache Englisch die Sprache der Einwohner "überschrieben". Hauptsächlich noch im ländlichen Raum wird Irisch benutzt. Für die anderen Länder kann also eine "Irlandisierung" bedeuten, daß dieser Vorgang auch bei ihnen prinzipiell vorstellbar ist.
de.wikipedia.org/wiki Irische Sprache
eo.wikipedia.org/wiki Irlanda lingvo
Carsten Sinner benutzt den Begriff im Zusammenhang mit der Sprachensituation auf Mallorca. ".... trotz großer Erfolge bei der Normalisierung aller öffentli­chen Bereiche konnte keine wirkliche Verbesserung der Situation des Gälischen - also des tagtäglichen Gebrauchs - erzielt werden. .... Die Gefahr einer derartigen ‘Irlandisierung’ besteht natürlich auch im Falle Mallorcas." (Die Normalisierung auf Mallorca S.164/165 publications.iai.spk-berlin.de)
Carsten Sinner Die Normalisierung auf Mallorca (PDF)

"Als Anglisierung bezeichnet man die Angleichung der Schreibung eines einzelnen fremdsprachlichen Wortes oder Namens an die englische Laut-Buchstaben-Zuordnung."
de.wikipedia.org Anglisierung
Als Anglisierung könnte man auch die Ausbreitung der Sprache, Kultur und Macht im Sinne eines Kultur- und Sprachimperialismus verstehen. (EDE SE)

"Amerikanisierung bezeichnet einerseits den Integrationsprozess von Einwanderern in die US-amerikanische Kultur, andererseits den Wandel einer Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur oder Person in Richtung der vorherrschenden Gegebenheiten in den USA, beziehungsweise hin zum Leitbild des so genannten "American Way of Life"."
de.wikipedia.org Amerikanisierung
Als Amerikanisierung könnte man auch die Ausbreitung der Sprache, Kultur und Macht im Sinne eines Kultur- und Sprachimperialismus ansehen. Ein Beispiel diesen Denkens veranschaulicht das 1901 von William Thomas Stead veröffentlichte Buch:
"Die Amerikanisierung der Welt" (EDE SE)

"Als Russifizierung werden in der russischen und später sowjetischen Innenpolitik alle Maßnahmen bezeichnet, den Einflussbereich der russischen Sprache und der russischen Kultur zulasten der anderen Sprachen und Kulturen im Sinne eines Transkulturationsprozesses auszuweiten."
de.wikipedia.org Russifizierung
Diese Politik machte allerdings nie an den eigenen Staatsgrenzen halt. Als Russifizierung wird also die Ausbreitung der Sprache, Kultur und Macht im Sinne eines Kultur- und Sprachimperialismus ansehen. Nachdem die Anwendungen des Sprachimperialismus anderer Weltmächte langsam als unzeitgemäß betrachtet werden, offenbart die Russifizierung ihre Brutalität aktuell in der Ukraine. (EDE SE)  

 

Sprachdarwinismus
Lingva darvinismo
 

Nach Detlev Blanke "scheint gelegentlich nach wie vor - wenn auch oft nur unterschwellig - ein gewisser Sprachdarwinismus zu herrschen, der scheinbar die Vorstellung erschwert, dass eine Plansprache eine natürliche Sprache sein kann."
Wird der Begriff des Darwinismus auf das reine Überleben der Stärksten eingeengt, so schafft die Verwendung des Wortes Sprachdarwinismus ein anschauliches Bild. Allerdings wird Darwinismus heute allgemein auch so verstanden, daß durch Mutation Nischen gefunden und gefüllt werden und so ein Überleben möglich ist. Da es selbst unter einem angenommenen Weltreich irgendwelcher "Sieger" immer einen latenten Freiheitsgedanken gibt, würde Esperanto selbst dann wenigstens als Nische bestehen bleiben. (EDE SE)
plansprachen.de/blanke
de.wikipedia.org/wiki Darwinismus

 

Kulturökologie
Kultura ekologio
 

Kulturökologie ist ein Forschungsansatz an der Schnittstelle zwischen Kultur-, Geo- und Biowissenschaften. Sie untersucht, inwieweit menschliche Kulturformen durch die Auseinandersetzung mit der natürlichen Umwelt geprägt werden und inwiefern die menschlichen Kulturformen wiederum ihre natürliche Umwelt prägen. Dabei entwickelten sich verschiedene Ansätze in der Kulturanthropologie/Ethnologie und der angloamerikanischen Geographie.
Definition Walter Hirschberg (Hrsg.): Neues Wörterbuch der Völkerkunde:
"...wie weit menschliche Kultur- und Gesellschaftsformen durch die Art der Auseinandersetzung mit ihrer natürlichen (belebten und unbelebten) Umwelt geprägt werden und wie weit Kultur und Gesellschaft wiederum auf die natürliche Umwelt zurückwirken."
Steward definiert den Begriff knapp: "Kulturökologie ist die Erforschung der Prozesse, durch die eine Gesellschaft sich ihrer Umwelt anpasst." (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Kulturökologie

Kulturökologie wird aber auch als eine Form der Ökologie zwischen den Kulturen und Gesellschaften (Teil der Umwelt) angesehen.
"Wissenschaftlich bewiesenes Faktum ist, dass der Mensch für sein Überleben die Natur braucht. Sein Verhältnis genügt nicht mehr nur in der Ausnützung, sondern es muss auch die Nachhaltigkeit bedacht werden. .... Aber der Mensch hat nicht nur seine Natur und braucht nicht nur natürliche Umgebung, .. sondern .. auch sein sozio-kulturelles Medium." Die Kulturökologie hat u.a. die Aufgabe, die kulturelle und sprachliche Verschiedenheit in der Welt zu schützen und die kulturelle Freiheit vor den aggressiven Kulturen zu bewahren. 
"Deshalb ist Kulturökologie die Bewahrung und Schutz der kulturellen Vielfalt, so wie die Naturökologie der Schutz und die Bewahrung der Verschiedenheit der natürlichen Umgebung ist. .... Kulturökologie ist eine selbstständig-aktuelle Wissenschaft geworden, welche die dialogischen Beziehungen zwischen den Kulturen, ihren Einfluss zueinander und ihre notwendige Verschiedenheit untersuchen soll." Und zu der kulturellen Verschiedenheit gehört in der Folge auch die sprachliche Verschiedenheit.
"Die menschliche Umwelt ist nur lebensfähig, wenn sie die natürliche und die kulturelle Verschiedenheit verbindet." (EDE EM)

 

Ökolinguistik
Sprachökologie
Linguistische Ökologie
Ekolingvistiko
Lingva ekologio
 

Die Ökolinguistik betrachtet Sprache unter dem Aspekt der Wechselwirkung: So wie in der Ökologie die Wechselwirkung zwischen Organismen, aber auch zwischen Organismen und Umwelt untersucht wird, erforscht die Ökolinguistik die Wechselwirkung zwischen Sprachen und zwischen Sprachen und ihrer Umwelt, d. h. der Gesellschaft, in der sie verwendet werden. Ein Pionier der Ökolinguistik (ecology of language) war der amerikanische Linguist Einar Haugen, der 1972 den Aspekt der Wechselwirkung in die Soziolinguistik und Psycholinguistik einführte.
Heute werden in die Ökolinguistik in vermehrtem Maße auch ökonomische Überlegungen miteinbezogen. Fragen, die gestellt werden, sind u. a.: Was kostet Sprachenvielfalt – und was bringt sie einem Staat? Wie viele Arbeitsplätze schafft sie? Was kann bewusste Verwendung von Sprache zur Lösung von Konflikten beitragen? Wie kann die Sprachenvielfalt der Welt erhalten bleiben – und gibt es einen Zusammenhang zwischen Sprachdiversität und Frieden? (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Ökolinguistik 

Ökolinguistik wird als Oberbegriff von zwei Forschungsrichtungen dieser Disziplin definiert. Die Ökologie der Sprachen und die ökologische Linguistik. (Federico Collaoni) 
13/04_collaoni.pdf bei linguistische-treffen.pl articles/13-4

Ökolinguistik ist der Fachbereich der Sprachwissenschaften welcher Interaktionen behandelt, ob zwischen zwei einzelnen Sprachen oder zwischen Sprechern und Gruppen von Sprechern, ob zwischen der Sprache und der Welt.
Ökolinguistik vermittelt, um die Verschiedenheit aufzuzeigen und das kleine, das schwächere, das nichtwertgeschätzte, das diskriminierte zu beschützen. (WIKI)
eo.wikipedia.org/wiki Ekolingvistiko
#Lingva ekologio kaj lingva diverseco

 

Nationalsprache
Nacia lingvo    (n)
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Die größte oder offizielle Sprache einer Nation (NZ)
Französisch in Frankreich (NZ)
de.wikipedia.org/wiki Nationalsprache
eo.wikipedia.org/wiki Nacia lingvo

 

Ethnische Sprache
Etna lingvo    (e)
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Eine Sprache von einer oder mehreren existierenden und definierbaren ethnischen Gruppen (NZ)
Französisch (NZ)
eo.wikipedia.org/wiki Etna lingvo

 

Minderheitensprache
Minoritata lingvo    (m)
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Eine Sprache, die von einer Minderheit innerhalb einer Nation oder Region genutzt wird. (NZ)
Finnisch in Schweden (NZ)
de.wikipedia.org/wiki Minderheitensprache
eo.wikipedia.org/wiki Minoritata lingvo

 

Amtssprache
Oficiala lingvo    (o)
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Sprache, über deren Gebrauch man in einer Verfassung oder einem Traktat übereingekommen ist. (NZ)
Die Amtssprachen von Belgien sind Holländisch, Französisch und Deutsch. (NZ)
de.wikipedia.org/wiki Amtssprache
eo.wikipedia.org/wiki Oficiala lingvo

 

Amtssprache der EU
Oficiala lingvo de la EU
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Eine Sprache, die in den Gesetzen der EU "Amtssprache" genannt wird. (NZ)
Zur Zeit: Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Irisch (ab 2007), Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch (NZ)
de.wikipedia.org/wiki Amtssprachen der Europäischen Union
eo.wikipedia.org/wiki Oficialaj lingvoj de la Eŭropa Unio

 

Arbeitssprache der EU
Laborlingvo de la EU
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Sprache, die bei Sitzungen, auf denen kein Dolmetschen in andere Sprachen stattfindet, gebraucht wird. (Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der Richtlinie des Rates Nr. 1 alle Amtssprachen auch Arbeitssprachen sind, aber in der Praxis ist oft etwas anderes richtig; daher bevorzugen wir "Arbeitssprache der EU" zu schreiben, wie wir es oben getan haben.) (NZ)
Meistens Englisch und manchmal Französisch oder Deutsch. (NZ)

 

"Lingua franca"
"Lingvafrankao"
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Weit verbreitete Brückensprache. (NZ)
Zur Zeit Englisch (NZ)

plansprachen.de/blanke lingua franca
de.wikipedia.org/wiki Lingua franca
eo.wikipedia.org/wiki Mediteranea lingvafrankao

 

Leitsprachen
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"Eine Variante des Konzepts der lingua franca ist das Leitsprachenmodell. Dabei geht es darum, "English only" oder eine Plansprache zu vermeiden, ...." (DB)
(Englisch und Französisch)
plansprachen.de/blanke Leitsprachen

 

Relaissprache
Relajsa lingvo
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Eine Sprache, die zwei andere Sprachen während einer Übersetzung oder Dolmetschen "verbindet". (NZ)
Wenn man aus dem Ungarischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Polnische übersetzt, ist Deutsch die Relaissprache. (NZ)

de.wikipedia.org/wiki Dolmetschen #Relais
plansprachen.de/blanke Relaissprachen

 

Relaissystem
Relajsa sistemo
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Ein Dolmetscher hört nicht der Originalrede zu, sondern einem anderen Dolmetscher, der aus der Originalsprache dolmetscht. (NZ)
Eine griechischer Dolmetscher versteht kein Schwedisch und anstatt der Originalrede zuzuhören, hört er die Übersetzung ins Englische und dolmetscht dies anschließend ins Griechische. (NZ)

 

Brückensprache
Pontlingvo
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Eine Sprache, die zur Kommunikation zwischen Menschen verwendet wird, die unterschiedliche Muttersprachen haben. (NZ)
Englisch während einer internationalen Konferenz ohne Dolmetscher. (NZ)

 

Neutrale Sprache
Neŭtrala lingvo
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Eine Sprache, die zu keiner Nation oder ethnischen Gruppe gehört. (NZ)
Esperanto (NZ)

 

Plansprachen
Planlingvoj
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P. sind von Personen oder Personengruppen nach bestimmten Kriterien bewusst geschaffene Sprachen, die in der Regel der Erleichterung der internationalen sprachlichen Kommunikation dienen sollen (weniger treffende Bezeichnungen: "Kunstsprache", "internationale [künstliche] Welthilfssprache", "Universalsprache"). (GIL)

 

Linguistik
Lingvistiko
 

Sprachwissenschaft, auch Linguistik (zu lateinisch lingua ‚Zunge‘, ‚Sprache‘), untersucht in verschiedenen Herangehensweisen die menschliche Sprache. Inhalt sprachwissenschaftlicher Forschung ist die Sprache als System, ihre einzelnen Bestandteile und Einheiten sowie deren Bedeutungen. Des Weiteren beschäftigt sich die Sprachwissenschaft mit Entstehung, Herkunft und geschichtlicher Entwicklung von Sprache, mit ihrem vielseitigen Gebrauch in der schriftlichen und mündlichen Kommunikation, mit dem Wahrnehmen, Erlernen und Artikulieren von Sprache sowie mit den möglicherweise damit einhergehenden Störungen.
Als großes Teilgebiet der Sprachwissenschaft untersucht die Allgemeine Sprachwissenschaft Aspekte, die mehrere Sprachen gemeinsam haben. Sie stellt die Methoden bereit, mit der beliebige Einzelsprachen beschrieben und auch miteinander verglichen werden können. Wesentliche Aspekte der Allgemeinen Sprachwissenschaft sind Grammatiktheorie, Vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Sprachtypologie und Historische Sprachwissenschaft.
Ein weiteres Teilgebiet der Sprachwissenschaft ist die Angewandte Linguistik.
Sprachwissenschaft umfasst zahlreiche größere und kleinere Teilgebiete, die insgesamt sowohl inhaltlich als auch methodisch uneinheitlich sind und mit einer Vielzahl anderer Wissenschaften in Kontakt stehen. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Sprachwissenschaft
eo.wikipedia.org/wiki Lingvistiko

Die Allgemeine Linguistik (auch Allgemeine Sprachwissenschaft) ist eine der großen Hauptdisziplinen der Sprachwissenschaft. Sie grenzt sich einerseits von der Angewandten Sprachwissenschaft und andererseits von der Historischen Sprachwissenschaft ab, wobei die Grenzziehung zwischen diesen Fachgebieten und der Allgemeinen Linguistik oft unterschiedlich vorgenommen wird. Der Begriff "Allgemeine Linguistik" kann aber auch dahingehend verstanden werden, dass er das Gegenstück zu den spezifischen Sprachwissenschaften einzelner Philologien wie Germanistik, Romanistik, Slawistik usw. darstellt. Mit diesem umfassenderen Verständnis wird ein großer Teil der angewandten und historischen sprachwissenschaftlichen Fächer ebenfalls zur Allgemeinen Linguistik gezählt. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Allgemeine Linguistik

 

Interlinguistik
Interlingvistiko
 

I. kann als die Wissenschaft von der internationalen sprachlichen Kommunikation mit allen ihren Aspekten angesehen werden. Das impliziert die Funktion, Struktur, Entwicklung und Anwendung von Ethno- und Plansprachen als internationale Kommunikationsmittel. (GIL)
de.wikipedia.org/wiki Interlinguistik
eo.wikipedia.org/wiki Interlingvistiko

 

Internationale Sprache
Lingvo Internacia
 

L.L. Zamenhof veröffentlichte 1887 seine leicht erlernbare neutrale Internationale Sprache unter dem Pseudonym "Doktoro Esperanto" (Hoffender). Seine Internationale Sprache wurde in kurzer Zeit "weltumgangssprachlich" zu Esperanto. (ZAM, EDE)
de.wikipedia.org Internationale Sprache redirect=no

 

Esperanto  

Das Esperanto ist der bisher erfolgreichste Fall, dass sich aus einem Projekt eine lebende Sprache entwickeln konnte, die über eine differenzierte Sprachgemeinschaft verfügt. (GIL)

 

Esperantologie
Esperantologio
 

Die Esperantologie untersucht Quellen, Struktur, Entwicklung, Kommunikationsleistung und Sprachgemeinschaft der 1887 von Ludwig. L. Zamenhof begründeten Plansprache Esperanto.
Somit ist die Esperantologie ein Teilbereich der Interlinguistik. (GIL)
de.wikipedia.org/wiki Esperantologie
eo.wikipedia.org/wiki Esperantologio

 

Europäisches Bewußtsein
Eŭropa konscio / identeco
Europäischer Geist
Eŭropa spirito
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Als europäische Identität wird jener Teil der Identität oder des Bewusstseins einer Person oder Personengruppe bezeichnet, der sie befähigt, sich als Europäer zu begreifen und eine bejahende Haltung zu einer gemeinsamen Identität ("Wir-Gefühl") und zum Zusammenleben der Menschen und Völker in Europa im Sinne einer Gemeinschaft einzunehmen. In einem breiten Identitätsdiskurs bezieht sich der Begriff auch auf Haltungen zur Verfasstheit Europas, zur europäischen Öffentlichkeit oder zur Rolle und zum Selbstverständnis Europas und der Europäer in der Welt. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Europäische Identität

Josef Zauner forderte einen Europäischen Geist. "Das UŜE-Programm ist, nach unserer Überzeugung, der langandauernde und ferne Weg, welcher zum Ziel führt. Durch die Verbreitung der gemeinsamen europäischen Hilfssprache beabsichtigen wir die grundlegenden Bedingungen der Europa-Vereinigung zu erschaffen: den europäischen Geist. Andere Vorbedingungen sind teils bereits erfüllt: gemeinsame wirtschaftliche Interessen und gemeinsame Kultur."
1931 UŜE-EĤO Nr.6 S.2 Survoje (Unterwegs)
Vollendet ist die Vereinigung Europas tatsächlich noch nicht. (EDE SE)
de.e-d-e.eu josef-zauner UŜE-EĤO Nr 6

Das Europäische Bewußtsein gehört zu den Voraussetzungen für die Bildung eines stabilen geeinten Europas, in dem sich die Völker und die einzelnen Bürger mit ihren verschiedenen Kulturen und Sprachen einem politisch gestalteten Europa zugehörig fühlen. Einheit in Vielfalt wird nicht nur als Abgrenzung begrüßt, sondern das Gemeinsame wird bewußt wahrgenommen und gepflegt. Während Identität häufig als etwas bereits in der Person angelegtes verstanden wird, muß in der heutigen Zeit noch am (europäischen) Bewußtsein gearbeitet werden.
Um ein Europäisches Bewußtsein bei einer Mehrheit der Einwohner zu erreichen, sind u.a. europäische Medien mit gleichberechtigtem Zugang Voraussetzung. Auch ein Europäisches Basiswissen ist notwendig, darunter das Erlernen der gemeinsamen neutralen Sprache Esperanto. (EDE)

 

Europäisches Basiswissen
Eŭropa baza scio
 

Unter dem Europäischen Basiswissen ist jener grundlegende Wissensinhalt zu verstehen, der übereinstimmend allgemein weltweit und speziell europaweit gilt. Es soll ein Werkzeug sein, mit welchem man sich als gebildeter Bürger in den Gesellschaften Europas und der Europäischen Gesellschaft sinnvoll verhalten kann.
Internationale Abschlüsse können durch diesen Bereich der Harmonisierung leichter ermöglicht werden. Naturwissenschaftliche Fächer sind zum großen Teil als Europäisches Basiswissen deklarierbar. Eine Geschichte der Europäer existiert heute durchaus noch nicht, da jedes Volk, jede Nation und jede Region eine eigene abweichende Geschichtsschreibung hat und es in der Realität kaum einen neutralen Blick auf die gesamte Geschichte gibt. Für den sprachlichen Bereich sollte der Ansatz gelten, die leichter erlernbare neutrale Sprache Esperanto vor schwereren Nationalsprachen zu lernen, welche danach leichter erlernt werden können (Propädeutik).
Das Europäische Basiswissen sollte allen Beteiligten empfohlen werden, damit die Schüler die Vorteile im geeinten Europa auch genießen können. Es handelt sich dabei um einen überschaubaren Lernstoff, der weiterhin die Unterschiede in den verschiedenen Schulsystemen zulässt. Viele Wissensdaten gelten dort längst. Auch kann die landestypische Geschichte weitergelehrt werden.
Dieses Wissen soll über europäische Medien angeboten werden können, wobei erst die gemeinsame Sprache Esperanto einen gerechten Zugang zu den Medien ermöglicht. (EDE)

 

Propädeutik
Propedeŭtiko
 

Propädeutik ("Vorbildung", Vorbereitungsunterricht, aus griechisch προ pró ‚vor‘ und παιδεύω paideuō ‚bilden‘) dient der Einführung in die Sprache und Methodik einer Wissenschaft. Als allgemeine Propädeutik wird dabei die Logik angesehen. Davon abgeleitet werden Leistungskurse der gymnasialen Oberstufe als Propädeutik für ein wissenschaftliches Studium verstanden. Ein propädeutisches Seminar an der Universität vermittelt wichtige Grundkenntnisse für weitere Kurse. (WIKI)
de.wikipedia.org/wiki Propädeutik

 

Paderborner Modell
Paderborna modelo
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Die propädeutische Wirksamkeit beim Erlernen des Esperanto hilft dabei, weitere Sprachen schneller zu lernen. Sie wurde in der Geschichte experimentell untersucht:
1925-1931 Columbia University, New York, Usono
1947-1951 Sheffield, Britio
1958-1963 mezlernejo de Somero, Finnlando
1970 Eksperimento efektivigita de prof. István Szerdahelyi en Budapeŝto
Ekde 1975 Eksperimentoj laŭ la Paderborna modelo de LOI
1993-1997 Torino, Italio (WIKI)
eo.wikipedia.org/wiki Propedeŭtika valoro de Esperanto 

Das erste richtige Experiment nach dem Paderborner Modell mit exakter Messung und Aufwandsermittlung gemäß den Formulierungen der kybernetischen Pädagogik wurde von Prof. Helmar Frank in Grundschulen zwischen 1975 und 1976 unternommen, in welchen ungefähr 300 Schüler Esperanto lernten, teils ein Jahr und teils zwei Jahre, und danach mit dem Erlernen der englischen Sprache fortfuhren. Dieses Experiment zeigte, daß jene, welche Esperanto mit etwa 100 Lernstunden in zwei Jahren lernten, um 30% bessere Ergebnisse als die Nicht-Unterrichteten hatten, während jene, welche nur ein Jahr lernten, bereits um 20% bessere Ergebnisse vorweisen konnten. (WIKI)
eo.wikipedia.org/wiki PvdE Historio de la eksperimentoj
laŭ la Paderborna modelo de LOI (Lingvo-Orientiga Instruado)
 
LINGVO-ORIENTIGA INSTRUADO (LOI)
CELE AL RAPIDIGO DE LA LERNADO DE FREMDLINGVOJ


Reinhard Selten sagte über den propädeutische Effekt ".... daß es günstiger ist, erst Esperanto zu lernen, und dann eine nationale Fremdsprache als nur diese Fremdsprache allein." Dann ist diese wichtige Aussage zu hören: "Das ist durch Schulversuche wissenschaftlich erwiesen."

 

     

 

     
Definitionen   Quellen
     
ZAM    L.L. Zamenhof
ZAU   Josef Zauner
DMW   Dietrich Michael Weidmann
HFR   Helmar Frank
DB   Detlev Blanke
GIL   Gesellschaft für Interlinguismus
RS   Reinhard Selten
NZ    NitobeZentrum
EDE   Europa-Demokratie-Esperanto EDE
EDE EM   EDE Eugen Macko
EDE SE   EDE Steffen Eitner
WIKI   Wikipedia
Texte werden abgewandelt gestrafft übernommen. Bearbeitung nach bestem Wissen und Gewissen. Wegen der gelegentlich geringen Aussagekraft der deutschen / nationalen Wikipedia-Seiten wird teilweise zusätzlich auf die Esperantoversionen verlinkt.
    Vorschläge und Kritiken werden gern entgegengenommen.

 

 


Unterstützende Grafiken

Relaissprache, Relaissystem: Je mehr gleichberechtigte Sprachen, um so astronomischer die Zahl der Übersetzungen. Ungleiche Behandlung liegt aber nicht im Sinn einer Gemeinschaft der Europäer! Die neutrale Sprache Esperanto ist auch als vermittelnde Relaissprache gut geeignet.

Europäisches Bewußtsein: Unter Identität kann man die selbstgewonnene freiwillige Zugehörigkeit zu einer Gruppe, aber auch die vorgegebene Herkunft verstehen. Ohne eigene Vorentscheidung gehört man einer Altersgruppe, einem Geschlecht, einem Volk, einem Staat, einer Mehrheit, einer Minderheit an, was an sich eigentlich kein Problem darstellt. Bei gleicher Wertschätzung aller Herkunftsbereiche, ob nah oder weit gefasst, ergibt sich eine individuelle Multi-Identität. So sind Menschen aus verschiedenen Regionen manchmal gleicher Staatszugehörigkeit, oder Franzosen, Tschechen und Deutsche können sich gemeinsam als Europäer verstehen. Sie können sich aber auch bei einem Esperanto-Weltkongreß treffen und fühlen sich dann auch noch als Bürger der Welt. Hier gehen wir aber vor allem auf die politisch entwickelten Ebenen ein, zu denen tatsächlich Wahlen abgehalten werden.
Zur Zeit haben wir Wahlmöglichkeiten auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Wer vordergründig in der nationalen Ebene verhaftet bleibt, verkennt die gemeinsame Identität der Europäer. Wie aber soll dieser Wähler bei einer Europawahl als Europäer wählen?

Weltsprachen in der Geschichte aus europäischer Sicht
"Nach dem alten klassisch-griechischen Denken, war nur unser eigenes Haus wichtig."
Kulturökologie und neues Denken (Eugen Macko)
Wir sind geprägt von den Haltungen, die mittels übergeordneter Sprachen (Lingua franca) mitgegeben werden. Wir wissen viel über die Zeiten, in denen Geschichte aufgeschrieben wird. Was vor diesen Zeiten liegt "lesen" wir aus archäologischen Funden. Unser historisches Bewußtsein in Gesellschaften beginnt mit den griechischen Auslegungen älterer Schriften und den kulturellen Leistungen der Griechen. Dieses Denken wurde von Rom übernommen und weitergeführt. Und die Form des Weitergebens von Werten mittels Macht ist bis heute üblich. Manche sehen darin Darwinistische Züge und akzeptieren das. Doch dieses archaische Denken ist längst nicht mehr zeitgemäß. In vielen Bereichen wird Gerechtigkeit und Demokratie eingefordert. Wenn es aber um das Unmittelbarste, unser Verständigungsmittel Sprache geht, stecken wir mehrheitlich noch in der Antike, so wie es zu oft auch noch bei kriegerischen Auseinandersetzungen erkennbar ist. Doch längst entstand eine neue Entwicklung, beginnend mit der Renaissance. Die Sprache wird gerechter entwickelt. Ein Beispiel ist die deutsche Geschichte mit Hochdeutsch. Und so etwas zeitgemäßes wie ein geeintes Europa ist sogar auf eine gemeinsame Hochsprache angewiesen. Aber das haben die Verantwortlichen noch nicht verstanden.



Schreibkorrekturen (auch in Originaltexten) 20210825SE